In Charlottenburg wird ein zentrales Radverkehrsprojekt abgeschlossen. Die „Opernroute Nord“ verbindet nun zwischen Bismarckstraße und Olbersstraße auf rund 2,2 Kilometern zwei wichtige Knotenpunkte und soll Radfahrenden künftig eine sichere und komfortable Verbindung bieten.

© Titelbild: GB infraVelo GmbH

 

Nach mehrjähriger Bauzeit feiert infraVelo den Projektabschluss der sogenannten „Opernroute Nord“ in Charlottenburg. Die Strecke, die als Vorrangroute innerhalb des Berliner Radverkehrsnetzes gilt, erstreckt sich auf rund 2,2 Kilometern zwischen der Bismarckstraße und der Olbersstraße. Ziel war es, eine durchgehende und sichere Verbindung für Radfahrende zu schaffen.

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Kernstück der Maßnahme ist der Ausbau von jeweils 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen. Diese sind durch Sicherheitstrennstreifen vom motorisierten Verkehr abgesetzt und erhielten eine grüne Beschichtung. An Kreuzungen wird zusätzlich eine rote Markierung eingesetzt, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.

„Opernroute Nord“: Umsetzung erfolgte in mehreren Bauabschnitten

Die Bauarbeiten wurden in drei Abschnitten realisiert. Bereits zuvor war die Lise-Meitner-Straße grundlegend instandgesetzt worden, was die Umsetzung der Markierungsarbeiten erleichterte. Mit dem Abschluss des letzten Bauabschnitts im Jahr 2025 ist die gesamte Verbindung nun durchgängig befahrbar.

Auch die angrenzenden Seitenstraßen wurden einbezogen. In der Zillestraße und der Krummen Straße entstanden auf einer Länge von rund 330 Metern Fahrradstraßen. Diese sollen die Vernetzung des Radverkehrs im Kiez verbessern und die Anbindung an die neue Vorrangroute erleichtern.

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Maßnahmen für mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität in Charlottenburg-Wilmersdorf

Neben den breiteren Radfahrstreifen wurden weitere Schutzmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen bauliche Elemente, die einen physischen Abstand zwischen Radfahrenden und Kraftfahrzeugen schaffen. Zudem sollen Fußgängerinnen und Fußgänger von neuen, sicheren Querungsstellen und barrierefreien Doppelquerungen profitieren.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts war der Ausbau der Abstellmöglichkeiten. Insgesamt wurden rund 110 neue Fahrradbügel montiert, wodurch die Kapazität an Stellplätzen erheblich erweitert wurde. Gleichzeitig mussten für die Maßnahmen etwa 100 Pkw-Stellplätze entfallen, ein Großteil der Parkplätze blieb jedoch bestehen.

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf lädt zum Anradeln am 26. August 2025 ein

Konzipiert wurde die Route vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Planung und Umsetzung übernahm die landeseigene Gesellschaft infraVelo in enger Abstimmung mit dem Bezirk und der Mobilitätsverwaltung. Finanziert wurde das Vorhaben sowohl durch das Bundesprogramm „Stadt und Land“ als auch durch Mittel des Landes Berlin.

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Zum Projektabschluss am 26. August 2025 ist eine öffentliche Veranstaltung am Götz-Friedrich-Platz vor der Deutschen Oper angekündigt. Vertreter aus Politik und Verwaltung wollen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern die Inbetriebnahme der neuen Radroute begehen.

Quelle: GB infraVelo GmbH, 

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