Auf dem Campus der Berliner Hochschule für Technik (BHT) in Berlin-Wedding entsteht mit dem „Wedding Advanced Laboratories“ (WAL) ein neues Zentrum für angewandte Wissenschaften. Der Neubau soll ab August 2025 bezugsfertig sein und bietet modern ausgestattete Labore, Büros und Seminarräume für technologische Studiengänge.

Der nahezu fertiggestellte Laborneubau „WAL – Wedding Advanced Laboratories“ an der Luxemburger Straße in Berlin-Wedding: Die Fassade des fünfgeschossigen Gebäudes ist bereits vollständig montiert und besteht aus grün glasierten Keramikelementen, die dem Bau eine markante Erscheinung verleihen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Im Berliner Stadtteil Wedding entsteht derzeit ein fünfgeschossiges Laborgebäude mit dem Namen „Wedding Advanced Laboratories“ (WAL). Das Bauwerk an der Luxemburger Straße umfasst rund 15.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und soll künftig die Studiengänge Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Pharma- und Chemietechnik sowie Verfahrenstechnik beherbergen.
Der ursprünglich für 2024 geplante Abschluss verzögerte sich, doch nun nimmt das Projekt Kurs auf die Zielgerade. Die Berliner Hochschule für Technik (BHT) wird das Gebäude ab August 2025 sukzessive beziehen. Der Lehrbetrieb in den neuen Räumen ist für Ende September vorgesehen. Verantwortlich für das Projekt ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die auch den Architekturwettbewerb durchgeführt hat. Den Zuschlag erhielt das Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten.
82-Millionen-Euro-Projekt schafft moderne Infrastruktur für Forschung und Lehre in Wedding
Das neue Gebäude ersetzt veraltete Mietflächen und soll den dringend benötigten Raum für Forschung und Lehre schaffen. Insgesamt sind 46 nasschemische Labore, 32 Büros sowie sechs Seminarräume geplant. Damit reagiert die Hochschule auf ein jahrelanges Flächendefizit, das vor allem gut ausgestattete Laborräume betraf.
Finanziert wird der Neubau mit rund 82 Millionen Euro aus Landesmitteln. Die Planerinnen und Planer legten dabei besonderen Wert auf eine funktionale Struktur, moderne Ausstattung und ein städtebaulich integriertes Erscheinungsbild.
Zugang wiederhergestellt: Neue Wege und Freiflächen rund um den Laborneubau an der BHT
Während der Bauzeit war der Verbindungsweg zwischen den Gebäuden Gauß, Grashof und Bauwesen gesperrt. Seit Frühjahr 2025 ist die sogenannte Esplanade entlang der Baustelle wieder begehbar. Der fertiggestellte Weg weckt bei Studierenden und Mitarbeitenden Vorfreude auf den Bezug des neuen Gebäudes.
Die Freiflächen rund um den Neubau sollen Aufenthaltsqualität bieten und Rücksicht auf den bestehenden Baumbestand nehmen. Ziel ist es, den neuen Laborbau als sozialen, öffentlichen und inklusiven Ort zu etablieren.
Grundsteinlegung in der Pandemie: Der symbolische Beginn des zukunftsweisenden Projekts „WAL“
Die Grundsteinlegung fand bereits im März 2021 unter Pandemiebedingungen statt, digital und ohne Publikum. Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule und der Berliner Politik befüllten eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten und versenkten sie auf dem Baufeld.
Das Bauvorhaben gilt als wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Stadt- und Hochschulentwicklung. Der Neubau stärkt den Wissenschaftsstandort Berlin, so die Einschätzung der Beteiligten beim Richtfest im Jahr 2022.
Campusentwicklung in Tegel: Die BHT wird Teil der Urban Tech Republic
Die Erweiterung des BHT-Standorts auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel ist bereits in Vorbereitung. Laut aktueller Planung sollen dort künftig weitere Studiengänge sowie ein Gründungszentrum untergebracht werden. Die Hochschule wird damit Teil der entstehenden Urban Tech Republic.
Das „WAL“-Gebäude bildet den Auftakt einer langfristig angelegten Entwicklung und soll als Vorbild für funktionale, nachhaltige Hochschulbauten im urbanen Raum dienen.
Quellen: Berliner Hochschule für Technik
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Dafür mußte eine einzigartige Tischtennisplatte aus Beton dran glauben…