Der Streit um die geplante Umgestaltung der Ollenhauerstraße in Reinickendorf geht weiter. Nach Protesten vor dem Rathaus und anhaltender Kritik an den geplanten Baumfällungen steht die Frage im Raum, ob die bisherigen Pläne noch einmal überprüft werden.

Blick auf die Ollenhauerstraße in Reinickendorf mit zahlreichen Straßenbäumen am Fahrbahnrand.

Entlang der Ollenhauerstraße stehen zahlreiche ältere Straßenbäume, deren Erhalt ein zentraler Punkt der Proteste ist. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Die Ollenhauerstraße bleibt ein umstrittenes Verkehrsprojekt in Reinickendorf. Seit Monaten sorgen die Pläne für Diskussionen: Während der Bezirk die geplante Umgestaltung mit einer Verbesserung des Radverkehrs und einer Sanierung der Straße begründet, kritisieren Initiativen vor allem die geplante Fällung von 116 Straßenbäumen.

Zuletzt wurde der Konflikt erneut öffentlich ausgetragen. Das Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf und die Initiative Ollenhauerstraße protestierten vor dem Rathaus gegen die aktuelle Planung. Auch in der Bezirksverordnetenversammlung wurden Fragen zum weiteren Vorgehen gestellt.

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  • Bezirk: Reinickendorf
  • Adresse: Ollenhauerstraße, 13403 Berlin
  • Vorhaben: Grundhafte Sanierung und Umgestaltung der Ollenhauerstraße mit neuem Hochbord-Radweg
  • Kritik: 116 Baumfällungen, mangelnde Verkehrssicherheit, hohe Kosten
  • Start der Fällungen: voraussichtlich 1. Oktober 2026,
  • Geplanter Beginn der Baumaßnahmen: 1. Quartal 2027

Ollenhauerstraße in Reinickendorf: Umbau soll ab 2027 starten

Die Planungen sehen eine umfassende Erneuerung der Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße vor. Vorgesehen ist unter anderem ein neuer Hochbord-Radweg. Nach Angaben der Kritiker würde dieser jedoch den Platz der bestehenden Bäume benötigen.

Die Initiative fordert deshalb einen Planungsstopp und verweist auf Alternativen, bei denen der bestehende Radfahrstreifen und die Bäume erhalten bleiben könnten. Das Bezirksamt hält die beschlossene Variante dagegen für notwendig, um die Vorgaben des Berliner Mobilitätsgesetzes umzusetzen.

Straßenschild Ollenhauerstraße/Reinickes Hof in Berlin-Reinickendorf.

Die Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße soll ab 2027 umfassend erneuert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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116 Bäume vor dem Aus: Streit um Kosten und Klimaschutz

Auch die Kosten sind Teil der Debatte. Ursprünglich wurden rund 14,5 Millionen Euro genannt, später war im Umfeld der Proteste von bis zu 20 Millionen Euro die Rede. Die unterschiedlichen Angaben sorgen für Kritik an der Transparenz des Projekts.

Die Gegner der Planung argumentieren außerdem mit der Bedeutung der bestehenden Bäume für den Hitzeschutz. Ersatzpflanzungen könnten die Wirkung der heutigen Bäume erst nach Jahrzehnten erreichen. Eine Petition gegen die aktuellen Pläne hat nach Angaben der Initiatoren inzwischen mehr als 4.500 Unterschriften gesammelt.

Ob die Planung vor dem geplanten Baubeginn 2027 noch einmal angepasst wird, ist derzeit offen. Die Ollenhauerstraße bleibt damit ein zentraler Streitpunkt der Verkehrspolitik in Reinickendorf.

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Ollenhauerstraße

 Quellen: Bezirksamt Reinickendorf, Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf, Der Tagesspiegel, OpenPetition

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2 Kommentare

  1. Mladii 25. Juli 2026 at 20:59 - Reply

    Warum ist eigentlich der Umbau nur bis zur Kögelstr. geplant und nicht bis zum Kurt Schumacher Platz?

  2. Bernhard Jelinski 9. August 2026 at 13:29 - Reply

    In der Zeit wo unsere Innenstädte so überhitzen 114 Bäume fällen sollte unbedingt verhindert werden. Ich hoffe die anstehende Wahl in Berlin wird diesen Wahnsinn verhindern können.

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