Der Kranoldplatz in Lichterfelde-Ost steht vor möglichen Veränderungen. Eine Machbarkeitsstudie zeigt erstmals konkrete Entwicklungsperspektiven für den zentralen Ortsteilplatz – nun folgt die öffentliche Diskussion. Anwohnerinnen und Anwohner sind eingeladen, sich einzubringen.

Der Wochenmarkt auf dem Kranoldplatz ist ein zentraler Anziehungspunkt im Ortsteil und prägt das lokale Versorgungsangebot.
Nun soll der Platz über die Markttage hinaus aufgewertet werden./ © Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0
Ein zentraler Platz im Berliner Südwesten könnte sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Für den Kranoldplatz in Lichterfelde-Ost liegt nun eine Machbarkeitsstudie vor, die erstmals konkrete Perspektiven für eine mögliche Umgestaltung aufzeigt. Ziel ist es, die Funktion als Marktstandort zu sichern und zugleich die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Die Ergebnisse sollen am 5. Mai 2026 in der Petruskirche öffentlich vorgestellt werden. Bezirksstadtrat Urban Aykal lädt Interessierte dazu ein, sich über den aktuellen Stand zu informieren und in den weiteren Prozess einzubringen.
Kranoldplatz in Lichterfelde-Ost: Drei Szenarien für die Zukunft
Der Kranoldplatz gilt als Zentrum von Lichterfelde-Ost. Neben dem Wochenmarkt prägen Einzelhandel, Gastronomie und die Nähe zum S-Bahnhof das Umfeld. Gleichzeitig wird der vollständig asphaltierte Platz außerhalb der Markttage ausschließlich als Parkplatz genutzt – ein Umstand, der seit Jahren kontrovers diskutiert wird. Anwohnende wünschen sich mehr Begrünung und Aufenthaltsangebote.
Die nun vorgelegte Studie untersucht, wie sich diese unterschiedlichen Nutzungsansprüche künftig besser vereinbaren lassen. Drei Planungsvarianten wurden entwickelt und miteinander verglichen. Im Fokus stehen dabei vor allem eine höhere Aufenthaltsqualität, mehr Grünflächen sowie eine verbesserte Verkehrsführung, insbesondere für den Rad- und Fußverkehr.
Neugestaltung des Marktplatzes: Abwägung zwischen Nutzung und Gestaltung
Die Ausgangslage ist komplex: Der Wochenmarkt soll erhalten bleiben, gleichzeitig wünschen sich viele Anwohnerinnen und Anwohner eine attraktivere Gestaltung des Platzes. Hinzu kommen Anforderungen an Verkehrssicherheit und Klimaanpassung, etwa durch zusätzliche Bepflanzung.
Die Machbarkeitsstudie versteht sich daher ausdrücklich als Grundlage für weitere Entscheidungen. Sie legt noch keine konkrete Umsetzung fest, sondern zeigt Möglichkeiten auf, wie sich der Platz künftig entwickeln könnte.
Informationsveranstaltung im Mai: Beteiligung als nächster Schritt
Mit der öffentlichen Vorstellung beginnt nun die nächste Phase des Projekts. Verwaltung und Politik setzen auf Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, um die weitere Planung zu präzisieren. Dabei sollen unterschiedliche Interessen – von Gewerbetreibenden über Marktbeschicker bis hin zu Anwohnenden – berücksichtigt werden.
Der Kranoldplatz bleibt damit ein Beispiel für die Herausforderungen innerstädtischer Freiräume: Zwischen wirtschaftlicher Nutzung, Verkehr und Aufenthaltsqualität müssen tragfähige Kompromisse gefunden werden. Die kommenden Monate dürften zeigen, welche der vorgeschlagenen Varianten sich durchsetzen kann und wie sich das Zentrum von Lichterfelde-Ost künftig verändert.
Kranoldplatz
Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Machbarkeitsstudie Kranoldplatz, HGHI Holding GmbH
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20 Kommentare
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Die Schlagworte zu diesem Thema zeigen recht deutlich aus welcher Richtung der Wind zur Umgestaltung weht. Keine Erwähnung von Gewerbetreibenden, Arztpraxen, Parkplätzen usw.
Der Platz sollte so bleiben wie er ist.
Ich denke genauso wie Stephan Haerter, das der Platz so bleiben soll wie er ist.
