In Winterhude entsteht mit „Bloom & Bricks“ ein neues Wohnquartier, das Klinkerarchitektur, moderne Technik und ökologische Verantwortung miteinander verbindet. Bis 2027 sollen hier 124 Eigentumswohnungen realisiert werden.

Im begrünten Innenhof des neuen Quartiers in Hamburg-Winterhude stehen öffentlich zugängliche Grünflächen sowie ein vielseitig gestalteter Spielbereich zur Verfügung. / © Foto ALT / Shift

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In Hamburg-Winterhude entsteht auf einer Grundfläche von rund 5.400 Quadratmetern das Wohnquartier „Bloom & Bricks“ von der PEG. Im ehemaligen Alstervorland entstehen bis 2027 neue Wohnungen. Geplant sind Klinkerriemchen, begrünte Vordächer, moderne Balkone sowie begrünte Innenhöfe. Das Areal wird vom Poßmoorweg, Heidberg und Krohnskamp begrenzt.

Das Hamburger Architekturbüro APB Architekten fokussiert sich bei dem Entwurf für das Projekt auf die Verbindung von Neubau, Aufstockung und Refurbishment sowie auf eine nachhaltige Bauweise. Die PEG hat bereits Projekte wie das „Ipanema“ in Hamburg-Winterhude oder das „Karls Quartier“ in Hamburg-Schnelsen entwickelt.

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„Bloom & Bricks“ in Winterhude setzt auf Eigentumswohnungen statt Sozialwohnungen

Mit „Bloom & Bricks“ entstehen 124 hochwertige Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe. Das Angebot reicht von kompakten Apartments ab 27 Quadratmetern bis hin zu großzügigen Familienwohnungen mit bis zu 250 Quadratmetern. Viele Einheiten verfügen über einen Balkon oder direkten Gartenzugang. Penthäuser mit Dachterrassen ergänzen das Angebot. Die Preise für die Eigentumswohnungen liegen bei über 10.000 Euro pro Quadratmeter. Das Interesse sei groß und viele Wohnungen seien bereits verkauft oder reserviert, so die Projektverantwortlichen.

Sozialwohnungen werden bei diesem Projekt nicht berücksichtigt. Das Bezirksamt Hamburg-Nord begründete dies damit, dass modernisierte Wohnungen und wenige Neubauwohnungen entstünden. In diesem Fall hätten leider keine Vereinbarungen zu einem Anteil öffentlich geförderter Wohnungen getroffen werden können.

Nachhaltiges Quartier im Norden Hamburgs pflanzt Bäume im Harz

Nachhaltigkeit spielt beim Bau des Quartiers „Bloom & Bricks“ eine zentrale Rolle. So soll bestehende Bausubstanz möglichst erhalten und durch Aufstockungen ergänzt werden. Auch die Wiederverwendung von Bauteilen, etwa von Balkonen, ist vorgesehen. Die Aufstockung in Holz-Hybrid-Bauweise wurde bereits im Wettbewerb NeugeDACHt ausgezeichnet.

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Die Energieversorgung soll künftig über Fernwärme, Photovoltaikanlagen und Ladestationen gesichert werden. Als ökologischen Ausgleich für den Holzverbrauch wurde die Aufforstung von 3.000 Quadratmetern Wald im Harz unterstützt, sowie die Renaturierung von 10.000 Quadratmetern Fläche im Schönwolder Moor in Mecklenburg-Vorpommern.

Winterhude: Neues Quartier mit Aufstockungen und moderner Technik

Am Krohnskamp 20-24 werden die Bestandsgebäude vollständig entkernt, modernisiert und um zusätzliche Etagen aufgestockt. Neue Gebäudetechnik und drei Aufzüge sollen die Wohnungen direkt mit der Tiefgarage verbinden. Die straßenseitige Fassade erhält eine moderne Verkleidung mit Klinkerriemchen.

Auch das Bestandsgebäude am Heidelberg 1-5 erhält eine aufgewertete Fassade aus Klinkerriemchen sowie eine Gebäudeaufstockung. Hier ziehen später die Penthäuser und Stadtwohnungen ein. Das Gebäude wurde bereits 2010 umfassend saniert, daher wird das Gebäude nur noch um eine moderne Haustechnik und neue Eingangsbereiche ergänzt.

„Bloom & Bricks“: Abriss und Neubau am Heidberg

Die Gebäude am Heidberg 7-9 werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Insgesamt entstehen hier 34 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Auch diese Neubauten erhalten Fassaden aus Klinkerriemchen. Laut Hamburger Abendblatt erhielten die früheren Mieterinnen und Mieter entweder eine Abfindung oder wurden in neuen Wohnraum vermittelt.

Zwischen den Neubauten und den modernisierten Bestandsgebäuden entsteht ein großzügig begrünter Innenhof mit Spielbereich. Der Entwurf stammt von dem Hamburger Landschaftsarchitekturbüro Mera. Ein angrenzender Gemeinschaftsraum für alle Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Gewerbeflächen am Poßmoorweg ergänzen das Konzept.

 

Quellen: Hamburger Abendblatt, PEG

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