In Neukölln entsteht im Harzer Kiez ein neues Bauprojekt am Kiehlufer. Der Bebauungsplan 8-73ba regelt Wohnungsbau, Gewerbeanteil und städtebauliche Entwicklung.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
Im Berliner Bezirk Neukölln konkretisiert ein neuer Bebauungsplan die Entwicklung eines innerstädtischen Areals am Kiehlufer. Ziel ist eine gemischte Nutzung aus Wohnen und Gewerbe im Harzer Kiez. Das Vorhaben soll vorhandene Strukturen ergänzen und neuen Wohnraum schaffen.
- Ort: Kiehlufer 83–85, Harzer Kiez
- Bezirk: Neukölln
- Nutzung: Wohnen und Gewerbe
- Wohnanteil: bis zu 70 Prozent
- Gewerbeanteil: bis zu 30 Prozent
Das Plangebiet liegt innerhalb des Berliner S-Bahnrings im Ortsteil Neukölln. Es umfasst zwei privat gehaltene Grundstücke am Kiehlufer. Die Umgebung zeigt eine gemischte Struktur aus Wohnhäusern, Gewerbebetrieben und ehemaligen Kleingartenflächen. Direkt angrenzend befinden sich unter anderem ein metallverarbeitender Betrieb sowie gewerblich genutzte Flächen.
Städtebauliche Ausgangslage im Harzer Kiez in Neukölln
Nördlich prägen mehrgeschossige Wohnbauten das Bild. Gleichzeitig entwickelt sich das Umfeld weiter. Neue Wohngebäude entstehen bereits an der Harzer Straße. Ehemalige Industrieflächen, etwa die Geyer-Werke, werden heute für Büros, Studios und IT-Unternehmen genutzt. Auch Wohnungen entstehen hier.
Südlich grenzt der Neuköllner Schifffahrtskanal an. Grünflächen und Kleingartenanlagen befinden sich im direkten Umfeld. Diese Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freiraum bildet die Grundlage für die weitere Planung im Harzer Kiez.
Wohnen und Gewerbe: Geplantes Bauprojekt am Kiehlufer in Neukölln
Der Bebauungsplan schafft die rechtliche Grundlage für ein neues Quartier. Vorgesehen ist ein urbanes Gebiet mit Wohn- und Gewerbenutzung. Etwa 70 Prozent der Fläche entfallen auf Wohnungen. Der restliche Anteil ist für Büros, Dienstleistungen und soziale Einrichtungen vorgesehen.
Das Konzept sieht eine geschlossene Blockbebauung vor. Ein siebengeschossiger Baukörper entsteht entlang des Kiehlufers. Im rückwärtigen Bereich sinkt die Höhe auf fünf Geschosse. So soll ausreichend Licht in den Innenhof gelangen.
Die Planung berücksichtigt bestehende Strukturen. Fassaden mit leichten Vor- und Rücksprüngen greifen historische Parzellen auf. Ein begrünter Innenhof dient als gemeinsamer Freiraum für Bewohner.
Die Wohnungen decken verschiedene Bedürfnisse ab. Geplant sind Ein- bis Vierzimmerwohnungen, mit Schwerpunkt auf Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Rund 30 Prozent der Wohnungen werden als geförderter Wohnraum umgesetzt.

Das geplanten Wohnensemble „BUWOG SET 44“ an der Harzer Straße in Berlin Neukölln entsteht in unmittelbarer Nähe zum Kiehlufer 83–85. Auf dem ehemaligen Gelände der Geyer Werke entstehen bis 2028 insgesamt 173 Wohnungen, eine Kita sowie Gewerbeflächen. / © Visualisierung: BUWOG
Nachhaltiger Bau im Harzer Kiez in Neukölln geplant – frühzeitige Beteiligung möglich
Für den ruhenden Verkehr entsteht eine Tiefgarage mit rund 50 Stellplätzen. Zusätzlich sind Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und Angebote für Carsharing vorgesehen. Fahrradstellplätze ergänzen das Mobilitätskonzept.
Die Gebäude erhalten Photovoltaikanlagen und Dachbegrünungen. Regenwasser wird vor Ort gespeichert und versickert. Ziel ist eine Verbesserung des Mikroklimas. Auch die Nutzung bestehender Infrastruktur reduziert zusätzliche Flächenversiegelung.
Der Bebauungsplan orientiert sich am Flächennutzungsplan Berlin. Dieser weist das Gebiet als gemischte Baufläche aus. Gleichzeitig laufen Prüfungen zu Umwelt, Lärm und Verkehr. Ergebnisse fließen in die weitere Planung ein. Die Öffentlichkeit kann sich derzeit im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung äußern. Stellungnahmen werden geprüft und in das Verfahren einbezogen.
Neubau Kiehlufer 83–85 (Neukölln)
Quellen: Bezirksamt Neukölln, Bebauungsplan 8-73ba
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