In der Berliner Europacity beginnt die Vermarktung des Projekts „Nordhafen Living & Office“. Das Ensemble nahe dem Hauptbahnhof verbindet Wohnen, Büros und Einzelhandel und soll bis 2027 fertiggestellt werden.

Die Visualisierung zeigt, wie das Mixed-Use-Projekt „Nordhafen Living“ in der Europacity künftig aussehen soll. / © Visualisierung: JTRE Germany
© Fotos: JTRE Germany
Mit dem Vermarktungsstart von „Nordhafen Living & Office“ erreicht eines der größeren Neubauvorhaben der Berliner Europacity die nächste Entwicklungsphase. Das gemischt genutzte Ensemble entsteht in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof und soll künftig Wohnen, Arbeiten sowie Einzelhandel und Gastronomie miteinander verbinden. Für die Vermietung der rund 7.500 Quadratmeter Büroflächen wurde das Immobilienunternehmen Newmark beauftragt.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Lage: Heidestraße / Nordhafen, nahe Berlin Hauptbahnhof
- Nutzung: Mixed-Use-Ensemble mit rund 150 Mietwohnungen, ca. 7.500 qm Büroflächen, Einzelhandel, Gastronomie
- Bauzeit: Grundsteinlegung 2024, Fertigstellung für Frühjahr 2027 geplant
Das Projekt umfasst insgesamt rund 33.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Etwa die Hälfte davon ist für Wohnungen vorgesehen, ergänzt durch Büroflächen und publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss. Nach Angaben des Entwicklers sollen rund 150 Mietwohnungen entstehen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
„Nordhafen Living & Office“: Flexible Büroflächen in Wasserlage
Die Büroflächen verteilen sich auf fünf oberirdische Etagen und richten sich an unterschiedliche Nutzergruppen wie etwa kleinere Start-ups oder aber auch etablierte Unternehmen mit größerem Flächenbedarf. Möglich sind sowohl kompakte Einheiten ab etwa 30 Quadratmetern als auch zusammenhängende Etagenlösungen mit bis zu 1.500 Quadratmetern.
Architektonisch setzt der Entwurf von gmp Architekten auf eine Kombination aus Blockrandbebauung und Hochpunkt. Großzügige Fensterflächen, Blickbeziehungen zum Wasser sowie offene Grundrisse sollen moderne Arbeitswelten ermöglichen. Gleichzeitig sind Rückzugsbereiche und flexibel nutzbare Zonen vorgesehen, um unterschiedlichen Arbeitsmodellen gerecht zu werden.

Ein Blick auf die Baustelle des Neubaus „Nordhafen Living“ in der Europacity, Januar 2026. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau am Nordhafen: Nachhaltigkeit und Nutzungsmischung im Fokus
Für das Ensemble werden Nachhaltigkeitszertifizierungen nach LEED-Platinum-Standard sowie WELL angestrebt. Geplant sind unter anderem energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme, mechanische Lüftungstechnik mit hoher Luftqualität sowie individuell steuerbare Klimasysteme in den Mieteinheiten. Ergänzt wird das Konzept durch Fahrradstellplätze mit Ladeinfrastruktur, Duschen und Umkleiden sowie gemeinschaftlich nutzbare Dachterrassen.
Auch für die Wohnnutzung sind gemeinschaftliche Freiräume vorgesehen. Geplant sind ein begrünter Innenhof mit Aufenthaltsflächen und Spielplatz sowie Dachbereiche für die Bewohnerinnen und Bewohner. Angaben zu den künftigen Mietpreisen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die Europacity wächst: „Port One Berlin“ entsteht in direkter Nachbarschaft
Bereits Anfang des Jahres hatte JTRE den Abschluss des Rohbaus bekannt gegeben. Seitdem laufen Fassadenarbeiten, technischer Ausbau und Innenausbau parallel weiter. Das Ensemble prägt inzwischen sichtbar das nördliche Entrée der Europacity, die sich in den vergangenen Jahren sichtbar verändert hat.
Unweit des Projekts entsteht am Friedrich-Krause-Ufer derzeit unter anderem der Büro- und Gewerbekomplex „Port One Berlin“. Das rund 32.700 Quadratmeter große Ensemble mit 14 Etagen soll ebenfalls 2027 fertiggestellt werden. Vorgesehen sind neben klassischen Büroflächen unter anderem Co-Working-Bereiche, eine Kita, Gastronomie sowie umfangreiche Dach- und Grünflächen.

Am Friedrich-Krause-Ufer, nur wenige Gehminuten vom „Nordhafen Living & Office“ entfernt, entsteht mit „Port One Berlin“ derzeit ein weiterer großmaßstäblicher Büro- und Gewerbekomplex innerhalb der Europacity. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Deal Magazin, JTRE Germany
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3 Kommentare
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Ich bin selber Architekt aber diese Bauten sind definitiv seelenlos und an so einem zentralen Standort sowie schönen am Wasser total fehlplatziert. Schade, überall stehen ähnliche und austauschbare Klötze.
Meine Meinung zu den Bauten ist, dass sie insbesondere in der Mitte der Europacity langweilig und seelenlos sind.
Der Bürokomplex an der Spitze des Gebiets zum Westhafen hin ist aber schön gelungen – zu dem schaue ich immer gerne rüber, wenn ich mit der S-Bahn fahre!
„Nordhafen Living“ finde ich optisch okay – dieses Projekt passt sich an entsprechender Stelle sehr gut ein und sieht nicht ganz so langweilig aus wie die angrenzenden Gebäude in der Mitte der Europacity
Die Lüscherjahre waren für Berlin verlorene Jahre. Leider.