An der Ecke Zeil und Liebfrauenstraße wird das Bestandsgebäude im Rahmen einer Revitalisierung zum Mixed-Use-Projekt „ONE TWO ONE“. In Holzhybridbauweise entstehen Büroflächen, Einzelhandel und eine Dachterrasse für gemeinschaftliche Aktivitäten.

Das „ONE TWO ONE“ wird in der ehemaligen Esprit-Filiale an der Ecke Zeil und Liebfrauenstraße realisiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Hines Immobilien / Holger Meyer Architektur
© übrige Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Ecke Zeil und Liebfrauenstraße in Frankfurt realisiert der Immobilienentwickler Hines das Mixed-Use-Projekt „ONE TWO ONE“. Das Vorhaben basiert auf einem Bestandsgebäude und befindet sich seit 2024 in der Umgestaltung. Das Objekt vereint Einzelhandels- und Büroflächen auf insgesamt rund 10.850 Quadratmetern Bruttogrundfläche.
Frankfurt: Effiziente Nutzung von Einzelhandel und Büroflächen an zentraler Innenstadtlage
Die Einzelhandelsflächen werden in der ehemaligen Esprit-Filiale im Erd- und ersten Obergeschoss eingerichtet, die Büroflächen erstrecken sich über das zweite bis fünfte Obergeschoss. Oberhalb des fünften Obergeschosses entsteht eine Dachterrasse, die als Community Space für das Büro- und Arbeitsweltenkonzept „New Work“ genutzt wird.
Hines wurde vom Eigentümer, einem in Deutschland ansässigen institutionellen Investor, im Rahmen eines Service-Development-Auftrags mit der Revitalisierung der Immobilie beauftragt. Das Unternehmen agiert international in den Bereichen Immobilieninvestment, -entwicklung und -management.
„ONE TWO ONE“ Frankfurt: Holzhybridbauweise als Beitrag zu nachhaltigem Bauen und Klimaschutz
Hines setzt bei „ONE TWO ONE“ auf eine Holzhybridbauweise, die die Vorteile von Holz mit denen anderer Baustoffe kombiniert. Dieser Ansatz stellt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Bauen dar.
Denn laut dem „Global Status Report 2022“ des UN Environment Programme ist der Bau- und Gebäudesektor für rund 38 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich, davon entfallen 28 Prozent auf den Betrieb von Gebäuden und 10 Prozent auf graue Emissionen aus Baustoffen und Bauprozessen. Hauptverursacher sind die Zementproduktion mit etwa 8 Prozent und Stahl mit rund 7–9 Prozent der globalen Emissionen. Holz bietet zusätzlich den Vorteil, dass es CO₂ langfristig bindet und somit aktiv zur Klimaneutralität beiträgt.
Frankfurter Innenstadt: Pfosten-Riegel-Fassade und flexible Grundrisse nach Plänen von Holger Meyer Architekten
Der architektonische Entwurf stammt von Holger Meyer Architektur. Die Fassade entlang der Liebfrauenstraße wird in Pfosten-Riegel-Bauweise mit Holzelementen ausgeführt und setzt auf natürliche Materialien.
Im Innenraum profitieren künftige Büro-Mieter von effizienten Grundrissen und lichten Raumhöhen von bis zu 3,50 Metern. Insgesamt wird das Gebäude laut den Projektverantwortlichen als „sehr schadstoffarm“ geplant. Wie genau dies neben der Holzhybridbauweise umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
Thalia-Flagship-Store bringt Einzelhandel, Gastronomie und Events ins „ONE TWO ONE“
Als Retail-Ankermieter konnte Hines die Buchhandlung Thalia gewinnen. Auf rund 2.500 Quadratmetern Verkaufsfläche wird der neue Flagship-Store über zwei Etagen eingerichtet. Die Übergabe der Flächen an Thalia ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Nach Abschluss des Innenausbaus soll die offizielle Eröffnung im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen.
Das Konzept der Buchhandlung umfasst neben den Verkaufsflächen auch Aufenthaltsbereiche mit gastronomischem Angebot und Veranstaltungen und will damit das urbane Einkaufserlebnis an dieser prominenten Frankfurter Innenstadtlage stärken.

Die Baustelle des „One Two One“ ist aktuell von einer geschlossenen Blechabdeckung umgeben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: ONE TWO ONE, Deutsches Architekturforum, Skyline Atlas
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