Das Wohnprojekt in der Juliusstraße 44–45 in Berlin-Neukölln entwickelt sich weiter. Bis zum Frühjahr 2026 soll hier ein Ort entstehen, der sozialen Zusammenhalt, Betreuung und nachhaltiges Bauen miteinander verbindet.

Auf der Baustelle in der Juliusstraße 44–45 ist seit dem Richtfest im Mai äußerlich nur wenig Veränderung erkennbar, der Bau geht langsam voran. Derzeit wird weiterhin von einer Fertigstellung bis 2026 ausgegangen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Neubauprojekt in der Juliusstraße will künftig unterschiedliche soziale Nutzungen in einem Gebäudekomplex vereinen. Entstehen sollen insgesamt 41 Wohneinheiten, die auf rund 3.000 Quadratmetern Fläche verschiedene Zielgruppen ansprechen. Dazu zählen betreute Einzelwohnungen, eine Kinderwohngruppe, eine Mutter-Kind-Einheit sowie Apartments für Mitarbeitende des Diakoniewerk Simeon. Ergänzt wird das Angebot durch eine Jugendhilfestation im Erdgeschoss, die für Familien und junge Menschen aus der Nachbarschaft zugänglich sein soll.
Das Diakoniewerk Simeon, das als Träger hinter dem Projekt steht, will damit ein Wohnangebot schaffen, das nicht nur bezahlbaren Wohnraum bietet, sondern auch Unterstützung im Alltag ermöglicht. Es geht darum, individuelle Lebenslagen zu berücksichtigen und ein funktionierendes soziales Gefüge im Haus und im Quartier zu stärken.
Soziale Infrastruktur für den Stadtteil Neukölln: Diakoniewerk Simeon bringt Betreuung und Teilhabe in den Kiez
Das Vorhaben versteht sich als Beitrag zur sozialen Infrastruktur im Stadtteil. Das Diakoniewerk verfolgt mit dem Projekt in der Juliusstraße nicht nur bauliche, sondern auch gesellschaftliche Ziele. Der Neubau soll eine Anlaufstelle werden für Menschen mit Unterstützungsbedarf und zugleich ein Arbeits- und Lebensort für Fachkräfte aus dem sozialen Bereich.
Im Bezirk Neukölln, der stark vom sozialen Wandel geprägt ist, soll das Projekt einen stabilisierenden Effekt entfalten. Der Träger betont, dass das Haus nicht als geschlossene Einrichtung gedacht ist, sondern sich aktiv in das umliegende Quartier einfügen und mit bestehenden Angeboten vernetzen soll.
Nachhaltigkeit als Planungsgrundlage: Baukonzept setzt auf Energieeffizienz und Klimaschutz
Neben dem sozialen Anspruch verfolgt das Projekt auch klare ökologische Ziele. Geplant ist ein Bau nach dem KfW-Effizienzhausstandard 55 EE. Zum Konzept gehören eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, moderne Haustechnik, ein begrünt gestalteter Innenhof und Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung. Diese Bausteine sollen den ökologischen Fußabdruck des Hauses verringern und gleichzeitig das Mikroklima im verdichteten Stadtraum verbessern.
Darüber hinaus legt das Konzept Wert auf eine energieeffiziente Beleuchtung und ressourcenschonende Baumaterialien. Die nachhaltige Ausstattung soll auch langfristig zur Reduzierung der Betriebskosten beitragen und damit sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich tragfähig sein.
Baufortschritt seit dem Richtfest im Mai: Fenster montiert, Fassadenarbeiten immer noch in Vorbereitung
Auch wenn der Fortschritt auf der Baustelle seit dem Richtfest im Mai eher zurückhaltend auszufallen scheint, gehen die Arbeiten in der Juliusstraße kontinuierlich weiter. Der Einbau der Fenster markiert einen wichtigen Zwischenschritt.
In den kommenden Monaten sollen die Fassadenarbeiten folgen, anschließend steht der technische Innenausbau auf dem Plan. Das Diakoniewerk Simeon betont, dass man sich trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Bauwirtschaft bewusst entschieden habe, dieses Projekt mit Nachdruck umzusetzen.

Im Mai wurde bereits Richtfest gefeiert. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter des Diakoniewerk Simeon, Ten Brinke, Politik und Kirche. / © Foto: Volkmar Otto / Diakoniewerk Simeon
Quellen: TEN BRINKE., Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
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