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In Neukölln entsteht mit dem Vollgut-Areal ein sozialer und kultureller Hotspot der Zukunft. Nun wurde das Projekt mit dem „Real Estate Social Impact Investing Award“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt die besondere soziale Wirkung des Projekts – von genossenschaftlicher Verwaltung bis hin zu inklusiven Nutzungsangeboten. 

Foto: Alte Getränkehalle der Kindl-Brauerei, Vollgut-Areal, Berlin-Neukölln

In den kommenden Jahren soll das leerstehende Getränkelager der Kindl-Brauerei vollumfassend revitalisiert werden und als inklusiver kultureller Ort für die Nachbarschaft geöffnet werden. Das Projekt wurde mit dem mit dem „Real Estate Social Impact Investing Award“ ausgezeichnet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: Atelier Buba

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Das Thema Stadtentwicklung bewegt sich in den letzten Jahren immer weiter hin zur gesellschaftlichen Wirkung von Projekten. Es soll nicht mehr vorrangig um die reine Wirtschaftlichkeit gehen, sondern auch um die soziale und ökologische Verantwortung von Immobilien und Quartieren. Das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) zeichnet mit dem „Real Estate Social Impact Investing Award“ genau solche Vorhaben aus, die zeigen, dass Stadtentwicklung in Deutschland heute mehr kann als Rendite.

2025 vergibt die ICG den Preis bereits zum vierten Mal. Zwei Projekte erhielten den Award bei der Preisverleihung am 27. November im Hotel Oderberger in Berlin. Einer der Preisträger ist das „Vollgut-Areal“ in Berlin-Neukölln. Zusätzlich vergab die Jury zwei Sonderpreise und einen Preis für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit.

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Award prämiert Projekte mit sozialer und ökologischer Verantwortung

Die Einreichungen wurden von der Jury nach einem Scoring-Modell bewertet, das auf verschiedenen Studien und Kriterien der EU-Sozial-Taxonomie basiert. Zu den Parametern zählen unter anderem die Inklusivität eines Projekts und sein Nutzen für die Nachbarschaft, die Verwendung nachhaltiger Baumaterialien und die Verfügbarkeit von Grün- und Erholungsflächen.

2025 gingen 33 Bewerbungen ein, sechs schafften es in die Finalrunde. Nun wurde jeweils ein Projekt in den Kategorien „in Planung oder Entwicklung“ und „realisiert“ mit dem Award ausgezeichnet.

„Vollgut-Areal“ erhält Auszeichnung für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung

Gewinner in der Kategorie „in Planung oder Entwicklung“ ist das Berliner „Vollgut-Areal“ im Norden Neuköllns. Auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei will die Vollgut eG eine Halle, die früher als Getränkelager genutzt wurde, revitalisieren. Auf rund 40.000 Quadratmetern soll hier ein lebendiges Ökosystem aus Werkstätten, Ateliers, Bildungseinrichtungen und Nachbarschaftsprojekten wachsen.

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Die Planungen umfassen unter anderem einen Gemeinschaftsgarten, eine Markthalle, eine Holzwerkstatt, einen Club, einen Kiezraum sowie einen Raum für Kunst und Kultur. In den kommenden Jahren soll so mitten in Neukölln ein soziales Kultur- und Gewerbezentrum mit enger Nachbarschaftsbindung und queerem, migrantischem und popkulturellem Schwerpunkt entstehen. 

Eine Besonderheit: Die Vollgut eG verwaltet das Areal genossenschaftlich. Ein Teil der Einnahmen fließt in einen Community-Fonds, der lokale Initiativen im Kiez unterstützt. Der Baustart ist für Ende 2025 geplant, die Fertigstellung bis 2028. Schon jetzt gilt das Projekt als Paradebeispiel für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.

„Honeycamp Mannheim“ gewinnt Preis in der Kategorie „realisiert“

Neben dem „Vollgut-Areal“ zeichnete die Jury das „Honeycamp Mannheim“ in der Kategorie „realisiert“ aus. Der Campus in Holzbauweise verbindet laut der ICG moderne Arbeits- und Produktionswelten mit sozialem Zusammenhalt. Sonderpreise erhielten der Biodiversitätsumbau des Standorts in Biberach an der Riß der EnBW AG, der praxisnahe Umweltbildung fördert, und der Fonds Terra IF 1 Bildungs-Welten GmbH & Co. KGaA, der in Bildungsimmobilien investiert. Zusätzlich prämierte die Jury die Studie „Risikomessung im Immobilien-Social Impact Investing“ von Leonie Kempe als herausragende wissenschaftliche Arbeit.

Die Preisträger beweisen, dass Immobilienentwicklung heute nicht nur Rendite, sondern auch Sinn, Wirkung und Zukunft gestalten kann„, sagt Susanne Eickermann-Riepe, Vorstandsvorsitzende des ICG. „Das ist die Richtung, in die wir als Branche gehen müssen.“ Werner Knips, Gründer und Leiter der Social Impact Investing-Initiative sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ICG, ergänzt: „Diese Projekte machen sichtbar, wie positiv die Immobilienwirtschaft auf ihre Umgebung wirken kann. Sie schaffen Räume für Begegnung, Bildung und Biodiversität – und zeigen, dass sozialer Mehrwert und wirtschaftliche Stabilität kein Widerspruch sind.

Visualisierung Vollgut-Areal, zwischen den Hallen, Neukölln

© Visualisierung: Atelier Buba

Das Vollgut-Areal mit mehreren Gebäuden, Museen und Cafes sowie Aufenthaltsflächen und Sitzmöglichkeiten.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Leerstehende Halle, Vollgut-Areal, Berlin-Neukölln

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft, Vollgut eG

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