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Mit dem Otto-Weidt-Platz erhält die Europacity einen zentralen öffentlichen Raum. Der fertiggestellte Stadtplatz  schließt eine lange offene städtebauliche Lücke nördlich des Hauptbahnhofs und bietet Anwohnerinnen und Anwohnern des Quartiers Begrenzungsflächen. 

Otto-Weidt-Platz in der Europacity

Der Otto-Weidt-Platz bildet einen zentralen Freiraum innerhalb der Europacity nördlich des Berliner Hauptbahnhofs. Der großzügige Grünbereich wird von Wohn- und Bürogebäuden gerahmt und schafft einen neuen Aufenthaltsort im jungen Stadtquartier. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Nördlich des Berliner Hauptbahnhofs hat sich das Gebiet der „Europacity“ in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Wo zuvor Bahnanlagen, Industrieflächen und Brachen das Bild bestimmten, ist ein neues Stadtquartier mit Wohn- und Bürogebäuden entstanden. Ziel war es, eine teilungsbedingte Fuge in der Berliner Stadtstruktur zu schließen und neue Verbindungen zwischen Moabit, Mitte und Wedding zu schaffen.

Der Otto-Weidt-Platz nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Er liegt zwischen Heidestraße und Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und fungiert als verbindendes Element innerhalb des Quartiers. Gleichzeitig stärkt er die fußläufige Erschließung und ergänzt das Netz öffentlicher Freiräume, das in der Europacity schrittweise entstanden ist.

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Freiraumgestaltung in der Europacity: Wettbewerb und landschaftsarchitektonisches Konzept

Die Gestaltung der Freiräume geht auf einen nicht offenen Ideen- und Realisierungswettbewerb zurück, den relais Landschaftsarchitekten gewannen. Ihr Entwurf setzt auf Großzügigkeit und Ruhe und stellt den Bezug zum Wasser bewusst in den Vordergrund. Auf diese Weise sollte ein klar gefasster Stadtraum entstehen, der sich vom stark frequentierten Straßenraum abhebt.

Zugleich orientiert sich der Platz an der Tradition des historischen Berliner Schmuckplatzes. Ein innerer, überwiegend begrünter Bereich wird von einem steinernen Rahmen eingefasst. Dieser Rahmen bindet auch die vorgelagerten Flächen der angrenzenden Gebäude in das Gesamtbild ein und sorgt für eine einheitliche Platzkante.

Otto-Weidt-Platz zwischen Heidestraße und Kanal: Raumstruktur und Nutzung

Im Osten öffnet sich der Platz zum Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal. Eine großzügige Freitreppe stellt die Verbindung zur Uferpromenade her und schafft einen direkten Zugang zum Wasser. Bereits seit Dezember 2021 ergänzt der Golda-Meir-Steg diese Situation und verbindet beide Ufer für den Fuß- und Radverkehr.

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Der Platz trägt den Namen Otto Weidts, der während der nationalsozialistischen Diktatur jüdische Menschen schützte und rettete. Damit erhält der neue Stadtraum auch eine erinnerungskulturelle Dimension, die über seine funktionale Bedeutung hinausweist.

Aufenthaltsqualität und Gestaltungselemente: Wasserstein als Mittelpunkt

Den räumlichen Mittelpunkt bildet ein großer Wasserstein aus dunkelgrauem Granit. Er hebt sich leicht aus der Fläche und wird von Sitzsteinen umgeben. Unterschiedliche Wasserbilder sollen das steinerne Umfeld beleben und zugleich einen ruhigen Aufenthaltsort schaffen.

Ergänzt wird die Platzfläche durch befestigte Gehwege, Grünflächen und weitere Sitzmöglichkeiten. Die Brunnenanlage soll das Nutzungsspektrum des Platzes erweitern. Bereits im Juni 2021 war der nördliche Bereich des Platzes teilweise freigegeben worden.

Bauverlauf und Finanzierung in Berlin-Mitte: Verzögerungen und Abschluss

Der symbolische erste Spatenstich erfolgte im April 2018. Die Finanzierung setzte sich aus Mitteln des Stadtumbaus, Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie Investorenmitteln von CA Immo und der Stadthafenquartier-KG zusammen. Teile der Maßnahmen wurden bereits frühzeitig umgesetzt.

Im weiteren Verlauf kam es jedoch zu Verzögerungen. Kontaminierte Böden, corona-bedingte Lieferengpässe und Abhängigkeiten von benachbarten Bauprojekten wirkten sich auf den Zeitplan aus. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2025 ist der Otto-Weidt-Platz nun vollständig nutzbar und ergänzt die „Europacity“ um einen zentralen öffentlichen Raum.

Otto-Weidt-Platz in der Europacity

Die Wegeführung und Bepflanzung strukturieren den Otto-Weidt-Platz in der Europacity und verbinden die angrenzenden Neubauten miteinander. Der Platz dient als alltäglicher Bewegungsraum und ergänzt das Netz öffentlicher Freiflächen im Quartier. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Golda-Meir-Steg am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal

Der Golda-Meir-Steg überspannt den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und bindet den Otto-Weidt-Platz direkt an die Uferpromenade der Europacity an. Die Brücke stärkt die fußläufige Verbindung zwischen den Quartiersbereichen beiderseits des Kanals. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Berlin.de/Nachhaltige Erneuerung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Grün Berlin GmbH, Bezirksamt Mitte

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