Das neue Schwimmbad in Treptow-Köpenick könnte an der Springbornstraße 53 entstehen. Der Standort in Johannisthal wird erstmals konkret benannt.

Geplanter Standort der neuen Schwimmhalle
An der Springbornstraße 53 in Johannisthal soll nach Angaben der CDU Treptow-Köpenick die geplante neue Schwimmhalle für den Bezirk entstehen.

© Titelbild: depositphotos.com

Treptow-Köpenick soll eine neue Schwimmhalle bekommen. Geld für die ersten Planungen steht bereit, doch eine entscheidende Frage blieb bislang unbeantwortet: Wo soll das Bad entstehen? Nun taucht erstmals eine konkrete Adresse auf; nicht in einer Mitteilung des Senats oder der Berliner Bäder-Betriebe, sondern eher beiläufig in einer Publikation der CDU Treptow-Köpenick.

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  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Springbornstraße 53, 12487 Berlin
  • Projektstatus: Planung, Vorbereitung und Machbarkeitsstudie
  • Planungsmittel: 3,35 Millionen Euro

Noch Ende Juni hatte das Bezirksamt lediglich mitgeteilt, dass Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen für Planung, Vorbereitung und Machbarkeitsstudien freigegeben wurden. Einen Standort nannte die Verwaltung nicht. Auch die Berliner Bäder-Betriebe veröffentlichten bislang keine Adresse. Auch auf Nachfrage von ENTWICKLUNGSSTADT hielten sich die Beteiligten bisher bedeckt.

Wenige Tage später wurde die Ausgangslage konkreter. Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses erklärte die Senatsverwaltung, für Treptow-Köpenick seien 3,35 Millionen Euro für Planung, Vorbereitung und Machbarkeitsstudie vorgesehen. Zugleich verwies sie darauf, dass es bereits in der Vergangenheit Überlegungen für ein Funktionsbad gegeben habe und möglicherweise auf frühere Planungen zurückgegriffen werden könne.

Schwimmbad in Treptow-Köpenick: CDU nennt Springbornstraße 53

Nun gibt es erste Hinweise auf einen möglichen Standort. In der Kreisverbandszeitung „WiSO“ der CDU Treptow-Köpenick wird im Zusammenhang mit der geplanten Schwimmhalle die Springbornstraße 53 in Johannisthal genannt.

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Damit gibt es erstmals eine konkrete Adresse. Eine entsprechende öffentliche Bestätigung durch Bezirksamt, Senatsverwaltung oder Berliner Bäder-Betriebe liegt bislang allerdings nicht vor.

Der Standort wäre bemerkenswert. An der Springbornstraße 53 befand sich jahrzehntelang der sogenannte „Springborn-Club“, auch als „Südclub“ bekannt. Die frühere Gaststätte und Veranstaltungsstätte schloss vor einigen Jahren. Heute führt der Biker-Club „Slow Ride Crew“ die Adresse als ihren Veranstaltungsort.

Entsteht die neue Schwimmhalle unweit des neuen „Segelflieger Quartiers“?

Sollte sich die Schwimmhallenplanung für dieses Grundstück bestätigen, wäre die Standortwahl nicht zufällig. Er liegt in einem Teil Johannisthals, der sich derzeit stark verändert. Nicht weit von der Springbornstraße entfernt entsteht auf dem ehemaligen Flugfeld das „Segelflieger Quartier“ mit rund 1.800 Wohnungen.

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Auf dem rund 21 Hektar großen Areal haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Neben neuen Wohnungen sind eine Kita, ein Stadtteilzentrum und umfangreiche Gewerbeflächen vorgesehen. Eine neue Schwimmhalle an der Springbornstraße würde damit im Umfeld eines der größten laufenden Stadtentwicklungsprojekte in Treptow-Köpenick entstehen.

Das Bild zeigt einen Schwimmer beim Training unter Wasser in einer Schwimmhalle. Das Symbolbild steht für das geplante neue Schwimmbad in Treptow-Köpenick und den Ausbau der Wasserflächen für Sport und Schwimmunterricht.

Ein Schwimmer trainiert in einer Schwimmhalle seine Bahnen. Das geplante neue Schwimmbad in Treptow-Köpenick soll künftig zusätzliche Wasserflächen für Schulschwimmen, Vereinssport und die Ausbildung von Rettungsschwimmern schaffen. / © Foto: depositphotos.com

Neue Schwimmhalle soll Engpass bei Wasserflächen in Treptow-Köpenick entschärfen

Der Bedarf an zusätzlichen Wasserflächen beschäftigt Treptow-Köpenick schon lange. Bereits 2018 verwies das Bezirksamt auf knappe Kapazitäten für Schulen und Vereine. Die bestehende Schwimmhalle Baumschulenweg ist klein und vor allem für Schul- und Vereinssport vorgesehen. Auch die Schwimmhalle im Allendeviertel deckt nur einen Teil des Bedarfs im flächenmäßig größten Berliner Bezirk.

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Das geplante Bad soll deshalb kein klassisches Freizeitbad werden. Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Kapazitäten für Schulen, Vereine und die Ausbildung von Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern. Wie schnell das Schwimmbad in Treptow-Köpenick tatsächlich entstehen könnte, bleibt jedoch offen. Einen verbindlichen Baubeginn, eine Fertigstellung oder eine bestätigte Bauzeit gibt es nicht.

Schwimmbad in Treptow-Köpenick ist Teil des großen Berliner Bäderprogramms

Das Projekt gehört zu einer deutlich größeren Investitionsphase der Berliner Bäder-Betriebe. Bis 2030 plant das Unternehmen Bauvorhaben mit einem Volumen von mehr als 600 Millionen Euro. Dazu zählen Sanierungen, Modernisierungen und Neubauten.

Für Treptow-Köpenick beginnt dennoch erst die eigentliche Planungsphase. Die Springbornstraße 53 ist derzeit der konkreteste öffentlich bekannt gewordene Standort-Hinweis. Ob die Fläche tatsächlich ausgewählt wird und was das für die bestehende Nutzung bedeutet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Die Visualisierung zeigt das geplante Kiezzentrum im „Segelflieger Quartier“ in Adlershof. Zwischen historischen und modernen Gebäuden entstehen begrünte Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten, Gastronomie, Einzelhandel und Platz für kulturelle Nutzungen. Menschen nutzen die öffentlichen Freiräume zum Verweilen, Einkaufen und für Begegnungen im neuen Stadtquartier.

Eine Visualisierung zeigt das geplante Kiezzentrum im „Segelflieger Quartier“ in Adlershof mit öffentlichen Aufenthaltsflächen, Gastronomie, Einzelhandel und kulturellen Angeboten. Vielleicht gibt es ganz in der Nähe bald auch eine neue Schwimmhalle. / © Visualisierung: BAUWERT

Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Berliner Bäder-Betriebe, CDU Treptow-Köpenick, Bauwert AG

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One Comment

  1. Christiana Vogt 25. August 2026 at 10:13 - Reply

    Es ist begrüßenswert und notwendig, dass TK eine neue Schwimmhalle erhält. Warum entsteht sie nicht dort in der Nähe wo ursprünglich mal ein Thermalbad geplant war? Dort ist der neue, grosse Schulkomplex, und eine freie, unbebaute Fläche steht dort auch zur Verfügung.

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