Die PANDION AG hat am Montag ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Auf der Baustelle des Wohnprojekts „LVL UP“ am Halleschen Ufer in Kreuzberg ist davon derzeit offenbar wenig zu sehen; die Arbeiten sind in vollem Gange.

Nach dem Insolvenzantrag von PANDION stellt sich die Frage, wie es mit den laufenden Projekten des Entwicklers weitergeht. Beim „LVL UP“ am Halleschen Ufer in Kreuzberg gehen die Arbeiten derzeit offenbar weiter. / © Visualisierung: PANDION AG
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die PANDION AG hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Während der Kölner Projektentwickler damit vor einer umfassenden Restrukturierung steht, laufen die Arbeiten am Wohnprojekt „LVL UP“ am Halleschen Ufer in Berlin-Kreuzberg nach aktuellem Eindruck weiter.
Auf der Baustelle an der Möckernbrücke ist der Rohbau bereits weit fortgeschritten. Das Gebäude ist derzeit eingerüstet, auf dem Areal ist weiterhin ein Baukran im Einsatz. Hinweise auf einen unmittelbaren Baustopp sind vor Ort derzeit nicht erkennbar.

Der Rohbau des Wohnprojekts „LVL UP“ am Halleschen Ufer ist weit fortgeschritten. Aktuell ist das Gebäude eingerüstet, auf der Baustelle ist weiterhin ein Kran im Einsatz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
PANDION beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung – Geschäftsbetrieb soll weitergehen
PANDION teilte am Montag mit, beim Insolvenzgericht in Köln ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt zu haben. Neben der PANDION AG sind fünf weitere Gesellschaften betroffen. Der Geschäftsbetrieb soll nach Angaben des Unternehmens fortgeführt werden. Ziel sei es, die bereits eingeleitete Restrukturierung in einem geordneten rechtlichen Rahmen weiterzuführen.
Hintergrund sind finanzielle Schwierigkeiten des Unternehmens. Trotz verschiedener Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen sei es nicht gelungen, die Liquidität nachhaltig zu stabilisieren. Ein wesentlicher Finanzierungsbaustein war Anfang August weggefallen. Die anschließenden Bemühungen um zusätzliche Liquidität hätten nicht im erforderlichen Umfang umgesetzt werden können.
Für die einzelnen Projektgesellschaften sieht PANDION zunächst keine unmittelbare Betroffenheit. Nach Angaben des Unternehmens sollen die laufenden Bauvorhaben möglichst fortgeführt und gemeinsam mit Projekt- und Finanzierungspartnern Lösungen für deren weitere Umsetzung entwickelt werden.

So soll das PANDION-Wohnprojekt „LVL UP“ am Halleschen Ufer nach seiner Fertigstellung aussehen. Geplant sind insgesamt 138 Wohnungen. / © Visualisierung: PANDION AG
Neubau „LVL UP“ soll 138 Wohnungen in Kreuzberg schaffen
Das Projekt am Halleschen Ufer 56–60A ist Teil der Quartiersentwicklung „Die Macherei“. PANDION plant dort insgesamt 138 Wohnungen. Vorgesehen sind sowohl größere Wohnungen als auch rund 72 Mikro- beziehungsweise Ein-Zimmer-Apartments.
Entworfen wurde das Wohngebäude vom Architekturbüro KSP Engel. Das Projekt umfasst neben den Wohnungen auch eine Tiefgarage und weitere gemeinschaftliche beziehungsweise technische Angebote. Ursprünglich war die Fertigstellung für Ende 2028 vorgesehen.
Wie sich das Insolvenzverfahren langfristig auf einzelne Projekte der PANDION-Gruppe auswirken wird, ist derzeit noch offen. Für „LVL UP“ gilt zunächst: Auf der Baustelle wird weiter gearbeitet. Der aktuelle Baufortschritt lässt damit noch keine Rückschlüsse darauf zu, ob und in welchem Umfang sich die finanzielle Situation des Projektentwicklers auf den weiteren Zeitplan auswirken könnte.
Quellen: Deutsche Börse, PANDION AG, Architektur Urbanistik Berlin, Studio ASH, KSP Engel
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Mit dieser Sorte von Fassaden waren die Chinesen schon vor 20 Jahren durch…