Am Ostpreußendamm entsteht eine neue ISS für bis zu 625 Schülerinnen und Schüler. Zwei siebte Klassen starten bereits im Schuljahr 2026/2027 an einem Übergangsstandort.

Die Luftaufnahme zeigt die Louise-Schroeder-Schule mit Schulgebäuden und Sportanlagen. Hier startet die neue ISS am Ostpreußendamm zunächst mit zwei siebten Klassen. / © Foto: Wikimedia Commons, www.osz-louise-schroeder.de, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Lukas Beck, CC BY-SA 4.0
Die neue Integrierte Sekundarschule am Ostpreußendamm nimmt den Unterricht früher auf als ihr eigenes Gebäude fertig wird. Zwei siebte Klassen sollen bereits nach den Sommerferien starten. Der ungewöhnliche Übergangsstandort hat jedoch Fragen bei Eltern sowie deutliche Kritik aus der betroffenen Schulgemeinschaft ausgelöst.
- Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
- Adresse des Neubaus: Ostpreußendamm 108, 12207 Berlin
- Kapazität des Neubaus: bis zu 625 Schulplätze
- Fertigstellung: voraussichtlich 2028
Die neue ISS am Ostpreußendamm beginnt ihren Aufbau nicht auf einer Baustelle, sondern in einem bereits bestehenden Schulgebäude. Zum Schuljahr 2026/2027 richtet der Bezirk zwei neue siebte Klassen an der Louise-Schroeder-Schule ein. Das Oberstufenzentrum liegt ebenfalls in Lichterfelde und bildet normalerweise Jugendliche und junge Erwachsene in kaufmännischen und verwaltungsbezogenen Berufen aus.
Aufregung um die Übergangslösung für neue ISS am Ostpreußendamm
Organisatorisch ordnet das Schulamt die beiden Klassen zunächst der Max-von-Laue-Schule zu. Das Bezirksamt betont jedoch, dass es keine bestehenden Klassen dieser Schule auslagert. Vielmehr bilden die neuen Siebtklässlerinnen und Siebtklässler den ersten Jahrgang der geplanten ISS am Ostpreußendamm. Nach der Fertigstellung sollen sie gemeinsam in den Neubau umziehen.
Zuletzt hatte es deutliche Aufregung um das Vorhaben gegeben. Nach einem Bericht des Tagesspiegels fehlte Ende Juni 2026 für 133 Kinder im Bezirk noch ein Platz an einer Integrierten Sekundarschule. Die zwei neuen Klassen bilden einen Teil der Reaktion auf diesen Engpass. Wie viele Schülerinnen und Schüler sie genau aufnehmen werden, nennt das Bezirksamt in seiner aktuellen Mitteilung nicht.
Neue ISS am Ostpreußendamm: Kritik von Übergangsschule
Das Kollegium und die Schulsozialarbeit der Max-von-Laue-Schule kritisierten die räumliche Trennung. Sie stellten unter anderem infrage, wie die Kinder am entfernten Standort in Ganztagsangebote, Arbeitsgemeinschaften und das Schulleben eingebunden werden sollen. Zudem verwiesen sie laut Tagesspiegel auf offene Fragen zur personellen Ausstattung und zum Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik.
Der Bezirk hält das Oberstufenzentrum dagegen für geeignet. Dort stehen nach Angaben des Bezirksamtes reguläre Klassen- und Fachräume, Sportflächen und eine Mensa zur Verfügung. OSZ-Leiter Ralf Buß erklärte, das Haus verfüge über die notwendige Infrastruktur und werde gemeinsam mit der Max-von-Laue-Schule daran arbeiten, den jüngeren Schülerinnen und Schülern einen geordneten Start zu ermöglichen.
Ostpreußendamm soll langfristig das ISS-Defizit verringern
Der Neubau ist am Ostpreußendamm 108 geplant. Die Taskforce Schulbau ordnete das Projekt im April 2024 der vierten Tranche der Berliner Schulbauoffensive zu. Vorgesehen sind eine ISS und eine Sporthalle in Holzmodulbauweise.
Die Planungen sehen eine vierzügige Sekundarstufe I sowie eine dreizügige gymnasiale Oberstufe vor. Ein Bericht zur Berliner Schulbauoffensive nennt für die modulare Schule eine Kapazität von 625 Plätzen. Der Tagesspiegel berichtete von einem geplanten Baubeginn im Juni 2027 und einer Fertigstellung im August 2028.
ISS am Ostpreußendamm
Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Berliner Schulbauoffensive, Tagesspiegel
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