Die Diskussion um Olympia in Berlin erhält eine neue Dimension. Denn parallel zu den olympischen Ambitionen werden nun auch Pläne für eine deutsche WM-Bewerbung konkreter. Für Berlin eröffnet das Chancen, aber auch Fragen nach Kapazitäten, Investitionen und langfristigen Prioritäten.

Olympia und Fußball-WM innerhalb weniger Jahre? Was derzeit noch nach Zukunftsmusik klingt, könnte für Berlin schon bald zu einer realen Perspektive werden. / © Visualisierung: Lindner Planungsbüro

© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Während in Berlin weiterhin über eine mögliche Bewerbung für Olympische Spiele diskutiert wird, rückt bereits das nächste sportliche Großereignis in den Fokus. Nach Medienberichten prüft der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine deutsche Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2038 oder 2042. Damit könnte auf die Hauptstadt schon bald eine weitere sportpolitische Debatte zukommen.

Für Berlin würde eine erfolgreiche WM-Bewerbung nahezu zwangsläufig eine zentrale Rolle bedeuten. Das Olympiastadion gehört zu den wichtigsten und traditionsreichsten Sportstätten Deutschlands und war bereits bei zahlreichen internationalen Großveranstaltungen Austragungsort von Endspielen und Turnieren. Bei einer künftigen Weltmeisterschaft dürfte Berlin also wie immer zu den wichtigsten Gastgeberstädten zählen.

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Olympia und WM: Große Chancen für Berlin, aber auch hohe Anforderungen

Die Diskussion erhält zusätzliche Brisanz durch die laufenden Olympia-Pläne. Der Berliner Senat hat zuletzt konkrete Visualisierungen einer möglichen Olympiabewerbung vorgestellt und dabei aufgezeigt, wie Wettkämpfe über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden könnten. Zahlreiche bestehende Sportstätten würden genutzt, zugleich wären Investitionen in Infrastruktur und Mobilität erforderlich.

Sollte Berlin tatsächlich Olympische Spiele ausrichten und wenige Jahre später zusätzlich Teil einer Fußball-Weltmeisterschaft werden, kämen auf die Stadt erhebliche organisatorische Anforderungen zu. Verkehrsnetze, Sicherheitskonzepte, Unterkünfte, Veranstaltungsflächen und öffentliche Infrastruktur müssten über einen langen Zeitraum hinweg den Anforderungen internationaler Großereignisse gerecht werden.

Internationale Beispiele zeigen die Möglichkeiten solcher Großprojekte

Gleichzeitig zeigen internationale Beispiele, dass eine solche Doppelrolle grundsätzlich realisierbar ist. Besonders häufig wird dabei auf Brasilien verwiesen, das 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft und nur zwei Jahre später die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro ausrichtete.

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Auch wenn beide Veranstaltungen von kontroversen Debatten über Kosten, Nachhaltigkeit und langfristige Nutzung begleitet wurden, gelang es dem Land, zwei der größten Sportereignisse der Welt innerhalb kurzer Zeit umzusetzen.

WM und Olympia in Berlin: Noch ist das Szenario eines Doppel-Events nur von theoretischer Natur

Für Berlin ist die Diskussion derzeit noch theoretischer Natur. Weder über eine Olympia-Ausrichtung noch über eine deutsche WM-Bewerbung wurde abschließend entschieden. Dennoch zeigt sich bereits heute, welche Dimensionen die sportlichen Ambitionen Deutschlands annehmen könnten, und welche Rolle die Hauptstadt dabei künftig spielen soll.

Sollte es tatsächlich zu beiden Bewerbungen kommen, würde Berlin vor einer der größten organisatorischen Herausforderungen seiner jüngeren Geschichte stehen. Die Berliner Wirtschaft jedoch würde sich die Hände reiben, genauso wie der Tourismusverband.

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Quellen: Kicker, DFB, Berliner Morgenpost, Focus Online

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