Für das geplante Stadtquartier Elisabeth-Aue in Pankow beginnt eine wichtige Phase im Planungsverfahren. Der Entwurf für den Bebauungsplan des ersten Teilprojekts liegt öffentlich aus. Bürgerinnen und Bürger können nun Stellungnahmen abgeben.

© Titelbild: Dirk Laubner

 

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Im Norden Pankows nimmt eines der größten Berliner Wohnungsbauprojekte eine weitere Hürde im Planungsverfahren. Seit dem 16. März liegt der Entwurf für den Bebauungsplan 3-89 öffentlich aus. Bis zum 20. April 2026 können Bürgerinnen und Bürger Einsicht in die Unterlagen nehmen und Stellungnahmen abgeben.

Mit der Beteiligung der Öffentlichkeit erreicht das Verfahren einen entscheidenden Schritt: Nach Abschluss der Auslegung werden die eingegangenen Hinweise geprüft und in die Abwägung einbezogen. Erst danach folgen die abschließenden Beratungen in den parlamentarischen Gremien und der Festsetzungsbeschluss.

Erstes Teilprojekt schafft Planungsrecht für Wohnungen und Schule

Der Bebauungsplan betrifft das erste Teilgebiet des neuen Stadtquartiers Elisabeth-Aue im Ortsteil Blankenfelde. Auf der Fläche sollen rund 870 Wohnungen entstehen. Ergänzt wird das Vorhaben durch öffentliche Grün- und Straßenflächen sowie eine weiterführende Schule mit Sportanlagen.

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Die Schule ist als Integrierte Sekundarschule mit rund 625 Plätzen vorgesehen. Für sie setzt der Bebauungsplan eine eigene Gemeinbedarfsfläche fest. Damit soll sichergestellt werden, dass Bildungsinfrastruktur parallel zum Wohnungsbau entsteht. Nach derzeitigen Planungen könnte der Bau der Schule ab 2027 beginnen.

Elisabeth-Aue: Teil eines großen Berliner Wohnungsbauprogramms

Die Elisabeth-Aue gehört zu den 24 sogenannten Neuen Stadtquartieren Berlins. In diesen Projekten will das Land in den kommenden Jahren zusätzlichen Wohnraum schaffen und gleichzeitig soziale Infrastruktur aufbauen. Die Wohnungen sollen später von den landeseigenen Gesellschaften HOWOGE und Gesobau mit Mietpreisbindung vermietet werden.

Insgesamt plant das Land auf der rund 73 Hektar großen Fläche langfristig etwa 5.000 Wohnungen. Neben Wohngebäuden sind auch Einzelhandel, Dienstleistungen, soziale Einrichtungen und weitere öffentliche Angebote vorgesehen. Mindestens die Hälfte des Areals soll unversiegelt bleiben und Platz für Parks, Freiräume sowie Ausgleichsmaßnahmen bieten.

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Neues Stadtquartier im Norden Pankows: Wettbewerb und weitere Planungsschritte

Die Fläche der Elisabeth-Aue wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Planungen für eine Bebauung existieren jedoch bereits seit den 1990er Jahren, als das Gebiet im Flächennutzungsplan als Wohnbauland ausgewiesen wurde.

Im vergangenen Jahr hatte die Senatsverwaltung ein mehrstufiges städtebauliches und freiraumplanerisches Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Zwölf Planungsteams entwickelten Vorschläge für das neue Quartier. Vier Entwürfe wurden ausgewählt und werden seit Ende letzten Jahres in einem kooperativen Werkstattverfahren weiterentwickelt. Ende des Monats soll der Siegerentwurf feststehen.

Die jetzt gestartete Beteiligungsphase markiert damit einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zur Umsetzung des neuen Stadtquartiers.

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Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Abgeordnetenhaus Berlin 

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