Berlins Olympia-Kuratorium zieht vor der finalen DOSB-Entscheidung Bilanz. Am 26. September wird bekannt gegeben, wer für Deutschland ins Rennen geht.

Olympiastadion Berlin
Im Olympiastadion Berlin sind bei BERLIN+ die Leichtathletik-Wettbewerbe vorgesehen.
Olympiapark Berlin
Im Olympiapark Berlin sind bei BERLIN+ Bogenschießen und Moderner Fünfkampf vorgesehen.
Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark
Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark soll bei BERLIN+ für Kunstschwimmen, Wasserspringen und Wasserball genutzt werden.
Sportforum Berlin
Im Sportforum Berlin in Hohenschönhausen sind bei BERLIN+ Schwimmwettbewerbe vorgesehen.
Regattastrecke Grünau
Auf der historischen Regattastrecke Grünau soll bei BERLIN+ das Freiwasserschwimmen stattfinden.
Messe Berlin
Die Messe Berlin soll bei BERLIN+ unter anderem Badminton, Rhythmische Sportgymnastik, Tischtennis, Taekwondo und Gewichtheben aufnehmen.
Max-Schmeling-Halle
In der Max-Schmeling-Halle sind bei BERLIN+ Wettbewerbe im Basketball, Handball und Volleyball vorgesehen.
Uber Arena Berlin
Die Uber Arena soll bei BERLIN+ für Basketball-Finalspiele sowie Gerätturnen und Trampolinturnen genutzt werden.
Stadion An der Alten Försterei
Das Stadion An der Alten Försterei ist im BERLIN+-Konzept als Wettkampfstätte für Hockey vorgesehen.
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark sollen bei BERLIN+ die Rugby-Wettbewerbe stattfinden.
Tempelhofer Feld und ehemaliger Flughafen Tempelhof
Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof sind bei BERLIN+ unter anderem 3x3-Basketball, Boxen, Schießen, BMX-Freestyle, Sportklettern und Skateboarding vorgesehen.
Arkenberge
Das Gelände der Arkenberge im Berliner Norden ist bei BERLIN+ als Austragungsort für Mountainbike vorgesehen.
Mellowpark
Der Mellowpark in Oberschöneweide ist im BERLIN+-Konzept als Standort für BMX-Racing vorgesehen.
TC 1899 Blau-Weiss Berlin
Auch die Tennisanlage des TC 1899 Blau-Weiss in Grunewald ist Teil des BERLIN+-Konzepts für die olympischen Tenniswettbewerbe.
Wannsee
Am Wannsee sollen bei BERLIN+ der Triathlon starten und Wettbewerbe im Coastal Rowing stattfinden.
Brandenburger Tor
Am Brandenburger Tor sieht das BERLIN+-Konzept einen besonderen innerstädtischen Austragungsort für Volleyball vor.
Mommsenstadion
Das Mommsenstadion ist im BERLIN+-Konzept als Austragungsort für Flag Football vorgesehen.

© Titelbild: LYS Architekturvisualisierung / Ingo Erik Moltzen

 

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Berlins Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele nähert sich einem entscheidenden Termin. Nach Monaten mit Konzeptarbeit, Bürgerbeteiligung und politischen Beschlüssen liegt die Entscheidung nun beim Deutschen Olympischen Sportbund. Kurz davor hat das Kuratorium der Bewerbung noch einmal Bilanz gezogen.

  • Bewerbung: BERLIN+
  • Partnerländer: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen
  • Mögliche Austragungsjahre: 2036, 2040 oder 2044
  • Projektstatus: Nationales Auswahlverfahren läuft
  • Konkurrenten: München und KölnRheinRuhr
  • Nächster Termin: DOSB-Entscheidung am 26. September 2026
Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin rund um die Siegessäule aussehen könnte.

Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin rund um die Siegessäule aussehen könnte. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin

Knapp drei Wochen vor der Abstimmung des DOSB kam das Kuratorium am 7. September zu seiner fünften Sitzung zusammen. Das Gremium begleitet die Berliner Bewerbung seit seiner Gründung im Dezember 2025. Vertreten sind unterschiedliche Bereiche aus Sport, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Bei der jüngsten Sitzung ging es nicht mehr um grundlegende Änderungen des Konzepts, sondern vor allem um die bisherige Arbeit und den Ablauf der anstehenden Entscheidung.

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Das Bewerbungsteam informierte die Mitglieder zudem über die Bewertung durch den DOSB und darüber, was nach dem 26. September folgen könnte. Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand verwies dabei unter anderem auf die Einbindung des Profi- und Breitensports sowie auf Besuche in allen zwölf Berliner Bezirken. Sportsenatorin Iris Spranger hob ebenfalls hervor, dass neben Verbänden und Fachleuten auch die Bezirke und die Bevölkerung beteiligt wurden.

Die Visualisierung zeigt, wie das Brandenburger Tor im offiziellen Olympia-Konzept für Berlin genutzt werden soll.

Die Visualisierung zeigt, wie das Brandenburger Tor im offiziellen Olympia-Konzept für Berlin genutzt werden soll. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin

Berlins Olympia-Bewerbung konkurriert mit München und KölnRheinRuhr

Im nationalen Wettbewerb hat sich das Feld inzwischen verkleinert. Berlin tritt noch gegen München und KölnRheinRuhr an. Hamburg schied nach einem negativen Referendum Ende Mai aus. Die drei verbliebenen Bewerber reichten Anfang Juni ihre finalen Konzepte beim DOSB ein. München und KölnRheinRuhr stützen ihre Bewerbungen auf positive Bürgerentscheide. In Berlin entschied sich dagegen das Abgeordnetenhaus mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für die Bewerbung.

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Berlin setzt bei den möglichen Sportstätten für Olympische Spiele stark auf den Bestand. Nach Angaben des Senats sind 97 Prozent der vorgesehenen Sportstätten bereits vorhanden. Trotzdem hängen einzelne größere Vorhaben mit der Bewerbung zusammen. Dazu gehört etwa die geplante Modernisierung des historischen Olympiabads in Charlottenburg-Wilmersdorf. Für das Sommerbad liegt ein Konzept mit zehn Schwimmbahnen, erneuerten Tribünen und einer neuen Dachkonstruktion vor.

Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnte.

Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnte. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin

DOSB bewertet fünf Bereiche der deutschen Olympia-Konzepte

Der DOSB hat für seine Auswahl eine Bewertungsmatrix entwickelt. Dabei geht es unter anderem um internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz, sportfachliche und operative Eignung, Vision und langfristige Wirkung sowie Kosten und Finanzierung. Eine Evaluierungskommission prüft die Ergebnisse und kann vor der Abstimmung eine Empfehlung abgeben.

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Stimmberechtigt sind bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden die 42 olympischen Spitzenverbände mit jeweils drei Stimmen. Hinzu kommen acht persönliche Mitglieder und die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums mit jeweils einer Stimme. Damit fällt am 26. September eine nationale Vorentscheidung. Ein Zuschlag für Olympische Spiele ist damit aber noch nicht verbunden.

 

Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), meinBerlin

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