Die Parkplätze, hinsichtlich der umliegenden Arztpraxen und Geschäfte werden gebraucht!!
Ich bin hier aufgewachsen und kenne den Platz seit meiner Kindheit.
Wer hier nicht rüber gehen will-Sicherheit- kann auf den umliegenden Bürgersteigen laufen
Stimme zu, es gibt so viel Dringenderes.
Allerdings könnte man 5 – 10 Bäume pflanzen, wenn möglich so, dass keine Parkplätze entfallen.
Vielleicht etwas umgestalten mit Grün die Fahrsspuren und Parkplätze müssen erhalten bleiben
Wenn der Wochenmarkt berücksichtigt und gesichert ist kann man da ja nicht viel ändern. Die Fläche könnte man sicherlich mal mit schönen Steinpflaster anstatt der alten Teerfläche gestalten. Da wo Platz ist ein paar schöne Sitzbänke eine zweite öffentliche Toilette macht Sinn. Ein kleiner Springbrunnen in der Mitte wäre ein Traum ansonsten bitte als Parkplatz und Wochenmarkt beibehalten.
Der Platz ist komplett aus der Zeit gefallen. Außerhalb der Markttage ist er nur ein Parkplatz. Es gibt in der Umgebung genug Parkmöglichkeiten. Die Garage des Lio ist nie voll. Also: Parkplätze weg und Raum für andere Nutzungen incl. Markt.
Gewerbe, Markt und Parken muss mit mehr Grün ein ausgewogenes Ganzes bilden. Das Auto u somit die Autofahrer (Kunden) komplett zu verbannen hat in der Friedrichsstrasse nicht funktioniert und muss daher unbedingt vermieden werden.
Na, ob das konservative Lichterfelder Klientel sich wohl in die öffis bequemt, um den Markt zu erreichen? Ansonsten einfach eine betonfläche mitten im Kiez mit viel Luft nach oben. Für die Anwohner kann man sich nur wünschen, dass die Platzverschwendung für Parkplätze endlich ein Ende hat. Es gibt übrigens ein Riesen Parkhaus im Lio, 50m die Straße runter.
Bäume pflanzen, Sitzbänke, in der Mitte einen kleinen Wasserbrunnen, Markttage behalten ‼️
Das darf nicht vergessen werden dass in manchen parkhäusern bestimmte Autos nicht reinfahren können aufgrund ihrer Höhe oder ähnlichem. Also der Parkplatz sollte unbedingt erhalten bleiben auch wenn ich ihn selber nie nutze. Asphalt bleibt die einzige Alternative weil Stein, bzw gepflasterte Flächen öfter kaputt gehen. Zumal die Fugen viel zu groß sind. Es würde in der großen und ganzen Stadt reichen wenn man die Sachen die man hat einfach mal pflegt und erhält statt ständig irgendwas umbauen zu wollen.
Da sich dieser Artikel, die geplanten Änderungen und vorherigen Kommentare diesbezüglich ausschließlich nur auf den Parkplatz beziehen, will ich an der Stelle gar nicht weiter auf die vorherrschende und in den letzten Jahren verschlimmerte Situation eingehen.
Dennoch sollte der Platz / Wochenmarkt / die Parkplätze für die Anwohner so erhalten bleiben!
Eine neue Begrünung {Bäume usw} sehe ich für ausgeschlossen und wäre auch schon längst passiert, wenn der Platz und die damit vorausgesetzten Bestimmungen vorhanden wären.
Flächen gibt es genug und können gemeinschaftlich bepflanzt und verschönert werden.
Die Idee mit dem Brunnen in der Mitte vom Marktplatz finde ich schon eher zutreffend und würde den Platz gewiss etwas verschönern (6~10 Parkplätze weniger = vertretbar).
Der Platz muss so wie er ist bleiben. Das zu ändern entspringt Grünen Hirngespinsten.
Ich bin für ein paar Bäume und ein paar Bänke auf dem Platz. Ansonsten sollte dieser Platz dem Wochenmarkt und als Parkfläche mit Parkscheibe oder kostenpflichtig mit Parkuhr für Kurzparker erhalten bleiben.
Kranoldplatz – Machbarkeiten…??
Unbedingt der pdf „Machbarkeit“ öffnen (in grün) um alle Hintergründe und Vorschläge zu sehen. Nicht nur der Platz an sich soll geändert werden auch weitreichende Eingriffe in der Verkehrsführung sind in Planung! Diese Pläne am besten am PC oder Tablet ansehen.
