Berlin setzt in seiner Olympia-Bewerbung auf ein spektakuläres Konzept: Eine begehbare Rampe am Brandenburger Tor soll zum Symbol der Spiele werden. Hinter dem Konzept steht ein umfassender Ansatz, der die gesamte Stadt zur Bühne machen soll. Auf dem Tempelhofer Feld soll die Eröffnungsfeier inszeniert werden.

Berlin will Olympia neu denken, nicht nur über Sportstätten, sondern über die Stadt selbst. In der Berliner Waldbühne etwa sollen die Boxwettbewerbe durchgeführt werden. / © Visualisierung: ENTWICKLUNGSSTADT / Open AI (mit KI erstellt)

© Visualisierung Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / Open AI (mit KI erstellt, exemplarische Darstellung basierend auf einem Konzept von Kulturprojekte Berlin)

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Berlin treibt seine Bewerbung für Olympische Spiele weiter voran und setzt dabei offenbar gezielt auf ikonische Bilder und emotionale Inszenierungen. Im Zentrum steht eine Idee, die derzeit für Aufmerksamkeit sorgt: eine begehbare Rampe zum Brandenburger Tor.

Die Planungen sehen vor, das Wahrzeichen der Stadt temporär in ein spektakuläres Erlebnis für Besucherinnen und Besucher zu verwandeln. Damit würde Berlin nicht nur Sportstätten präsentieren, sondern gezielt auch seine bekanntesten Orte neu interpretieren.

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Begehbare Rampe am Brandenburger Tor als zentrales Symbol der Berliner Olympia-Bewerbung

Kern des Konzepts ist eine geschwungene Fußgängerbrücke, die direkt auf das Brandenburger Tor führt und es erstmals auf dieser Höhe erlebbar machen soll. Besucherinnen und Besucher könnten so auf Augenhöhe mit der Quadriga über das Bauwerk laufen und neue Perspektiven über den Tiergarten und die Stadt genießen.

Die Idee gilt als eines der zentralen Elemente der Bewerbung und soll vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner offiziell vorgestellt werden. Entwickelt wurde das Konzept vom Unternehmen Kulturprojekte Berlin, das für die inhaltliche und visuelle Ausgestaltung verantwortlich sein soll. Zuerst hatten BILD und B.Z. über das Konzept berichtet.

Olympia als urbane Inszenierung: Stadt wird zur Bühne

Die Brücke ist Teil eines größeren Ansatzes, bei dem Berlin selbst zur Bühne der Spiele werden soll. Statt ausschließlich auf klassische Sportinfrastruktur zu setzen, rückt die Stadt ihre historischen Orte und öffentlichen Räume stärker in den Fokus.

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Geplant ist unter anderem ein verbindender „Olympischer Weg“, der verschiedene Orte miteinander verknüpft und die Spiele in den Stadtraum integriert. Ergänzt wird dies durch temporäre Installationen und visuelle Eingriffe, die das Stadtbild während der Spiele prägen sollen.

Das Tempelhofer Feld als Bühne für die Olympia-Eröffnungsfeier? So stellt es sich jedenfalls der Berliner Senat vor und will es als Teil des Bewerbungskonzepts beim DOSB einreichen. / © Visualisierung: ENTWICKLUNGSSTADT / Open AI (mit KI erstellt)

Olympia in Berlin: Auf dem Tempelhofer Feld soll die Eröffnungsfeier inszeniert werden

Eine zentrale Rolle im Konzept spielt auch das Tempelhofer Feld. Hier ist nach den aktuellen Planungen die Eröffnungsfeier der Spiele vorgesehen, bewusst an einem Ort mit hoher symbolischer Bedeutung für die Geschichte Berlins.

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Darüber hinaus soll das weitläufige Areal selbst Teil der Inszenierung während der mehrere Wochen andauernden Spiele werden. Geplant ist unter anderem eine groß dimensionierte Zuschauerarchitektur in Form einer temporären „Pyramide“, die tausenden Besuchern Platz bieten und gleichzeitig als visuelles Leitmotiv fungieren soll.

