Im Hammer Park in Hamburg entsteht ein neues Haus für alle Generationen. Der zweigeschossige Neubau ersetzt das bisherige Haus der Jugend und soll ab 2028 als Treffpunkt für Jung und Alt dienen, unter einem neuen Namen, der in einem Beteiligungsverfahren gefunden wurde.

Bis 2028 entsteht im denkmalgeschützten Hammer Park ein neuer Treffpunkt für das Quartier. Bis Ende März konnten Bürgerinnen und Bürger Namensvorschläge für den Neubau einreichen. / © Foto: Bezirksamt Hamburg-Mitte
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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0
Im Hammer Park soll bis 2028 ein neues Mehrgenerationenhaus entstehen. Der Neubau ersetzt das bisherige Haus der Jugend und integriert künftig auch Angebote für Seniorinnen und Senioren. Als „Otto-Linne-Haus – Haus der Generationen“ wird das Gebäude benannt – ein Name, den Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens mitbestimmen konnten.
113 Namensvorschläge wurden eingereicht, fünf davon kamen in eine öffentliche Online-Abstimmung. Die Wahl fiel auf den Entwurf, der den Gartenarchitekten Otto Armand Linne ehrt und zugleich den generationsübergreifenden Anspruch des Hauses betont.
Geplantes Mehrgenerationenhaus mit Fokus auf Inklusion und Klimaschutz im Hammer Park
Der zweigeschossige Neubau soll rund 1.100 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassen, barrierefrei und klimafreundlich geplant. Neben offener Kinder- und Jugendarbeit werden auch Familienangebote sowie der Seniorentreff LAB in das Gebäude integriert. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte investiert rund 14,7 Millionen Euro.
Die Fertigstellung ist für 2027 geplant, der Betrieb soll 2028 aufgenommen werden. Bis dahin können bestehende Einrichtungen noch als Ausweichstandorte genutzt werden.
Denkmalschutz prägt Gestaltung und Umfeld des neuen Hauses der Generationen in Hamburg-Hamm
Da der Hammer Park denkmalgeschützt ist, muss jede bauliche Maßnahme mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt werden. Dieses verlangt eine Gestaltung nach historischen Plänen. So soll das Gebäude analog zu ehemaligen Tennisplätzen in rechten Winkeln angeordnet werden.
Neben dem Neubau sind auch Umgestaltungen im direkten Umfeld vorgesehen. Der Parkeingang wird neu strukturiert, ein Kräutergarten bleibt bestehen. Auf dem Gelände des alten Betriebshofs entsteht ein neues Multifunktionsspielfeld.
Beteiligung mit gemischten Reaktionen: Zustimmung für Ideen, Kritik am Wegfall des Bolzplatzes
Im Sommer 2023 hatte eine öffentliche Beteiligung mit rund 50 Teilnehmenden stattgefunden. Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Nachbarinnen und Nachbarn diskutierten gemeinsam über die künftige Nutzung des Parks. Viele Vorschläge wurden aufgegriffen, etwa die Integration von Foodsharing-Angeboten und die Erhaltung bestehender Treffpunkte.
Gleichzeitig gab es Kritik. Besonders der geplante Rückbau des beliebten Bolzplatzes stieß auf Widerstand. Das Denkmalschutzamt fordert an dieser Stelle die Wiederherstellung einer historischen Sichtachse. Viele Anwohnende äußerten Unverständnis und betonten die Bedeutung des Bolzplatzes als generationsübergreifender Treffpunkt.
Modernisierung des Stadions Hammer Park: Neue Leichtathletikanlagen für Wettkämpfe und Freizeitsport
Parallel zum Hausbau wird auch das Stadion Hammer Park modernisiert. Seit Mai 2025 laufen Sanierungsarbeiten an der Leichtathletikanlage. Die Rundlaufbahn, Sprunganlagen und Wurfbereiche werden erneuert.
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte investiert rund 800.000 Euro. Ziel ist es, die Sportstätte fit für offizielle Wettkämpfe zu machen und gleichzeitig für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler attraktiv zu halten.
Quellen: Hamburg.de, Hamm-wir-alles.de
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