Drei Berliner Bezirke wollen den Verkehrsraum am Ostkreuz gemeinsam planen. Ziel ist ein integrierter Planungsprozess für Verkehrssicherheit, ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr.

S Ostkreuz

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

Am Ostkreuz soll die Planung des Verkehrsraums künftig stärker bezirksübergreifend erfolgen. Die Bezirksverordnetenversammlungen von Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Treptow-Köpenick haben dazu Beschlüsse gefasst. Ihre Bezirksämter sollen sich beim Berliner Senat für einen integrierten Planungsprozess im Großraum Ostkreuz einsetzen.

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Der Bahnhof Ostkreuz und sein Umfeld gehören nach Angaben der Bezirke zu den komplexesten Verkehrsräumen im Berliner Osten. Dort treffen Hauptverkehrsachsen, Wohngebiete, Schulwege, Pendlerverkehr, Fußverkehr, Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr aufeinander. Zugleich teilen sich mehrere Bezirke, das Land Berlin und Verkehrsunternehmen Zuständigkeiten. Genau diese Struktur erschwert eine einheitliche Planung im Großraum Ostkreuz.

Der Verkehrsraum am Ostkreuz in Berlin steht im Mittelpunkt einer integrierten Planung der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Treptow-Köpenick.

Der Verkehrsraum am Ostkreuz soll künftig bezirksübergreifend geplant werden, damit Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV und Hauptverkehrsachsen besser aufeinander abgestimmt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ostkreuz: Drei Bezirke wollen Planung besser abstimmen

Die Beschlüsse der drei Bezirksverordnetenversammlungen verfolgen nun ein gemeinsames Ziel: Die Bezirksämter sollen beim Berliner Senat Unterstützung für einen integrierten Planungsprozess einholen. Dieser Prozess soll bestehende Planungen besser verbinden und künftige Maßnahmen koordiniert weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer, eine verlässliche Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Interessen von Anwohnerinnen und Anwohnern und Pendlerinnen und Pendlern.

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Lichtenbergs Verkehrsstadträtin Filiz Keküllüoğlu ordnet das Ostkreuz als besonders belasteten Verkehrsraum ein. Nach ihrer Darstellung reichen einzelne Maßnahmen der Bezirke nicht aus. Der Senat müsse die Federführung übernehmen, weil der Verkehrsraum eine gesamtstädtische Bedeutung habe. Ziel bleibe mehr Verkehrssicherheit und eine bessere Lebensqualität rund um das Ostkreuz.

Verkehrsraum Ostkreuz: Fokus auf Sicherheit und Koordination

Auch Treptow-Köpenick sieht Bedarf für eine abgestimmte Planung. Bezirksstadträtin Dr. Claudia Leistner unterstützt die bezirksübergreifende Zusammenarbeit der Ostkreuz-Allianz. Für den Bereich Ostkreuz und Alt-Treptow brauche es ein integriertes Verkehrskonzept, das die Folgen eines bereits umgesetzten Bauabschnitts fachlich abschließt und künftige Lösungen vorbereitet.

Friedrichshain-Kreuzbergs Verkehrsstadträtin Annika Gerold verweist auf bereits umgesetzte Verkehrsberuhigungen in Nebenstraßen des Ostkreuzkiezes. Für sichere Rad- und Fußwege auf den Hauptstraßen, auch zwischen den Bezirken, brauche es jedoch den Senat.

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Die drei Beschlüsse markieren damit den Auftrag für einen gemeinsamen Planungsprozess. Die Bezirke wollen den Verkehrsraum Ostkreuz nicht mehr nur aus einzelnen Zuständigkeiten heraus betrachten. Sie setzen auf eine fachliche Grundlage, die Verkehr, Sicherheit, Nahverkehr, Radverkehr, Fußverkehr und die Entwicklung der umliegenden Kieze zusammenführt.

 

Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Bezirksamt Lichtenberg, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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2 Kommentare

  1. Franz 9. Mai 2026 at 08:25 - Reply

    Und wann ist die Verlegung der Straßenbahn endlich fertig?

  2. 41er 10. Mai 2026 at 08:13 - Reply

    Wenn das bedeutet, dass der Berliner Senat zukünftig weniger Einfluss über die Verkehrsplanung hat, dann ist das eine sehr gute Nachricht. Sonst würde dort wahrscheinlich ein Verbot für Fußgänger eingeführt und Radfahren unter Strafe gestellt werden. Öffis dürften weiter genutzt werden aber nur mit einem 7€ Zusatzticket und nur unterirdisch. Ach, dystopische Träume aus einem CDU Senat

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