Nach mehreren Jahren Umbau nimmt eines der größten Projekte in der Geschichte des Tierparks Berlin Gestalt an: Die neue Elefantenanlage in Friedrichsfelde ist weitgehend fertiggestellt. Erste Dickhäuter sind bereits im Juni eingezogen.

Die Afrikanischen Elefanten Pori, Tana, Tamika, Elani und Simon sind nach sechs Jahren zurück im Tierpark Berlin und erkunden ihre neue Anlage. / © Foto: Tierpark Berlin.
© Titelbild: Tierpark Berlin
Für viele Berlinerinnen und Berliner gehörten Elefanten über Jahrzehnte zum Bild des Tierparks in Friedrichsfelde. Seit dem vorübergehenden Auszug der Tiere im Jahr 2020 war die große Anlage verwaist. Nun sind die Afrikanischen Elefanten zurück.
Am 9. und 10. Juni trafen Leitkuh Pori, ihre Tochter Tana sowie die drei Jungtiere Tamika, Elani und Simon in Berlin ein. Die Tiere lebten zuvor im Zoo Halle und wurden für den Umzug mehrere Wochen vorbereitet. Bei der neuen Herde handelt es sich um einen über mehrere Generationen gewachsenen Familienverband.
Die 44 Jahre alte Pori führt die Gruppe an, zu der auch ihre Tochter Tana und deren Nachwuchs gehören. Diese Struktur entspricht dem natürlichen Sozialverhalten Afrikanischer Elefanten, bei denen weibliche Tiere häufig dauerhaft in Familienverbänden zusammenleben.
Neue Savannenlandschaft bietet Platz für bis zu 21 Afrikanische Elefanten
Mit der neuen Anlage schafft der Tierpark Berlin die Voraussetzungen für eine langfristige Haltung dieser Sozialstruktur. Die geplante Savannenlandschaft bietet nach Angaben des Tierparks Platz für bis zu 21 Afrikanische Elefanten. Der Neubau ist Teil der umfassenden Weiterentwicklung des Tierparks, bei der bis 2030 verschiedene Themenwelten und naturnähere Lebensräume entstehen sollen.
Die Rückkehr der Elefanten markiert dabei einen der wichtigsten Schritte des Projekts. Das neue Elefantenhaus gilt als eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte des Tierparks und soll nach Abschluss der Arbeiten Anfang 2027 vollständig für Besucherinnen und Besucher öffnen. Ein Großteil der Anlage wird bereits von den Elefanten genutzt, während weitere Bereiche für kleinere Tierarten noch fertiggestellt werden.

Blick in das neue Elefantenhaus im Tierpark Berlin Ende 2025, während des Ausbaus. Der größte Teil des Hauses ist inzwischen fertiggestellt und wird bereits von den Elefanten bewohnt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Besucher können die Elefanten seit Ende Juni beobachten
Seit dem 27. Juni können Gäste die Tiere auf der Außenanlage beobachten. Dabei bleibt der Tagesablauf der Elefanten weiterhin von ihrer Eingewöhnung bestimmt. Die Tiere können selbst entscheiden, ob sie sich im Innenbereich oder auf der Außenfläche aufhalten – daher sind sie nicht jederzeit sichtbar.
Afrikanische Elefanten zählen in ihrem natürlichen Lebensraum zu den bedrohten Arten. Der Tierpark Berlin unterstützt daher gemeinsam mit der Organisation Elephant-Human Relations Aid (EHRA) ein Schutzprojekt in Namibia, das Konflikte zwischen Menschen und Elefanten reduzieren und ein langfristiges Zusammenleben ermöglichen soll.
Tierpark im Wandel: Weitere Zukunftsprojekte entstehen bis 2030
Mit der Rückkehr der Tiere beginnt für den Tierpark Berlin ein neues Kapitel in der Elefantenhaltung. Nach sechs Jahren ohne die großen Säugetiere können Besucher nun wieder eine Elefantenfamilie in Berlin erleben.
Auch darüber hinaus treibt der Tierpark seine Entwicklung voran: Bis 2030 sollen neue Themenwelten entstehen, darunter ein Amazonashaus, eine afrikanische Erlebnislandschaft, eine Himalaya-Welt mit Gondelbahn sowie eine große Vogelvoliere. Geplant sind außerdem „Farmen der Welt“, ein europäischer Märchenwald und eine Modernisierung der Dschungelwelt im Alfred-Brehm-Haus.
