Die Fließstraße in Niederschöneweide wird ab August 2026 erneuert. Fahrbahn, Gehweg und Querungen werden umgebaut. Dafür wird die Straße komplett gesperrt.
Erneuerung der Fließstraße in Niederschöneweide
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT (mit KI)
In Niederschöneweide verändert sich nicht nur das Spreeufer. Auch eine Straße direkt am wachsenden Wohnquartier „BUWOG WOHNWERK“ steht vor einem größeren Umbau. Ende August beginnen die Arbeiten an der Fließstraße. Dabei geht es um deutlich mehr als eine neue Fahrbahndecke.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Fließstraße zwischen Flutstraße und Hasselwerderstraße
- Baubeginn: August 2026
- Fertigstellung: Oktober 2026
Das Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick nimmt sich ab Montag, 24. August 2026, den Abschnitt zwischen Flutstraße und Hasselwerderstraße vor. Zum Baugebiet gehört auch der Kreuzungsbereich Fließstraße/Flutstraße. Außerdem erneuert der Bezirk den nördlichen Gehweg. Die Arbeiten stehen unmittelbar mit der Entwicklung des früheren Geländes der Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke, kurz BMHW I, zusammen. Dort wächst seit mehreren Jahren ein neues Wohngebiet.
Bislang prägt Großsteinpflaster die Fahrbahn zwischen Hasselwerderstraße und Flutstraße. Schon ein verkehrsplanerischer Fachbeitrag zum Bebauungsplan XV-11 hatte diesen Belag dokumentiert. Nun lässt der Bezirk das Pflaster ausbauen und durch Asphalt ersetzen. Damit soll vor allem der Verkehrslärm sinken. Für die Fließstraße gilt in diesem Bereich Tempo 30.
Fließstraße in Niederschöneweide: Auch der Gehweg wird neu gebaut
Deutlich verändert sich auch die Nordseite der Fließstraße. Der dortige Gehweg befindet sich nach Angaben des Bezirksamts größtenteils in einem maroden Zustand und weist derzeit unterschiedliche Befestigungen auf. Künftig erhält er eine für Berlin typische Gestaltung mit Gehwegplatten sowie Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster. Gleichzeitig verlegt das Straßen- und Grünflächenamt den vorhandenen Grünstreifen auf die Fahrbahnseite.
Hinzu kommen drei neue Querungsstellen. Unterschiedliche Bordhöhen sollen dort vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität das Überqueren erleichtern. In der Nähe dieser Stellen plant der Bezirk zudem Radbügel. Die Fahrradabstellplätze erfüllen dabei noch einen zweiten Zweck: Sie sollen die Sicht zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern verbessern.

Mehrere Baukräne und eingerüstete Gebäude zeigen den Baufortschritt der neuen Wohnungen im „BUWOG WOHNWERK“ in Schöneweide. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Straßenumbau begleitet neues Wohnquartier am Spreeufer
Der Umbau hängt eng mit der Entwicklung des früheren Industrieareals nördlich der Fließstraße zusammen. Der Bebauungsplan XV-11 umfasst das Gelände zwischen Hasselwerderstraße, Fließstraße, Spreestraße und Spree. Die Fläche des ehemaligen Metallhüttenwerks soll vor allem dem Wohnen dienen. Neue private Straßen innerhalb des Quartiers tragen inzwischen die Namen Kupferkamp, Am Werkstor und Helga-Hahnemann-Straße.
Zuletzt haben dort die Arbeiten für weitere 175 Mietwohnungen und eine Kita mit 108 Plätzen begonnen. Die Neubauten gehören zum größeren Quartier „BUWOG WOHNWERK“. Direkt daneben entstand mit dem „Weydenhof“ ein Ensemble mit 135 Eigentumswohnungen. Damit nimmt die Fließstraße zunehmend die Funktion einer Erschließungsstraße für ein deutlich dichter bebautes Umfeld ein.
Vollsperrung der Fließstraße bis Ende Oktober 2026 geplant
Während der Umbau-Arbeiten sperrt der Bezirk die Fließstraße zwischen Flutstraße und Hasselwerderstraße vollständig. Das betrifft auch den Radverkehr. Autos und Fahrräder müssen die Baustelle über die angrenzenden Straßen umfahren. Not- und Einsatzfahrzeuge können den Bereich dagegen während der gesamten Bauzeit erreichen.
Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Arbeiten am 30. Oktober 2026 enden. Damit sollen Fahrbahn, Gehweg und Querungsmöglichkeiten innerhalb von gut zwei Monaten neu geordnet werden. Angaben zu den Kosten der Straßenbaumaßnahme veröffentlichte der Bezirk in seiner aktuellen Mitteilung nicht.
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, meinBerlin
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