In Köpenick soll die Ostumfahrung Bahnhofstraße das neue Quartier am ehemaligen Güterbahnhof Köpenick erschließen und die Bahnhofstraße entlasten.

Die Karte zeigt in Köpenick den geplanten Verlauf der „Ostumfahrung Bahnhofstraße“ vom Brandenburgplatz durch das Quartier am „ehemaligen Güterbahnhof“ bis zum Tunnel.

Die Grafik zeigt den geplanten Verlauf der Ostumfahrung Bahnhofstraße zwischen Brandenburgplatz, Quartiersgaragen und Tunnel unter der Bahn. / © Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT; Karte: OpenStreetMap

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT; Karte: OpenStreetMap

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In Köpenick rückt mit dem beschlossenen Bebauungsplan für das frühere Netto-Grundstück an der Seelenbinderstraße das erste Bauvorhaben im Umfeld des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick näher. Parallel plant Berlin die Ostumfahrung Bahnhofstraße. Sie soll das neue Stadtquartier erschließen, die Bahnhofstraße entlasten und eine bessere Führung für Busse und Straßenbahnen ermöglichen.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Lage: zwischen Brandenburgplatz und Stellingdamm/Mahlsdorfer Straße
  • Anschluss Süd: Bellevuestraße / Salvador-Allende-Straße
  • Anschluss Nord: Stellingdamm / Mahlsdorfer Straße

Der Berliner Senat hat im März 2025 die Planungsgrundlagen für die Ostumfahrung beschlossen. Die Straße gehört zum geplanten Tangentenviereck um die Köpenicker Altstadt und die Dammvorstadt. Zusammen mit der Westumfahrung Bahnhofstraße soll sie den Durchgangsverkehr aus der Bahnhofstraße herausnehmen.

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Im Flächennutzungsplan ist die Trasse als übergeordnete Hauptverkehrsstraße dargestellt. Im Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr steht sie als Maßnahme zur Erschließung des neuen Quartiers.

Das Bild zeigt ein Straßenschild am Brandenburgplatz in Köpenick mit Hinweis zur Güterbahn, wo die geplante „Ostumfahrung Bahnhofstraße“ beginnen soll.

Straßenschild am Brandenburgplatz in Köpenick: Hier soll die Ostumfahrung Bahnhofstraße künftig an das Straßennetz anschließen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Köpenick: Wie die Ostumfahrung Bahnhofstraße verlaufen soll

Die neue Straße soll am Brandenburgplatz beginnen. Von dort führt sie durch den südlichen Teil des Entwicklungsgebiets am ehemaligen Güterbahnhof Köpenick. Anschließend soll sie die Bahnanlagen in einem neuen Tunnel unterqueren. Nördlich der Gleise bindet sie an den auszubauenden Stellingdamm und weiter an den Knoten Mahlsdorfer Straße an. Damit entsteht eine neue Verbindung, die nicht durch das Nadelöhr Bahnhofstraße führt und trotzdem am Bahnhof Köpenick endet, der derzeit zum Regionalbahnhof umgebaut wird.

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Geplant ist eine Stadtstraße mit einem Fahrstreifen je Richtung. Auf beiden Seiten sollen Gehwege und Radverkehrsanlagen entstehen. Zusätzlich sieht die Planung Multifunktionsstreifen vor, etwa für Entwässerung, Lieferzonen oder Haltestellen. Grundsätzlich rechnet der Senat mit Tempo 50. In Kurvenbereichen, an sensiblen Orten und im Umfeld von Gemeinbedarfseinrichtungen kann Tempo 30 angeordnet werden.

Nach bisherigen Prognosen könnte die neue Straße werktags bis zu 12.000 Fahrzeuge aufnehmen. Für die Bahnhofstraße zwischen Am Stellingdamm und Seelenbinderstraße erwartet Berlin mit Westumfahrung und Ostumfahrung Bahnhofstraße eine Reduzierung von etwa 14.000 auf rund 6.000 Kraftfahrzeuge pro Tag. Für die Seelenbinderstraße nennt die Senatsvorlage einen Rückgang von etwa 14.000 auf rund 8.000 Kraftfahrzeuge pro Werktag.

Das Bild zeigt die Seelenbinderstraße in Köpenick mit Straßenschildern und Straßenbahngleisen nahe dem geplanten Quartier am „ehemaligen Güterbahnhof“.

An der Bellevuestraße, Ecke Seelenbinderstraße in Köpenick wird die Ostumfahrung Bahnhofstraße in das neue Quartier am ehemaligen Güterbahnhof einbiegen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Warum die Ostumfahrung mit dem Güterbahnhof Köpenick zusammenhängt

Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick plant Berlin langfristig rund 1.800 Wohnungen. Das Quartier liegt beidseits der Bahnanlagen. Deshalb braucht es nach Einschätzung des Senats eine leistungsfähige Erschließung im Norden und Süden. Ohne die Ostumfahrung Bahnhofstraße müsste Berlin die städtebauliche Konzeption und das Erschließungssystem des neuen Quartiers grundlegend überarbeiten.

Das aktuell beschlossene Projekt „Seelenbinderstraße 81–87 und 89 | 1. Bauabschnitt“ liegt zwar außerhalb der Entwicklungsmaßnahme, grenzt aber direkt an sie. Auf dem früheren Netto-Areal entstehen rund 150 Wohnungen, ein Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss und neue Freiflächen. Der Bebauungsplan 9-83 VE umfasst knapp 0,8 Hektar.

Das Bild zeigt brachliegende Flächen und alte Bahngebäude am „ehemaligen Güterbahnhof Köpenick“, wo ein neues Quartier und die „Ostumfahrung Bahnhofstraße“ geplant sind.

Blick auf das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick, durch das die neue Ostumfahrung führen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ostumfahrung Bahnhofstraße in Köpenick: Zeitplan, Planrecht und offene Punkte

Für die Ostumfahrung Bahnhofstraße laufen aktuell zwei Planverfahren. Für die Straße ist ein Bebauungsplan vorgesehen, der das sonst notwendige Planfeststellungsverfahren ersetzt. Für das Bauwerk unter der Bahntrasse braucht es ein eigenes Planfeststellungsverfahren. Das Land Berlin soll sowohl die Straße als auch die Bahnunterführung bauen. Dafür muss es zudem eine Kreuzungsvereinbarung mit der DB InfraGO AG schließen.

Der Kostenrahmen liegt aktuell bei rund 131 Millionen Euro. Darin enthalten sind der Neubau vom Brandenburgplatz bis Stellingdamm und Mahlsdorfer Straße sowie die komplette Eisenbahnunterführung unter der S- und Fernbahn-Trasse. Die Kostenschätzung basiert auf dem Preisniveau des vierten Quartals 2024. Künftige Kostensteigerungen sind darin noch nicht enthalten. Frühestens 2029 könnte der Bau beginnen. Die Finanzplanung nennt für die Maßnahme derzeit eine Fertigstellungsprognose bis 2035.

 

Quellen: Berliner Senat, Abgeordnetenhaus-Drucksache 19/2320 und Drucksache 19/2319, meinBerlin

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One Comment

  1. Laen 18. Juni 2026 at 13:36 - Reply

    Prima ne ostumfahrung durch Stellungnahme.
    Diese enge strasse mit strassenbahn.
    Wer kommt auf solche Ideen?

    Was soll der Ausbau da bringen? Breiter wird nicht und ist jetzt schon mies als Radfahrer da lang zu kommen

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