Quellen: Tierpark Berlin
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8 Kommentare
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Tragisch ist das wir aufgrund der irreführenden Werbung Urlaub in Berlin gemacht haben. Das die Elefantenanlage fertig ist haben wir vorher überall gelesen und tada nix ist. Mit Glück konnte man mal eine Elefanten sehen aber mehr auch nicht. Ich finde die Werbung ist Betrug
Nirgendwo steht, dass sie fertig ist. Auch hier nicht. Sie sollten an Ihrer Lesekompetenz feilen.
Ich freue mich sehr, dass die Elefanten in den Tierpark Berlin zurückgekehrt sind und dass bis 2030 viel Neues in Friedrichsfelde entsteht, das noch mehr Besucher anziehen wird.
Mit dem Tierpark Berlin verbinde ich auch meine Schulzeit, denn wir waren bereits schon damals oft zu Besuch und hell begeistert.
Wir haben die ganze Elefanten Familie draussen gesehen ohne zu wissen das diese dort schon wohnt. Generell ist der Park mit zuviel Bambus bepflanzt , es kommt immer mehr dazu, sodas es teils die Sicht einschränkt….Ich habe schon geträumt vom Bambus….und Schade das im Zebra Gehege
zur Abtrennung Bauzäune stehen mit Werbung die schon auseinander fliegt…da hätte doch noch Bambus hingepaßt😉
Sehe ich auch so: zu viel Bambus! Das man den Tieren Ruhezonen gönnen will, ohne dass sie ständig begafft werden, kann ich verstehen. Aber mich irritiert der Bambus vor allem, wenn er gar nicht zum Habitat der Tiere gehört (zum Beispiel bei den Wisents).
Ich bin 63 Jahre alt und Jahrzehntelang oft im Tierpark Berlin unterwegs gewesen. Habe die Entwicklung der Elefanten-Anlagen angefangen von Elefanten in den 70ern auf Mini Anlage bis zum Stand ehemaliges Elefanten Haus mit großer Freianlage erleben können und freue mich, dass es jetzt noch größer geworden ist. Pori und Tana kenne ich noch aus Berlin und freute mich riesig, als ich sie und ihre Kinder umzugsbedingt für ein paar Jahre in Halle besuchen konnte. Ich werde die Elefanten in Halle vermissen, freue mich jedoch, dass sie wieder zurück in Berlin sind. Der Tierpark wächst stetig und ich hoffe, dass ihn viele besuchen werden und er sich finanziell neben dem Zoo in Berlin halten kann.
Die Elefanten-Anlage in Halle war auch schön. Jedoch ist der Besuch dort ohne die Elefanten nun weniger attraktiv geworden.
Wie se hier alle rumheulen. Ich wusste z.B. gar nicht, dass die Elefanten endlich wieder da sind. Und habe mich dann sehr gefreut sie zu sehen.
Und mal zur Info. Die Hauptanlage ist ja auch fertig. Man kann schon SEHR VIEL von der Anlage sehen. Aber halt noch nicht alles. Und vermutlich wollte man die Anlage drühstmöglich freigeben. Weshalb die Elefanten schon eingezogen sind. Obwohl sie NOCH NICHT GANZ fertig ist.
Und der Rest ist das nächstes Jahr auch fertig. Und der Bambus hat kein Stück gestört. Hab nicht mal wirklich welchen wahrgenommen. Wie konnten die Elefanten sehr gut sehen. Also keine Ahnung, was das geheule soll. Ehrlich! 🙄
Jaja, Zoos und die immerwährende Lüge vom Artenschutz.. Im selben Tonfall könnte man auch über eine JVA schreiben. Warum wird der Artenschutz in Namibia nicht vor Ort betrieben? Afrikanische Elefanten können in ihrer natürlichen Umgebung am Tag bis zu 15 Kilometer zurücklegen. Diesen Bedürfnissen kann ein Gehege niemals gerecht werden. Mit Artenschutz hat das nicht viel zu tun. Wenn sich Zoos (und Aquarien) wirklich für den Artenschutz engagieren möchten, sollte dies vor Ort geschehen, ohne die Tiere dafür aus ihrem Zuhause zu holen (oder sie zur Unterhaltung zu züchten) und sie einzusperren, damit sie von uns begafft werden können. In vielen Fällen ist ihr Leiden durch stereotype Verhaltensstörungen wie das „Weben“ (das ständige Hin- und Herschaukeln mit dem Kopf) deutlich erkennbar.
Wie im Artikel erwähnt, setzt sich das Projekt, das der Tierpark unterstützt, explizit dafür ein, Konflikte zwischen Menschen und Elefanten zu reduzieren, ein klassisches Schutzprogramm für diese bedrohte Tierart ist es also nicht.
Wir leben im 21. Jahrhundert. Bis in die Dreißiger wurden auch Menschen noch in Zoos ausgestellt. Langsam ist auch mal gut mit diesem Unsinn.