Olympische Ringe am Fernsehturm und in der gesamten Stadt verteilt

Parallel dazu setzt das Konzept stark auf visuelle Eingriffe im Stadtraum. So sollen überdimensionale olympische Ringe an zahlreichen Orten installiert werden; auf Brücken, entlang von Verkehrsachsen und sogar auf dem Wasser.

Ein besonders prägnantes Element ist die geplante Inszenierung des Fernsehturms, dessen Schaft mit den olympischen Ringen versehen werden soll und so schon aus großer Entfernung sichtbar wäre. Auch andere Wahrzeichen wie die „Molecule Men“ in der Spree oder zentrale Infrastrukturen wie der Flughafen BER oder historische Bahnbrücken sollen in dieses visuelle Konzept eingebunden werden.

Digitale Kampagne „Berlin gewinnt“ zeigt mögliche Spielstätten

Parallel dazu läuft nun endlich auch die kommunikative Begleitung der Bewerbung. Auf dem offiziellen Instagram-Account „Berlin gewinnt“ werden nach und nach mögliche Austragungsorte präsentiert.

Dazu zählen unter anderem die Waldbühne im Westend, die Max-Schmeling-Halle sowie das Velodrom in Prenzlauer Berg, der Mellow Park in Köpenick, der Kienbergpark in Marzahn oder die East Side Gallery zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Hochwertige Fotos und Drohnenaufnahmen inszenieren diese Orte als Teil eines zukünftigen olympischen Stadtbildes.

Entscheidung über deutsche Bewerbung steht noch aus

Ob Berlin mit diesem Konzept tatsächlich ins internationale Rennen um die Austragung geht, ist derzeit noch offen. Die Entscheidung darüber, welche deutsche Stadt kandidiert, wird in den kommenden Monaten erwartet.

Klar ist jedoch schon jetzt, dass Berlin mit einer Kombination aus Architektur, Inszenierung und digitaler Kommunikation versucht, sich als moderne und international anschlussfähige Olympia-Metropole zu positionieren. Vorbild des Konzepts ist ganz offenbar die sehr positiv aufgenommene Durchführung der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.

Quellen: Kulturprojekte Berlin, BILD, B.Z.

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6 Kommentare

  1. a.t. 4. Mai 2026 at 17:47 - Reply

    „Olympia in Berlin: Auf dem Tempelhofer Feld soll die Eröffnungsfeier inszeniert werden“… Ab dieser Überschrift habe ich aufgehört zu lesen… Aber egal, das Rennen macht ohnehin HH.

  2. Martina 4. Mai 2026 at 22:52 - Reply

    Könnte sich Berlin bitte von allen Olympiaden mit ..30 bis …49 einfach fern halten?
    Der Beigeschmack ist übel.

  3. Dieter Neudeck 5. Mai 2026 at 14:31 - Reply

    Man sollte wissen,worin man gut ist und was man kann, aber noch viel mehr, was man nicht kann und wovon man lieber die Finger lässt.Das gilt für feden Einzelnen genauso wie fpr eine Gemeinschaft ob eine Stadt oder ein Land.

    Angesichts der Tatsache dass man innerhalb von zehn Jahren es nicht geschafft hat zwei Stationen Sbahn vom Hbf zu Gesundbrunnen zu bauen, für drei Kilometer Autobahn 15 Jahre braucht, für die BER-Hbf Verbindung über 20 Jahre weil alle klagen bis zur letzten Instanz, ob Wutbürger, Naturschutzbund, Linke, Rechte, Bezirke ewig schachern und erpressen, was die davon haben, die Linke die Stadt systematisch verzwergen will und nicht dem bösen Kapital, das Bild über die Eröffnungsfeier auf dem Tempelhofer Feld jedem Afd’ler einen heiligen Schauer über den Rücken laufen lässt (mit Riefenststahl Lichtsäulen der Olympischen Ringe in den Himmel bitte ) mit endlich sind wir wieder wer Gefühlen, der zu erwarteten Missionierung der linken Stadtgesellschaft die Eröffnungs und Schlussfeier der ganzen Welt ihre politischen Botschaften von Frauen, noch mehr Frauen, Pollern, Enteignung, Gleicheit noch mehr Gleichheit, dabeisein ist alles, gewinnen ist böse, DDR war wunderbar, der ganzen Welt einzutrichtern tja dann denke ich, sollte man es bleiben lassen.
    Paris 2024 war gantastischt, aber etwas, was wir in Deutschland und noch viel weniger in Berlin fähig sind zu tun.
    Wir kriegen das baulich nicht gebacken, haben, weder die Leichtigkeit noch den Esprit der Franzosen.
    Das ist alles deprinierend, sber besser als ein Desaster was eine Ausrichtung zwangsläufig ergeben würde.

