Berlins Olympia-Kuratorium zieht vor der finalen DOSB-Entscheidung Bilanz. Am 26. September wird bekannt gegeben, wer für Deutschland ins Rennen geht.
Olympiastadion Berlin
Olympiapark Berlin
Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark
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Regattastrecke Grünau
Messe Berlin
Max-Schmeling-Halle
Uber Arena Berlin
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Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Tempelhofer Feld und ehemaliger Flughafen Tempelhof
Arkenberge
Mellowpark
TC 1899 Blau-Weiss Berlin
Wannsee
Brandenburger Tor
Mommsenstadion
© Titelbild: LYS Architekturvisualisierung / Ingo Erik Moltzen
Berlins Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele nähert sich einem entscheidenden Termin. Nach Monaten mit Konzeptarbeit, Bürgerbeteiligung und politischen Beschlüssen liegt die Entscheidung nun beim Deutschen Olympischen Sportbund. Kurz davor hat das Kuratorium der Bewerbung noch einmal Bilanz gezogen.
- Bewerbung: BERLIN+
- Partnerländer: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen
- Mögliche Austragungsjahre: 2036, 2040 oder 2044
- Projektstatus: Nationales Auswahlverfahren läuft
- Konkurrenten: München und KölnRheinRuhr
- Nächster Termin: DOSB-Entscheidung am 26. September 2026

Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin rund um die Siegessäule aussehen könnte. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin
Knapp drei Wochen vor der Abstimmung des DOSB kam das Kuratorium am 7. September zu seiner fünften Sitzung zusammen. Das Gremium begleitet die Berliner Bewerbung seit seiner Gründung im Dezember 2025. Vertreten sind unterschiedliche Bereiche aus Sport, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Bei der jüngsten Sitzung ging es nicht mehr um grundlegende Änderungen des Konzepts, sondern vor allem um die bisherige Arbeit und den Ablauf der anstehenden Entscheidung.
Das Bewerbungsteam informierte die Mitglieder zudem über die Bewertung durch den DOSB und darüber, was nach dem 26. September folgen könnte. Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand verwies dabei unter anderem auf die Einbindung des Profi- und Breitensports sowie auf Besuche in allen zwölf Berliner Bezirken. Sportsenatorin Iris Spranger hob ebenfalls hervor, dass neben Verbänden und Fachleuten auch die Bezirke und die Bevölkerung beteiligt wurden.

Die Visualisierung zeigt, wie das Brandenburger Tor im offiziellen Olympia-Konzept für Berlin genutzt werden soll. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin
Berlins Olympia-Bewerbung konkurriert mit München und KölnRheinRuhr
Im nationalen Wettbewerb hat sich das Feld inzwischen verkleinert. Berlin tritt noch gegen München und KölnRheinRuhr an. Hamburg schied nach einem negativen Referendum Ende Mai aus. Die drei verbliebenen Bewerber reichten Anfang Juni ihre finalen Konzepte beim DOSB ein. München und KölnRheinRuhr stützen ihre Bewerbungen auf positive Bürgerentscheide. In Berlin entschied sich dagegen das Abgeordnetenhaus mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für die Bewerbung.
Berlin setzt bei den möglichen Sportstätten für Olympische Spiele stark auf den Bestand. Nach Angaben des Senats sind 97 Prozent der vorgesehenen Sportstätten bereits vorhanden. Trotzdem hängen einzelne größere Vorhaben mit der Bewerbung zusammen. Dazu gehört etwa die geplante Modernisierung des historischen Olympiabads in Charlottenburg-Wilmersdorf. Für das Sommerbad liegt ein Konzept mit zehn Schwimmbahnen, erneuerten Tribünen und einer neuen Dachkonstruktion vor.

Die Visualisierung zeigt, wie es bei den Olympischen Spielen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnte. / © Visualisierung: Kulturprojekte Berlin
DOSB bewertet fünf Bereiche der deutschen Olympia-Konzepte
Der DOSB hat für seine Auswahl eine Bewertungsmatrix entwickelt. Dabei geht es unter anderem um internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz, sportfachliche und operative Eignung, Vision und langfristige Wirkung sowie Kosten und Finanzierung. Eine Evaluierungskommission prüft die Ergebnisse und kann vor der Abstimmung eine Empfehlung abgeben.
Stimmberechtigt sind bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden die 42 olympischen Spitzenverbände mit jeweils drei Stimmen. Hinzu kommen acht persönliche Mitglieder und die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums mit jeweils einer Stimme. Damit fällt am 26. September eine nationale Vorentscheidung. Ein Zuschlag für Olympische Spiele ist damit aber noch nicht verbunden.
Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), meinBerlin
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