Im Norden von Berlin-Pankow konkretisieren sich seit Langem diskutierte Pläne zum Ausbau der S-Bahn. Zwei neue Stationen sollen bis 2033 entstehen und wachsende Wohn- und Gewerbegebiete besser anbinden.

Im Bezirk Pankow sollen bis spätestens 2033 zwei neue S-Bahnhöfe auf einer bestehenden Strecke entstehen, um neue Wohn- und Gewerbegebiete besser an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen. / © Foto: depositphotos.com / lumendigital
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Der Berliner Senat hat beschlossen, im Bezirk Pankow zwei neue S-Bahnhöfe zu ermöglichen. Grundlage ist ein Beschluss der „Senatskommission Wohnungsbau“, der bereits im Sommer gefasst und nun vom Bezirksamt öffentlich gemacht wurde. Ziel ist es, die geplanten Neubaugebiete „Alte Schäferei“ und „Elisabeth-Aue“ sowie das künftige Gewerbegebiet „Buchholz Nord“ besser an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen.
Nach Darstellung der Verwaltung soll die Planung und Inbetriebnahme der Stationen „Schönerlinder Straße“ und „Bucher Straße“ spätestens 2033 erfolgen. Damit reagiert das Land auf das anhaltende Bevölkerungswachstum im Bezirk, der bereits heute der einwohnerstärkste Berlins ist.
Trasse mit Geschichte aus DDR-Zeiten: Wo in Pankow zwei neue Bahnhöfe entstehen
Die beiden künftigen Haltepunkte liegen auf der bestehenden S-Bahn-Strecke zwischen Blankenburg und Mühlenbeck-Mönchmühle. Der Abschnitt ist über neun Kilometer lang und bislang ohne Zwischenhalt. Die Besonderheit: Beide Bahnhöfe wurden bereits zu DDR-Zeiten im Rohbau angelegt. Damals war eine große Wohnsiedlung im Raum Karow geplant, die jedoch nie realisiert wurde.
Im aktuellen Flächennutzungsplan sind die Stationen weiterhin verzeichnet. Die heutige Planung knüpft damit an eine historische Vorleistung an und verbindet sie mit den Anforderungen neuer Stadtquartiere. Insbesondere das Gewerbegebiet „Buchholz Nord“ gilt als eine der wichtigsten Entwicklungsflächen Berlins.
Neuordnung im Berliner Nordosten: Verlängerung der S-Bahnlinie S75 als Rahmen
Die neuen Stationen sind Teil einer größeren verkehrlichen Neuordnung im Nordosten der Stadt. Vorgesehen ist die Verlängerung der S75 von ihrem heutigen Endpunkt Wartenberg in Richtung Pankow. In diesem Zusammenhang sind auch der Fernbahnhof Karower Kreuz sowie der S-Bahnhof Sellheimbrücke geplant, der in einer frühen Baustufe funktionsfähig werden soll.
Während der Bahnhof „Bucher Straße“ bereits seit Längerem Bestandteil der offiziellen Planungen ist, galt der weiter nördlich gelegene Halt „Schönerlinder Straße“ zwischenzeitlich als nachrangig. Die Verkehrsverwaltung hatte dessen Nutzen mit Blick auf Taktung und Nachfrage zurückhaltend bewertet. Der aktuelle Beschluss markiert nun eine Kurskorrektur.
Berlin Pankow: S-Bahn-Ausbau und Straßenbahnverlängerungen
Parallel zum S-Bahn-Ausbau sollen auch Straßenbahnverlängerungen geprüft werden. Für die Übergangszeit ist ein Busvorlaufbetrieb vorgesehen, der spätestens 2029 starten soll. Die Linienführung soll so gewählt werden, dass sie später in eine Straßenbahntrasse überführt werden kann.
Politisch wird der Ausbau von mehreren Seiten begrüßt. Auch die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Pankow spricht sich seit Längerem für eine stärkere Schienenanbindung neuer Quartiere aus. Der nun gefasste Beschluss schafft dafür erstmals einen verbindlichen zeitlichen Rahmen.
Mühlenbeck-Mönchmühle
Blankenburg
Quellen: Treucon Gruppe, Deutsche Bahn, Berliner Morgenpost, Der Tagesspiegel, Bündnis 90/Die Grünen Pankow
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Ich hatte den Auftrag mit zwei Kollegen zwichen den Bahnhöfen Bücher Straße und. Schönerlinder Straße ein S-Bahn Betriebswerk zu planen. Ich war damals bei der S-Bahn tätig