Im Ostkreuz-Kiez beginnt die nächste Phase der Verkehrsberuhigung. In der Gärtnerstraße, Gabriel-Max-Straße und Simon-Dach-Straße werden neue Einbahnregelungen eingerichtet, hinzu kommen Fahrradbügel, Lieferzonen und eine Gehwegvorstreckung.

Karte des Ostkreuz-Kiezes in Friedrichshain mit dem aktuellen Teilgebiet B zwischen Boxhagener Straße und Wühlischstraße.

Diese Straßen im Ostkreuz-Kiez sind von den aktuellen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Teilgebiet B betroffen. / © Foto: Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wer zwischen Boxhagener Straße und Kopernikusstraße unterwegs ist, muss sich in den kommenden Tagen auf neue Verkehrsführungen einstellen. Im Friedrichshainer Ostkreuz-Kiez setzt das Bezirksamt weitere Maßnahmen des Verkehrskonzepts zur Verkehrsberuhigung um. Ziel ist es, den Kfz-Durchgangsverkehr aus den Nebenstraßen herauszuhalten und zugleich die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern.

Nachdem die Maßnahmen in den Teilgebieten A nördlich der Boxhagener Straße und C südlich der Wühlischstraße bereits weitgehend umgesetzt wurden, folgt nun Teilgebiet B. In der Gärtnerstraße und der Gabriel-Max-Straße zwischen Boxhagener Straße und Grünberger Straße werden neue Einbahnstraßen eingerichtet. In der Simon-Dach-Straße wird die bestehende Einbahnstraße in diesem Abschnitt gedreht und künftig von Nord nach Süd geführt.

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Stände des Wochenmarkts auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain mit Marktbesucherinnen und Marktbesuchern.

Die aktuellen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung konzentrieren sich auf den Bereich rund um den Boxhagener Platz in Friedrichshain. / © Foto: depositphotos.com

Nord und Süd: Einbahnstraßen sollen Durchgangsverkehr bremsen

Die neuen Regelungen sind Teil eines übergreifenden Systems gegenläufiger Einbahnstraßen. Während der Verkehr in Teilgebiet A nach Norden geführt wird, verläuft er in Teilgebiet B nach Süden und in Teilgebiet C wieder nach Norden. Dadurch soll verhindert werden, dass Autos die Nebenstraßen als durchgehende Verbindung durch den Kiez nutzen.

Parallel entstehen in der Simon-Dach-Straße und der Gabriel-Max-Straße neue Fahrradbügel und Lieferzonen. An der Einmündung der Gabriel-Max-Straße in die Grünberger Straße ist zudem eine Gehwegvorstreckung vorgesehen. Sie soll die Querung für Fußgängerinnen und Fußgänger erleichtern und die Sichtbeziehungen an der Kreuzung verbessern.

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Verkehrsberuhigung: Weitere Maßnahmen im Ostkreuz-Kiez folgen

Das Bezirksamt hatte das Konzept zur Verkehrsberuhigung im Juni 2024 vorgestellt. Es sieht vor, die Nebenstraßen stärker auf die Bedürfnisse von Anwohnern, Fußgängern, Radfahrern sowie Liefer-, Pflege- und Handwerksdiensten auszurichten. Grundlage ist unter anderem das Berliner Mobilitätsgesetz, das fußverkehrsfreundliche Nebenstraßen vorsieht.

Das Projekt wird allerdings auch kritisch diskutiert. Während Befürworter eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr sehen, bemängeln Kritiker unter anderem mögliche Verkehrsverlagerungen auf angrenzende Straßen sowie Einschränkungen für den Autoverkehr.

Nach Angaben des Bezirksamts hat ein großer Teil der Haushalte im Ostkreuz-Kiez kein eigenes Auto. Zugleich werden in Friedrichshain-Kreuzberg nach Bezirksamtsangaben 91,6 Prozent der Wege ohne Auto zurückgelegt. Die nun beginnende Umsetzung soll diese Ausgangslage stärker in der Gestaltung der Nebenstraßen berücksichtigen.

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Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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2 Kommentare

  1. Rajacana 23. August 2026 at 13:22 - Reply

    Es bleibt abzuwarten, ob die Händler:innen auf dem Wochenmarkt bei sinkenden Umsätzen, zusätzlichen Umwegen und noch größeren Parkdruck bleiben werden.
    Es ust jetzt schon zu sehen, dass es einige Händler:innennichh mehr gibt.

  2. Fricke 24. August 2026 at 16:05 - Reply

    Einbahnstrassenregelungen sind grundsätzlich nicht schlecht. Es dürfen aber keine Sackgassen sein, die mit Pollern zugesperrt werden. Wenn ich sehe, dass Verkehrsschilder aufgestellt werden mit dem Hinweis, „Keine Wendemöglichkeit für LKWs“ zweifele ich jedoch an der Seriösität der vorgeschlagenen Maßnahmen.

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