Die Studie listet oberflächlich als Akteure nur Geschäfte, Praxen und Anwohner aber diese nicht namentlich. Wer ist hier eigentlich Anwohner? Haben denn diese Wenige eigentlich das Anrecht auf ein grünes Areal vor der Haustür – zum Nachteil einer weitaus höheren Zahl an Menschen? Sind nicht alle die in Lichterfelde ansässig sind, bzw. in Steglitz-Zehlendorf insgesamt als Anwohner zu betrachten? Müssen doch nicht alle möglichen Benutzer-innen des Platzes zu seiner Zukunft befragt werden?
Den wirklichen Betroffenen, die viele hunderten Menschen, welche täglich außer Markttage den Platz in Anspruch nehmen, wurden gar nicht befragt. Man braucht keine Studie, um zu erkennen, dass der Wohlstand, um den Platz hierum nur aufrecht zu erhalten ist, solange er im Wesentlichen so bleibt wie heute. Umgekehrt ist zu befürchten, dass bei einer Verbannung von Autos – in welchen ausmaßen auch immer – früher oder später Arbeitsplätze und ganze Existenzen wegfallen werden.
Der Eindruck entsteht, dass hier nur Herrn Huth davon profitieren wird, wenn freies Parken nicht mehr möglich wird. Die Firma HGHI ist jetzt vermutlich auch Eigentümer des Parkhauses in der Ferdinandstrasse 32 und wird sich freuen, wenn künftig so viele nun zwangsweise dort parken müssen. Dort kostet übrigens die Stunde jetzt € 2,00 was mehr als unangemessen ist, um z.B. kurz mal Bankgeschäfte zu tätigen oder ein Paket aufzugeben. Dies könnte so aufgefasst als das Bezirksamt somit Gehilfe ist der HGHI (oder wer auch immer) zu bereichern.
Meiner Meinung nach ist die angestrebte „Aufenthaltsqualität“ auf diesen Fleck ohnehin ein Wunschtraum und unmöglich zu erfüllen ist. Es bleibt dabei, dass ein lauter, vierspurigen, vielbefahrenen Straße dicht daneben bleiben wird. Begrünte Flächen, um sich aufhalten zu können sind schon jetzt fußläufig von den Kranoldplatz zu erreichen! Beispielsweise nur durch der Bahnhof Lichterfelde Ost liegt der Insel Jungfernstieg mitsamt Gastronomie, oder der Oberhoferplatz mit altem Baumbestand. Alles entwicklungsfähig mit wenig Aufwand oder Geld.
Die Informationsveranstaltung zur Machbarkeitsstudie Kranoldplatz findet statt: Am Dienstag, den 05.05.2026 um 18:00 Uhr in der Petruskirche.
„Anwohnende wünschen sich mehr Begrünung und Aufenthaltsangebote.“
Von den Anwohnenden, die sich eher die kostenlose Parkmöglichkeit wünschen ist leider nicht die Rede. Daher finde ich den Artikel nicht ausgewogen sondern eher tendenziös und verzerrend. Einer ernsthaften Diskussion um die Verbesserung der Situation für alle Anwohner dient es jedenfalls nicht.
Der Wochenmarkt auf dem Kranoldplatz ist ein Juwel für unser Viertel. Er trägt mehr als vieles andere zur Lebensqualität im Kiez bei. Jede Umgestaltung des Kanoldplatzes wäre mit einer Beeinträchtigung des Marktes verbunden. Deshalb: Hände weg vom Kranoldplatz!
Der Platz ist heute eine Katastrophe! Unbedingt die Autos runter, die können im Lio-EKZ parken, da ist viel Platz. Sitzbänke, Bäume, Brunnen, schöne Pflasterung – so sieht die Stadt von morgen aus.
Die ganzen Auto- udn Asphalt-Fetischisten hier sind ewig gestrige. Willkommen im Hier und Jetzt, wo Klimaschutz und Nachhaltigket mehr zählt als „ich muss überall mit dem Auto hinfahren dürfen“.
Bäume, Bänke, Brunnen würden den Markt verunmöglichen, das kann doch niemand im Kiez wirklich wollen.
Wenn die Parkplätze zukünftig wegfallen fahre ich dort eben auch nicht mehr hin.
So einfach ist das. Und Tschüss noch ansässiger Einzelhandel.