  4. Böhme 5. Mai 2026 at 14:47 - Reply

    Allein die Idee einer Rampe entlang der Straße des 17. Juni über das Brandenburger Tor ist derart abstrus … Was das, was hat das mit Olympia zu tun.

    Und in welchen Bauten auf dem Tempelhofer Feld soll die Eröffnungsfeier stattfinden. Sollen dort – kostenträchtig und sinnlos – temporäre Bauten für zehntausende von Besuchern errichtet und dann abgerissen werden? Oder will man „hinten rum“ den Volksentscheid gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes kippen?

    Berlin ist hochverschuldet, für die Austragungsorte haben sich die Olympischen Spiele die letzten Jahrzehnte nicht gerechnet, das würde in Berlin nicht anders sein.

    Berlin soll sich erst einmal auf die laufenden Projekte zur Stadtsanierung konzentrieren, da ist mehr als genug zu tun. Und für eine Olympiade müsste die Stadt erst einmal deutlich sauberer werden. Die Berliner Politik sollte mal darüber nachdenken, weshalb die Touristenzahlen zurückgehen!

  5. Peter K. 5. Mai 2026 at 15:10 - Reply

    Sehr cool, gefällt mir.

  6. LunaSioux 6. Mai 2026 at 13:16 - Reply

    Ich kann mir Berlin da sehr gut vorstellen. Ich denke als Hauptstadt wäre es eh gut, sie auszutragen, die Sportinfrastruktur in Berlin ist ziemlich ausgeprägt, das Meiste wäre ja auch nur in Berlin, was sicherlich Vorteile gegenüber dem Konzept in NRW hätte.

    Dazu kann man es natürlich auch super inszenieren. Berlin ist eine historisch unglaublich wichtige Stadt, natürlich mit viele grauenhaften Dingen, inklusive der Propagandaspiele, aber auch ein Symbol dass Getrenntes wiedervereint werden kann.

    Mir wäre enorm wichtig, dass Berlin das aber auch sehr verantwortungsbewusst für unsere Geschichte tut. Gerade die Olympischen Spiele 1936 sind ja nunmal etwas, das man da ganz bewusst auch in dem Konzept berücksichtigen muss. Bspw. indem man begleitend zu den Spielen Informationszentren schafft, wo man diese Spiele aufarbeitet, die auch präsent sein müssen, damit das eben nicht unter den Tisch fällt. Da ist halt die Frage wie man das auch im Sinne der Opfer und ihrer Nachkommen regelt. Ich denke da wäre es, wenn es gewünscht ist, sehr klug, das in Zusammenarbeit zu machen und bspw. auch die Frage zu klären, ob eine mögliche Austragung 2036 100 Jahre nach den Propagandaspielen möglicherweise bewusst gewählt werden könnte, um an den 100. Jahrestag dieser faschistischen Spiele ein gegenteiliges Zeichen zu setzen oder die Nachkommen das nicht möchten. Da kann man ja unterschiedliche Ansichten haben und ich halte es da für das Klügste, die Betroffenen bzw. ihre Nachkommen entscheiden zu lassen. In keinem Fall wäre es akzeptabel, die letzten Spiele in dieser Stadt zu ignorieren. Ich halte da mindestens ein respektvolles Gedenken im Rahmen der Eröffnungsfeier für notwendig.

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