In Oberschöneweide wächst ein weiteres Projekt für die Kreativwirtschaft heran. An den Reinbeckhallen soll ein neues Gründerzentrum entstehen, das den Standort langfristig ergänzt. Nun wird vor Ort sichtbar, wie konkret die Planungen geworden sind.

Direkt am Spreeufer entsteht bis 2027 ein Neubau für die Kreativwirtschaft. Vor Ort lässt sich bereits gut erkennen, wie weit die Bauarbeiten vorangeschritten sind. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Oberschöneweide entwickelt sich seit Jahren zu einem der wichtigsten Standorte für Technologie, Wissenschaft und Kreativwirtschaft im Berliner Südosten. Zwischen denkmalgeschützten Industriebauten, Hochschulcampus und neuen Gewerbeflächen entstehen zunehmend Räume für junge Unternehmen und innovative Arbeitsformen.
In dieses Umfeld fügt sich auch ein weiteres Vorhaben ein: der Neubau eines Gründerzentrums für Kreativwirtschaft an den Reinbeckhallen. Entstehen soll ein Erweiterungsbau, der zusätzliche Flächen für Start-ups, kleinere Unternehmen und kreative Produktionen schaffen soll.
Kreativwirtschaft in Schöneweide: Erweiterungsbau für einen gewachsenen Standort
Das Vorhaben knüpft an bestehende Strukturen vor Ort an. Mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) und dem Technologie- und Gründerzentrum Schöneweide (TGS) verfügt der Stadtteil bereits über zentrale Einrichtungen, die Gründungen und technologieorientierte Entwicklungen fördern. Das neue Zentrum soll diese Angebote ergänzen und insbesondere der Kreativwirtschaft zusätzliche, bezahlbare Arbeitsräume bieten.
Geplant sind flexible Studios und Arbeitsflächen, die sich an den Bedürfnissen kleiner Unternehmen und junger Gründungen orientieren. Auf rund 3.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstehen insgesamt 22 Einheiten in unterschiedlichen Größen, ergänzt durch Gemeinschaftseinrichtungen, ein zentrales Foyer sowie eine kleine Kantine. Durch die direkte Anbindung an die Reinbeckhallen erhalten die künftigen Mieterinnen und Mieter zudem Zugang zu bestehenden Werkstätten, einem Druckzentrum sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen.
Gründerzentrum an den Rheinbeckhallen: Baufortschritt inzwischen klar erkennbar
Wie sich vor Ort unschwer erkennen lässt, ist der Neubau inzwischen weit fortgeschritten. Der Rohbau steht bereits und lässt die Dimensionen des Gebäudes gut erkennen. Auch die markante Dachstruktur, die dem Entwurf eine eigene architektonische Handschrift verleiht, ist inzwischen klar ablesbar.
Mit diesem Baufortschritt wird zunehmend sichtbar, welche Rolle das Gebäude künftig am Spreeufer einnehmen könnte. Durch seine Lage direkt am Wasser und die Nähe zu den Reinbeckhallen dürfte es das Erscheinungsbild des Ufers mitprägen und sich in die gewachsene Mischung aus Industriearchitektur und neuen Nutzungen einfügen.
Neue Flächen für Start-ups und kreative Produktionen im Berliner Südosten: Geplante Fertigstellung 2027
Neben der Nutzung steht auch die Bauweise im Fokus. Vorgesehen ist ein nachhaltiges Konzept mit besonderem Augenmerk auf Energieeffizienz. Ergänzend sollen Grünflächen integriert werden, die den Übergang zum öffentlichen Raum und zum Wasser stärken. Die Fertigstellung ist aktuell für 2027 vorgesehen.
Ein Teil der Finanzierung erfolgt über Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), mit denen gezielt wirtschaftliche Impulse in der Region gesetzt werden sollen. Bauherrin ist die Stiftung Reinbeckhallen | Sammlung für Gegenwartskunst, die das Projekt gemeinsam mit einer Architektengemeinschaft entwickelt hat.
Reinbeckstraße 27
Quellen: Schüßler-Plan, Zukunftsorte Berlin, Kreativkultur Berlin, Business Location Center, Der Tagesspiegel, PICHLER Ingenieure GmbH, Stiftung Rheinbeckhallen
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