Der Neubau der Eisenbahnüberführung an der Niemetzstraße ist zwar abgeschlossen, doch die Großbaustelle in Neukölln bleibt noch lange sichtbar. Erst im Sommer 2027 sollen die Arbeiten der Deutschen Bahn fertig sein. Dann stehen bereits die nächsten Veränderungen an.

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wer regelmäßig durch den Richardkiez oder das Gewerbegebiet Neukölln-Südring unterwegs ist, wird sich weiter auf Einschränkungen einstellen müssen. Zwar ist der Neubau der Eisenbahnüberführung an der Niemetzstraße inzwischen abgeschlossen, von einer Rückkehr zum regulären Verkehr kann jedoch noch keine Rede sein. Nach aktuellem Stand bleibt die Straße bis Sommer 2027 gesperrt. Im Anschluss stehen weitere Veränderungen an.

Vor Ort zeigt sich, dass die Baustelle weiterhin in vollem Umfang betrieben wird. Neben laufenden Arbeiten im unmittelbaren Bereich der Brücke sind inzwischen auch zusätzliche Maßnahmen der Berliner Wasserbetriebe sichtbar, die sich entlang der Niemetzstraße in Richtung Lahnstraße ausdehnen.

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Leitungsarbeiten bestimmen die nächsten Bauabschnitte an der Niemetzstraße

Mit dem Abschluss des eigentlichen Brückenbauwerks ist zwar ein wichtiger Meilenstein erreicht, doch nun folgt die aufwendige Erneuerung der technischen Infrastruktur. Die Berliner Wasserbetriebe verlegen seit Anfang 2026 Versorgungsleitungen neu und errichten dafür unter anderem provisorische Rohrbrücken, um die Versorgung während der Bauphase aufrechtzuerhalten.

Erst nach Abschluss dieser Arbeiten können weitere Versorgungsträger tätig werden. Auch Stromnetz Berlin wartet derzeit auf die notwendige Baufreiheit im unmittelbaren Umfeld der Eisenbahnüberführung. Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten der Wasserbetriebe bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Anschließend folgen weitere Leitungsmaßnahmen, bevor die Deutsche Bahn mit dem abschließenden Straßenbau beginnen kann.

Blick auf die Baustelle in der Niemetzstraße mit Baustellenschild der Berliner Wasserbetriebe.

An der Niemetzstraße führen die Berliner Wasserbetriebe derzeit umfangreiche Arbeiten an den Versorgungsleitungen durch. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Blick auf die Niemetzstraße in Richtung Lahnstraße in Neukölln, mit Baustellenbetrieb der Berliner Wasserbetriebe, im Juni 2026.

Blick Richtung Lahnstraße: Die Berliner Wasserbetriebe sind derzeit mit der Neuverlegung von Leitungen beschäftigt, was den ohnehin stark eingeschränkten Baustellenbereich weiter ausdehnt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Niemetzstraße wird Einbahnstraße: Neue Radverkehrsanlagen für 2027 vorgesehen

Doch mit den Arbeiten ist damit noch längst nicht Schluss: Nach Angaben von infraVelo soll die Niemetzstraße nach Abschluss der DB-Arbeiten künftig als Einbahnstraße geführt werden. Radfahrende sollen die Strecke auf einem geschützten Radfahrstreifen entgegen der Fahrtrichtung nutzen können. Zusätzlich sind die Sanierung bestehender Radverkehrsanlagen sowie zwölf neue Fahrradstellplätze geplant.

Die endgültige Verkehrsfreigabe wird derzeit für Ende Sommer 2027 angestrebt. Bis dahin bleibt die Sperrung bestehen. Besonders in den angrenzenden Wohnstraßen macht sich dies bemerkbar. Ausweichverkehr belastet weiterhin die Braunschweiger Straße, wo Anwohner seit längerem über erhöhte Verkehrsströme berichten.

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Abriss auf benachbartem Gewerbegrundstück verändert das Umfeld

Blick auf das Areal der früheren Logistikhalle an der Niemetzstraße 32–50 in Neukölln.

Direkt neben der Baustelle ist der Rückbau der früheren Logistikhalle auf dem Areal an der Niemetzstraße bereits weit fortgeschritten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Unmittelbar neben der Brückenbaustelle zeigt sich derzeit ein weiterer tiefgreifender Wandel. Auf dem Grundstück Niemetzstraße 32–50 laufen Abrissarbeiten auf einem ehemaligen Logistikstandort der MUK Logistik GmbH. Betroffen ist die frühere Tiefkühlhalle, die über Jahre für Lager- und Logistikzwecke genutzt wurde.

Vor Ort sind die Veränderungen bereits deutlich sichtbar. Große Teile der Halle wurden zurückgebaut, auf dem Gelände prägen Bagger, Schuttberge und freigeräumte Flächen das Bild. Nach Angaben des Immobilienunternehmens BEOS handelte es sich bei der Tiefkühlhalle um das größte Gebäude des Standorts. Teile eines Bürogebäudes mit MUK-Beschriftung stehen weiterhin.

Welche Nutzung künftig auf dem Areal vorgesehen ist, wurde bislang nicht bekannt. Der Rückbau verändert jedoch bereits heute das Erscheinungsbild des Gewerbegebiets Neukölln-Südring, das mit seinen großflächigen Industrie-, Produktions- und Logistikstandorten zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten des Bezirks zählt.

Niemetzstraße

Quellen: infraVelo, Deutsche Bahn (DB), Stromnetz Berlin GmbH (SNB), Berliner Wasserbetriebe (BWB), Bezirksamt Neukölln, Abgeordnetenhaus Berlin, Verbund Umweltverträglichkeitsprüfungen der Länder, Eisenbahn-Bundesamt, berlin-live.de

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One Comment

  1. Molkenthin 17. Juni 2026 at 11:20 - Reply

    unmittelbaren Bereich der Brücke sind inzwischen auch zusätzliche Maßnahmen der Berliner Wasserbetriebe sichtbar, die sich entlang der Niemetzstraße in Richtung Lahnstraße ausdehnen.
    Ich lach mich „krank“. jedes mal wenn ich nach ca. 4 Wochen an der Baustelle vorbei komme , sehe ich nicht EINEN ARBEITER!!!
    Maßnahmen der Berliner Wasserbetriebe sichtbar..na ja

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