In Spandau sind drei neue Wohngebäude mit insgesamt 231 Wohnungen fertiggestellt worden. Die landeseigene HOWOGE will damit geförderten Wohnraum mit einer klimafreundlichen Bauweise verbinden. Die ersten Mieterinnen und Mieter können ab dem 1. Februar 2026 einziehen.

Bald bezugsfertig: Die Neubauten am Havelufer in Hakenfelde bestehen aus drei Wohngebäuden mit insgesamt 231 mietpreisgebundenen Wohnungen. Die Fassaden heben sich mit einem leuchtenden Rot deutlich vom Umfeld ab. / © HOWOGE, Foto: Harry Schnitger
© Fotos: Harry Schnitger / HOWOGE
In Hakenfelde, direkt an der Havel, sind drei Neubauten mit insgesamt 231 mietpreisgebundenen Wohnungen fertiggestellt worden. Die landeseigene HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH übernimmt damit den Großteil der im städtebaulichen Vertrag vorgesehenen geförderten Wohnungen im Havelufer-Quartier.
Vor ziemlich genau einem Jahr war auf dem Gelände Richtfest gefeiert worden, nun können die ersten Mieterinnen und Mieter ab dem 1. Februar 2026 einziehen.
Drei Wohnhäuser an der Havel: Was an der Marius-Carpentier-Straße und Streitstraße entstanden ist
Die drei Gebäude verteilen sich auf zwei Grundstücke. Auf der rund 7.200 Quadratmeter großen Fläche an der Marius-Carpentier-Straße entstanden zwei Baukörper mit jeweils sieben Obergeschossen und insgesamt 191 Wohnungen.
Das dritte Haus an der Streitstraße 5 verfügt über sechs Stockwerke und 40 Wohnungen, die einen direkten Blick auf die Havel bieten. Auffällig ist die Farbgestaltung: Während die ursprünglichen Visualisierungen einen braunen Ton zeigten, wurden die Fassaden schließlich in einem leuchtenden Rot ausgeführt.
Die Wohnungen reichen von Ein- bis Vierzimmerwohnungen, rund die Hälfte der Einheiten ist barrierefrei zugänglich. Für umweltfreundliche Mobilität stehen mehr als 400 Fahrradstellplätze bereit. Errichtet wurden die Gebäude von der PORR Hochbau Region Ost in Zusammenarbeit mit der BRH Generalplaner GmbH.
Fossilfreie Energieversorgung: Neubauten wurden als Nur-Strom-Häuser realisiert
Besonderes Augenmerk habe auf einer zukunftsorientierten, klimagerechten Bauweise gelegen. Die Neubauten wurden als sogenannte Nur-Strom-Häuser realisiert, sie kommen vollständig ohne fossile Energieträger aus. Wie die HOWOGE mitteilt, habe man die Dächer extensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, die den größten Teil des Strombedarfs erzeugen. Ergänzend wird zertifizierter Grünstrom aus dem öffentlichen Netz bezogen.
Die Wärmeversorgung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen, Warmwasser wird dezentral über elektrische Durchlauferhitzer bereitgestellt. Jede Wohnung ist mit moderner, energieeffizienter Haustechnik ausgestattet, wodurch das Projekt, so HOWOGE, sozialen Wohnungsbau mit ökologischen Standards verbindet.
Bauboom in Spandau: Neubauprojekte wie Havelufer und Insel Gartenfeld prägen den Bezirk
Die Fertigstellung der Wohnungen im Havelufer-Quartier ist Teil eines breiten Baubooms in Spandau: Im vergangenen Jahr wurden in der Wasserstadt Oberhavel bereits 238 Wohnungen fertiggestellt und zur Vermietung freigegeben.
In Staaken wird das Projekt „Grüne Freiheit“ in den ersten Teilen ab März bezugsfertig, während auf der Insel Gartenfeld eines der größten Neubauvorhaben Spandaus sichtbar wächst und neue Quartiere mit mehreren hundert Wohnungen entstehen. Auch wenn der Wohnraumbedarf in Berlin weiterhin hoch bleibt, entstehen im Bezirk damit zumindest erste neue Kapazitäten. Im nächsten Schritt müssen nun noch Infrastruktur, Mobilität und weitere Begleitangebote mitwachsen.


Das sechsgeschossige Gebäude mit 40 Wohnungen an der Streitstraße 5 bietet direkten Blick auf die Havel und eine kompakte Wohnanlage auf rund 2.100 Quadratmetern. Die Visualisierung zeigt die Neubauten ursprünglich in einem braunen Farbton. Tatsächlich wurden die Fassaden nun jedoch in einem leuchtenden Rot ausgeführt. / © HOWOGE, Foto: Harry Schnitger / Visualisierung: BRH Generalplaner GmbH

Auf den beiden siebenstöckigen Gebäuden an der Marius-Carpentier-Straße 14/16 entstanden 191 Wohnungen auf einem rund 7.200 Quadratmeter großen Grundstück, geprägt von der markant roten Fassadengestaltung. / © HOWOGE, Foto: Harry Schnitger
Quellen: HOWOGE
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