In Reinickendorf sind die Planungen für neue Fahrradstellplätze an neun ÖPNV‑Stationen abgeschlossen. Noch im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten, nachdem die ersten Ausschreibungen veröffentlicht wurden. Für freie und gesicherte Abstellmöglichkeiten wird nun sukzessive Raum geschaffen.

Neue freie und gesicherte Fahrradstellplätze werden im Bezirk unter anderem am U‑Bahnhof Borsigwerke sowie am Rathaus Reinickendorf entstehen. Ähnliche Stationen befinden sich bereits an anderen Standorten in der Hauptstadt. / © Foto: infraVelo, Jan Pauls
© Fotos: Wikimedia Commons, A.Savin
In Reinickendorf sind die Vorbereitungen für den Neubau von Fahrradstellplätzen an neun stationären Haltepunkten des öffentlichen Nahverkehrs abgeschlossen worden. Die zuständige Projektgesellschaft hat nach Angaben von infraVelo die Bauleistungen für die ersten drei Standorte – U‑Bahnhof Borsigwerke, S‑Bahn‑Station Schulzendorf und S‑Bahnhof Waidmannslust – ausgeschrieben. Weitere Ausschreibungen sollen im Laufe des ersten Halbjahrs 2026 folgen.
Insgesamt sollen an diesen Bahnhöfen sowohl gesicherte Abstellplätze in Sammelschließanlagen als auch freie Bügelstellplätze entstehen. Für die drei bereits ausgeschriebenen Anlagen sind 52 gesicherte und 62 freie Stellplätze geplant. Ergänzend werden über das Jahr weitere Flächen an sechs weiteren Stationen ausgebaut, sodass sich gesamt 132 gesicherte und 156 freie Stellplätze ergeben.
Mehr Abstellanlagen für Fahrräder: Flächenknappheit bleibt berlinweite Herausforderung
Die Suche nach geeigneten Flächen für neue Abstellanlagen gestaltet sich in Städten wie Berlin nicht einfach: In der dicht bebauten Umgebung von ÖPNV‑Haltestellen sind nutzbare Flächen rar und unterliegen verschiedenen städtebaulichen, denkmal‑ sowie umweltrechtlichen Vorgaben. Nicht jede freie Fläche kann demnach für Fahrradinfrastruktur genutzt werden.
Trotz dieser Einschränkungen betonen Beteiligte, dass in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und dem Bezirk Reinickendorf geeignete Standorte identifiziert wurden. Bereits im Vorjahr war am S‑Bahnhof Hermsdorf eine gesicherte Anlage im Rahmen der sogenannten Bike+Ride‑Offensive realisiert worden.
Fahrrad gesichert Parken via App: So funktionieren Zugang und Nutzung
Die gesicherten Stellplätze werden über ein digitales Zugangssystem betrieben, das per App gesteuert wird. Nutzerinnen und Nutzer können sich registrieren und ihre Fahrräder rund um die Uhr abstellen. Für Kurzparker ist eine Nutzung bis zu 24 Stunden kostenfrei, darüber hinausgehende Zeiträume werden in einem gestaffelten Modell berechnet.
Mit dem sukzessiven Ausbau soll in Reinickendorf die Kombination von Fahrrad und ÖPNV attraktiver werden – ein Aspekt, der auch vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach Radabstellplätzen an Bahnhöfen Bestandteil umfassender Infrastrukturplanungen in Berlin ist.
U-Bahnhof Borsigwerke
S-Bahnhof Schulzendorf
S-Bahnhof Waidmannslust
Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik
Otisstraße
Paracelsus-Bad
Rathaus Reinickendorf
Residenzstraße
Scharnweberstraße
Quellen: infraVelo GmbH, Deutsche Bahn
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