Berlin hat 2025 knapp 347 Millionen Euro für die Sanierung öffentlicher Gebäude ausgegeben. Doch das Geld reicht bei Weitem nicht aus.
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Berlin hat im Jahr 2025 rund 347 Millionen Euro in die Sanierung öffentlicher Gebäude gesteckt. Das Geld floss über das Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin. Die Summe wirkt hoch, steht aber einem Sanierungsstau von rund 5,5 Milliarden Euro gegenüber.
Das geht aus einer Mitteilung der Senatskanzlei hervor. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) verwaltet das Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin und setzte die Mittel ein. Die BIM erfasst neben dem allgemeinen Gebäudebestand auch Gerichte, Schulen, Polizei- und Feuerwehrgebäude, Kultureinrichtungen, Justizvollzugsanstalten und Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen. Insgesamt ging es 2025 um eine zu sanierende Bruttogrundfläche von rund 5,3 Millionen Quadratmetern.
Welche Gebäude in Berlin bei der Sanierung im Fokus stehen
Rund 347 Millionen Euro wurden für Sanierungen öffentlicher Gebäude im vergangenen Jahr ausgegeben. Was nach sehr viel Geld klingt, ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der gesamte Sanierungsstau liegt bei rund 5,5 Milliarden Euro. Damit decken die Ausgaben rechnerisch etwa 6,3 Prozent des gesamten Sanierungsstaus ab. Beim Kernsanierungsstau von rund 3,3 Milliarden Euro entspricht die Summe etwa 10,5 Prozent.
Die BIM nutzt deshalb einen Gebäudescan, um den Sanierungsbedarf zu ordnen. Dabei teilt sie Maßnahmen in vier Prioritäten ein. Priorität 1 betrifft Arbeiten, die unmittelbar nötig sind, damit Gebäude weiter vermietbar bleiben. Priorität 2 umfasst Maßnahmen, die gesetzliche und normative Vorgaben sichern. Diese beiden Stufen bilden den Kernsanierungsstau.
Priorität 3 und 4 betreffen den erweiterten Sanierungsstau. Sie dienen dem Funktionserhalt und der Beseitigung sichtbarer Mängel. Damit umfasst die Sanierung in Berlin sowohl dringende sicherheits- und nutzungsrelevante Arbeiten als auch Maßnahmen, die den Zustand öffentlicher Gebäude langfristig stabilisieren sollen.
Warum der Sanierungsstau trotz 347 Mio. Euro hoch bleibt
Aber warum bekommt Berlin den Sanierungsstau nicht in den Griff? Die Senatskanzlei verweist auf stark gestiegene Baupreise in den vergangenen Jahren als Folge der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und andere Krisen. Diese Entwicklung erhöht die Kosten und erschwert den Abbau des Sanierungsstaus.
Die Finanzierung der Instandsetzung und Bauunterhaltung erfolgt grundsätzlich aus Mieteinnahmen. Zusätzlich können Rücklagen gebildet und dem Sondervermögen zugeführt werden. Über Angemessenheit und Höhe entscheidet der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses.
Quelle: Senatskanzlei
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