E-Scooter und Sharing-Autos sorgen in Berlin immer wieder für Diskussionen. Nun zieht die Berliner Mobilitätsplattform Jelbi eine positive Bilanz: Die Angebote werden gut angenommen. Die App verknüpft seit sechs Jahren ÖPNV- und Sharing-Angebote und will damit zur Verkehrswende beitragen.

Jelbi-Mobilitätsstation mit Leihrädern und E-Scootern

An den Jelbi-Mobilitätsstationen in Berlin gibt es feste Bereiche für das Abstellen von Sharing-Fahrzeugen. / © Foto: Wikimedia Commons, Robot8A, CC BY-SA 4.0

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, SupapleX, CC0

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Mit über 60.000 Mieträdern, Scootern, Mopeds, Lastenrädern und Sharing-Autos ist Berlin die Sharing-Hauptstadt Europas. Obwohl falsch abgestellte E-Scooter & Co. in Berlin regelmäßig für Ärger sorgen, zeigt die BVG-Mobilitätsplattform Jelbi, dass die Angebote gut angenommen werden. Sechs Jahre nach dem Start zieht die BVG eine insgesamt positive Bilanz.

Jelbi bündelt Sharing-Angebote und ÖPNV auf einer gemeinsamen Plattform

Jelbi wurde 2019 als Pilotprojekt der Berliner Verkehrsbetriebe eingeführt. Ziel war es, den öffentlichen Nahverkehr digital mit Sharing-Angeboten zu verknüpfen und damit eine Alternative zum privaten Pkw zu schaffen. Über eine App lassen sich seitdem Busse und Bahnen ebenso nutzen wie E-Scooter, Fahrräder, E-Mopeds oder Carsharing-Autos verschiedener Anbieter.

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In den letzten sechs Jahren sind rund 400 Jelbi-Standorte in Berlin, Potsdam und Kleinmachnow entstanden. Dort werden Sharing-Fahrzeuge gebündelt angeboten, ergänzt um klare Abstellregeln und digitale Parkzonen. Nach Angaben der BVG sind heute mehr als 90 Prozent aller Sharing-Fahrzeuge in Berlin in Jelbi integriert. Damit ist das Projekt zu einem zentralen Baustein der BVG-Strategie geworden.

BVG will Ärger mit Sharing-Angeboten mit klaren Regeln begegnen

Die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung: Über sieben Millionen Fahrten wurden seit dem Start über Jelbi gebucht, die App zählt mehr als 1,2 Millionen Downloads. Auch die Bewertungen der Nutzerinnen und Nutzer fallen überwiegend positiv aus.

Den allseits kritisierten Parkverstößen und Beschwerden über falsch abgestellte Fahrzeuge begegnet die BVG mit klaren Regeln. Feste Abstellflächen, verpflichtende Fotodokumentationen beim Abstellen sowie verstärkte Kontrollen haben die Zahl der Meldungen zu falsch geparkten Sharing-Fahrzeugen zuletzt deutlich reduziert, heißt es in einem aktuellen Whitepaper des Unternehmens. Um für Ordnung zu sorgen, sind wochentags außerdem mehrere sogenannte Jelbi-Ranger und Fußpatrouillen im Einsatz, die falsch geparkte Fahrzeuge zu den Stationen zurückbringen und kleinere Reparaturen übernehmen.

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Jelbi: Mobilitätsangebot für die „letzte Meile“ soll zur Verkehrswende beitragen

Der übergeordnete Anspruch bleibt die Verkehrswende: Jelbi soll helfen, Wege flexibel, emissionsärmer und ohne eigenes Auto zurückzulegen. Besonders im Zusammenspiel mit dem ÖPNV wird das Angebot genutzt, etwa für die „letzte Meile“ oder für Strecken, die mit Bus und Bahn allein unpraktisch wären. Dass dies in einer wachsenden Stadt wie Berlin funktioniert, gilt inzwischen als eines der zentralen Ergebnisse des Projekts.

Sechs Jahre nach dem Start ist Jelbi damit kein Experiment mehr, sondern Teil der alltäglichen Mobilität. Das Projekt zeigt, dass Sharing-Angebote im urbanen Raum durchaus Akzeptanz finden, wenn sie sinnvoll gesteuert und in bestehende Systeme eingebettet sind.

Quellen: BVG, Jelbi, Mobilitätsfunk

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One Comment

  1. Franz 31. Dezember 2025 at 09:29 - Reply

    Leider funktioniert es nicht so ganz: Viele E-Roller und E-Fahrräder werden nach Gebrauch, gern in der Nähe von Sehenswürdigkeiten oder Restaurants, wild auf den Bürgersteigen geparkt und behindern eingeschränkte Personen wie auch Fußgänger. Dieser Teil der Verkehrswende gelingt also nur auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer, sorry.

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