Am Frankfurter Berg rollen die Bagger: Das Hilgenfeld Quartier hat die Hochbauphase erreicht und markiert damit den Start für eines der größten Wohnprojekte der Stadt Frankfurt.

Stadtrat Marcus Gwechenberger, ABG-Geschäftsführer Frank Junker und der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef informierten über den Beginn des Hochbaus für das zukünftige Wohnquartier im Hilgenfeld. / © Foto: ABG Frankfurt Holding / Jean-Luc Valentin
© Titelbild und Foto: ABG Frankfurt Holding
Im Frankfurter Norden wächst eines der größten Wohnungsbauprojekte der Stadt, das Hilgenfeld Quartier. Nun konnte auf dem 17,7 Hektar großen Areal am Frankfurter Berg die Hochbauphase eingeläutet werden. Insgesamt entstehen in dem neuen Stadtviertel 54 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 860 Wohnungen. Rund 40 Prozent davon sind öffentlich gefördert. Bis 2027 sollen etwa 2.500 Menschen hier ein neues Zuhause finden.
Den offiziellen Baustart markierte ein Termin mit Oberbürgermeister Mike Josef, Planungsdezernent Marcus Gwechenberger und ABG-Geschäftsführer Frank Junker. Sie betonten die Bedeutung des Projekts, das bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum schaffen und für die Zukunft des Wohnungsbaus in Frankfurt richtungsweisend sein soll.
Aktueller Stand im Hilgenfeld Quartier: Geplante Fertigstellung bis 2027
Bereits im Frühjahr starteten die Erschließungsarbeiten auf dem Gelände, inzwischen begann man mit den Rohbauarbeiten an den ersten Gebäuden. Die ABG Frankfurt Holding hat für die Umsetzung ein Bauvolumen von rund 280 Millionen Euro vorgesehen. Das gesamte Quartier soll nach derzeitigem Stand bis 2027 fertiggestellt sein.
Noch bevor die ersten Gebäude sichtbar wurden, stand zunächst die Vorbereitung des Areals im Mittelpunkt. Entlang der Bahnstrecke entstand eine Lärmschutzwand, außerdem wurden im Bereich der Friedberger Landstraße die Tiefbauarbeiten für die künftigen Häuser weit vorangetrieben. Ergänzt wurden diese Schritte durch umfangreiche Geothermie-Bohrungen, die später die Energieversorgung unterstützen sollen.
Bauboom im Frankfurter Berg: Was konkret im Hilgenfeld entsteht
Im Zentrum des Hilgenfeld Quartiers stehen 54 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 860 Wohnungen. Etwa 40 Prozent davon sind gefördert und sollen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Unterschiedliche Größen und Zuschnitte der Einheiten sorgen dafür, dass sowohl kleinere Haushalte als auch Familien passende Angebote finden. Zusätzlich sind auch barrierefreie Angebote vorgesehen.
Auch das gemeinschaftliche Wohnen kommt nicht zu kurz: Rund 15 Prozent der Flächen wurden an gemeinschaftliche Wohnprojekte vergeben, darunter die Gruppe GoN-Artgenossen. Darüber hinaus wurden Genehmigungen für Bauvorhaben der Wohngruppe Freunde für‘s Leben erteilt.
Hilgenfeld Quartier: ABG setzt auf Energieversorgung durch Mainova-Kooperation
Über die Wohnungen hinaus sind zwei Kindertagesstätten, Spielplätze und begrünte Aufenthaltsflächen vorgesehen. Ergänzt wird das neue Viertel durch Flächen für Gastronomie, kleine Geschäfte und Dienstleistungen. Damit soll das Hilgenfeld nicht nur Wohnraum bereitstellen, sondern auch zu einem lebendigen Quartier mit kurzen Wegen im Alltag werden.
Ein weiteres, zentrales Element im Hilgenfeld soll die Energieversorgung sein. In Kooperation mit Mainova setzt die ABG auf eine Kombination aus Geothermie, Photovoltaik-Thermie, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken. Mehr als 5.000 Solarmodule sollen auf den Dächern installiert werden. Der Strom wird größtenteils direkt vor Ort erzeugt und soll teilweise als Inklusivleistung in die Mieten einfließen. Mit diesem Ansatz möchte das Hilgenfeld Quartier schon bei Fertigstellung die Frankfurter Klimaziele für das Jahr 2040 erfüllen.
Der Frankfurter Norden wächst: Das Hilgenfeld als neues Stadtviertel mit Vorbildcharakter?
Mit dem Quartier soll Wohnraum für etwa 2.500 Menschen entstehen. Ob die Fertigstellung des Quartiers bis 2027 tatsächlich gelingt, bleibt abzuwarten. Erfahrungen bei Großprojekten zeigen, dass Verzögerungen möglich sind. Auch im Hilgenfeld könnten Kostensteigerungen oder technische Herausforderungen den Zeitplan beeinflussen.
Unabhängig vom genauen Zeitrahmen entsteht ein neues Stadtviertel mit insgesamt 860 Wohnungen, Kitas, Grünflächen und Gewerbeflächen. Mit seiner Mischung aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum, modernen Infrastrukturen und klimafreundlicher Energieversorgung setzt das Projekt Maßstäbe, die auch für künftige Bauvorhaben in Frankfurt richtungsweisend sein könnten.

Frei angeordnete Gebäudeformationen, zahlreiche Quartiersplätze und ein direkter Blick ins Gründe: Das soll das aktuell entstehende Hilgenfeld Quartier im Stadtteil Frankfurter Berg bieten. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant. / © Visualisierung: ABG Frankfurt Holding

Bereits im August liefen die Vorbereitungsarbeiten für den Hochbaustart im Hilgenfeld. Zunächst mussten Baustellenwege eingerichtet, eine Schallschutzmauer gebaut und Bohrungen für die Geothermie vorgenommen werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: ABG Holding Frankfurt, Stadtplanungsamt Frankfurt, Skyline Atlas, Frankfurter Rundschau
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


