In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Südkreuz entsteht mit „B’Ella Berlin“ ein neues Stadtquartier, das Arbeiten, Wohnen und öffentliche Angebote verbindet. Ein früher Mietvertrag markiert nun einen wichtigen Meilenstein für das Projekt, das erst 2029 fertig werden soll.

Am Standort Südkreuz entsteht in den kommenden Jahren ein neues Mischquartier. Das südliche Bürogebäude des Quartiers, entworfen von Tchoban Voss Architekten, will das Ensemble mit einem klar gegliederten Neubau ergänzen, der flexible Büroflächen mit gemeinschaftlich nutzbaren Bereichen verbindet. / © Visualisierung: Tchoban Voss Architekten
© Visualisierung Titelbild: EVE / Hines
In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Südkreuz entwickelt Hines mit „B’Ella Berlin“ ein gemischt genutztes Quartier auf einer ehemaligen Industriefläche. Das Projekt umfasst Büro-, Wohn- und Gemeinschaftsflächen und soll bis 2029 fertiggestellt werden. Mit dem Abschluss eines Mietvertrags über mehr als 12.000 Quadratmeter Bürofläche ist ein zentraler Baustein der künftigen Nutzung nun festgelegt.
Die Flächen werden von der STRABAG AG bezogen, die ihren Berliner Standort mit rund 700 Mitarbeitenden in das Quartier verlegen will. Der Einzug eines großen Unternehmens bringt frühzeitig Leben in das Areal, das langfristig als offener Stadtbaustein angelegt ist.
Neubauquartier am Südkreuz: Hier entstehen 300 Wohnungen, Büros und mehr
Das Projekt „B’Ella Berlin“ umfasst insgesamt rund 75.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Geplant sind zwei Büro- und Geschäftsgebäude sowie zwei Wohngebäude mit insgesamt 300 Wohnungen. Ergänzt wird das Nutzungsspektrum durch eine Kindertagesstätte, gastronomische Angebote und gemeinschaftlich nutzbare Flächen, die das Quartier auch für die Umgebung öffnen sollen.
Architektonisch wird das Ensemble von zwei Bürogebäuden geprägt: Das nördliche Gebäude nach Entwürfen von Nöfer Architekten bietet rund 21.700 Quadratmeter Mietfläche, während das südliche Gebäude von Tchoban Voss Architekten etwa 14.440 Quadratmeter umfasst. Ein flexibel nutzbarer Konferenzsaal und ein Townhall-Forum sind als Orte für Veranstaltungen und Austausch vorgesehen. Ein begrünter Innenhof sowie eine rund 450 Meter lange, durchgehende Dachterrasse strukturieren das Quartier und schaffen zusätzliche Aufenthaltsräume.
„B’Ella Berlin“ will besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Mobilität und soziale Ansätze legen
Ein zentrales Element der Planung ist die technische und ökologische Infrastruktur des Quartiers. Die Wärme- und Kälteversorgung soll „über eines der größten privaten Geothermiefelder Berlins“ erfolgen, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage. Vor diesem Hintergrund strebt Hines für das Projekt eine DGNB-Zertifizierung in Platin an. Als Generalunternehmer ist die Ed. Züblin AG eingebunden.
Auch über die baulichen Aspekte hinaus zielt das Projekt auf eine langfristige städtebauliche Wirkung. Im vergangenen November wurde „B’Ella Berlin“ für den „Real Estate Social Impact Investing Award“ nominiert – eine Anerkennung für Konzepte, die ökologische Verantwortung mit sozialen und gemeinschaftlichen Nutzungen verbinden.
Zur Einbindung in den Stadtraum trägt nicht zuletzt die Lage am Bahnhof Südkreuz bei. Der Standort bietet unmittelbaren Anschluss an den Fern- und Regionalverkehr, die S-Bahn sowie den Flughafenexpress. Gleichzeitig liegen Nahversorgung, Cafés und Grünflächen in fußläufiger Entfernung und verankern das neue Quartier im bestehenden Stadtgefüge.
B'Ella Berlin
Quellen: Hines, STRABAG, Tchoban Voss Architeken
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