An der Hasenheide in Berlin-Neukölln hat die hinduistische Gemeinde ihr langjähriges Bauvorhaben abgeschlossen. Sie eröffnete den Sri-Ganesha-Tempel im Rahmen mehrtägiger Zeremonien. Vor Ort prägen allerdings noch immer Restarbeiten das Areal.

Viele der kunstvollen Verzierungen des Sri-Ganesha-Tempels stammen aus Indien. Gerade bei deren Anlieferung kam es allerdings immer wieder zu Verzögerungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Am nordöstlichen Rand des Volksparks Hasenheide steht nun der zweite Hindu-Tempel Berlins. Die hinduistische Gemeinde feierte die Einweihung über mehrere Tage, und die Reihe der religiösen Zeremonien endet mit der offiziellen Tempelweihe. Seit den Eröffnungstagen können Besucherinnen und Besucher das Gebäude erstmals vollständig besichtigen.
Die Geschichte des Projekts reicht weit zurück. Erste Planungen begannen 2005, und der Spatenstich folgte zwei Jahre später. Die eigentlichen Bauarbeiten starteten allerdings erst 2010, weil Genehmigungsfragen den Beginn verzögerten. Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Unterbrechungen.
Tempelareal in Neukölln: Zwischen Weihe und Restarbeiten

Der blaue Eingangsbereich des Sri-Ganesha-Tempels mit geschnitzten Teakholztüren und farbigen Wächterfiguren. Teile der Anlage sind weiterhin im Bau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Trotz der Eröffnung ist die Anlage noch nicht vollständig fertig. Auf dem Vorplatz lagern weiterhin Baumaterialien, und an einem Seitengebäude steht noch ein Gerüst. Die Betonflächen wirken provisorisch, und einzelne Bereiche befinden sich sichtbar in Arbeit.
Verzögerungen begleiteten das Vorhaben bis zuletzt. Geplante Eröffnungstermine mussten die Verantwortlichen mehrfach verschieben. Zuletzt sorgten lange Lieferzeiten für den Granitboden für Probleme. Hinzu kam, dass die Arbeiten nur in den wärmeren Monaten stattfanden.
Sri-Ganesha-Tempel: Architektur und Bedeutung

Trotz der Eröffnung prägen unvollendete Arbeiten weiterhin den Vorplatz des Neuköllner Gotteshauses. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Tempel folgt dem südindischen Baustil. Ein rund 17 Meter hoher Turm mit goldfarbener Dachkonstruktion prägt das Bauwerk, und die blaue Fassade trägt zahlreiche Ornamente sowie Götterfiguren. Nach Angaben des Trägervereins zählt das Gotteshaus zu den größten Hindu-Tempeln Europas.
Der Trägerverein finanzierte den Bau ausschließlich über Spenden und ehrenamtliches Engagement, und die Kosten beliefen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Nach Angaben des Vereins stehe der Tempel Menschen aller Glaubensrichtungen offen. Mit der Fertigstellung sei ein lang verfolgtes Ziel erreicht worden, erklärten Vertreter des Vereins. Wann auch die letzten Arbeiten vor Ort final abgeschlossen sind, bleibt jedoch vorerst abzuwarten.
Quellen: Sri Ganesha Hindu Tempel Berlin e.V., rbb24 Inforadio, Der Tagesspiegel
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


