Im Berliner Regierungsviertel ist der Erweiterungsbau des Bundesministeriums des Innern fertiggestellt und offiziell zur Nutzung übergeben worden. Mit dem 13-geschossigen Neubau am Moabiter Werder bündelt das Ministerium weitere Arbeitsbereiche an einem Standort. Das Projekt markiert den Abschluss eines seit Jahren verfolgten Standortkonzepts.

Bundesinnenministerium Erweiterungsbau

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe zeigten sich BBR-Vizepräsident Markus Dürig, die Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sowie BImA-Vorstandsmitglied Johannes Fietz (v. l. n. r.) zufrieden über das Erreichen dieses Meilensteins. / © Foto: BBR / Niklas Janke

© Fotos: BBR / Niklas Janke
© Visualisierung Titelbild: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten

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Am 15. Dezember 2025 wurde der Erweiterungsbau des Bundesministeriums des Innern offiziell zur Nutzung übergeben. Zu diesem Anlass nahm Bundesinnenminister Alexander Dobrindt symbolisch den Schlüssel für den Neubau entgegen, während Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Bauherrin sowie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen würdigten.

Gleichzeitig schließt der Neubau den Berliner Dienstsitz des Ministeriums am Moabiter Werder baulich ab. Damit wird ein langfristig angelegtes Gesamtkonzept vollendet, das darauf abzielt, zuvor auf mehrere Standorte verteilte Arbeitsbereiche zusammenzuführen und so sowohl sicherheitsrelevante als auch wirtschaftliche Anforderungen zu erfüllen.

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Wettbewerb 2005, Fertigstellung 2015, Erweiterung 2024: Die Entwicklung des BMI-Komplexes

Der Berliner Dienstsitz des BMI besteht seit 1999. Zunächst arbeiteten einzelne Abteilungen an verschiedenen Standorten in der Stadt. Ein offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb aus dem Jahr 2005 sollte diese Situation verändern.

Aus dem Verfahren ging 2007 das Berliner Büro Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH als erster Preisträger hervor. Die Bauteile A und B wurden 2015 fertiggestellt. Aufgrund wachsender Aufgaben und zusätzlicher Stellen folgte nun Bauteil C als Erweiterung.

13 Geschosse am Moabiter Werder: Bauteil C schafft 350 neue Arbeitsplätze

Der Erweiterungsbau umfasst 13 Vollgeschosse und bietet Platz für rund 350 Büroarbeitsplätze. Ergänzt wird das Hochhaus durch ein Besucherzentrum sowie ein eingeschossiges Eingangs- und Kontrollgebäude. Zudem beträgt die Brutto-Grundfläche rund 14.300 Quadratmeter, die Nutzungsfläche etwa 7.200 Quadratmeter.

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Aufgrund der begrenzten Grundstücksfläche entschieden sich die Planerinnen und Planer für eine vertikale Lösung. Der Neubau fügt sich in die gestaffelte Höhenentwicklung des Ensembles ein und setzt zugleich einen markanten Akzent zwischen Stadtbahntrasse und den bestehenden Gebäuden. Die Bauarbeiten begannen im August 2021. Nach dem Abschluss der Baugrube im Frühjahr 2022 folgten Rohbau und Ausbau. Das Richtfest wurde im Juli 2023 gefeiert, Ende 2024 war der Bau abgeschlossen.

Regenwasserspeicher 2020 und Bau an der Stadtbahntrasse: Frühphase des BMI-Erweiterungsbaus

Bereits in einer frühen Projektphase wurden vorbereitende Maßnahmen umgesetzt, darunter der Einbau eines unterirdischen Regenwasserspeichers im Jahr 2020. Dieser Schritt diente der Entlastung der Entwässerung und war Voraussetzung für die anschließenden Tiefbauarbeiten. Zudem entstand der Erweiterungsbau in direkter Nachbarschaft zum Garten des Bundeskanzleramts und entlang der stark frequentierten Stadtbahntrasse, was die städtebaulichen und logistischen Anforderungen des Projekts zusätzlich prägte.

Die Gesamtkosten des Erweiterungsbaus belaufen sich auf rund 112 Millionen Euro. Nach Abschluss der eigentlichen Bauarbeiten schloss sich eine mehrmonatige Inbetriebnahmephase an, in der unter anderem die Büros möbliert, technische Anlagen getestet und die mediale Ausstattung installiert wurden. Parallel dazu liefen die organisatorischen Vorbereitungen für die Aufnahme des regulären Dienstbetriebs.

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Flächeneffizienz im Regierungsviertel: Bauteil C schließt den BMI-Standort am Moabiter Werder ab

Bauteil C wurde nach aktuellen Bundesvorgaben zur Flächeneffizienz geplant und umgesetzt. Dabei sollten die zusätzlichen Verwaltungsflächen kompakt organisiert werden, während zugleich zeitgemäße und funktionale Arbeitsbedingungen entstanden.

Mit der Übergabe des Neubaus erhält das Bundesinnenministerium nun zusätzliche Kapazitäten an zentraler Stelle im Berliner Regierungsviertel. Gleichzeitig schließt der Erweiterungsbau die langfristige Entwicklung am Moabiter Werder baulich ab und stärkt den Verwaltungsstandort in direkter Nähe zu Kanzleramt und Bundestag.

BMI Neubau Erweiterungsbau in Alt-Moabit

© Foto: BBR / Niklas Janke

BMI-Erweiterungsbau

© Foto: BBR / Niklas Janke

BMI-Erweiterungsbauin Alt-Moabit

© Foto: BBR / Niklas Janke

Quellen: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Wikipedia, Architektur Urbanistik Berlin

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One Comment

  1. Christoph W. 17. Dezember 2025 at 17:12 - Reply

    Gruselig, wie ein Erweiterungsbau für Stammheim. Ein weiterer, trostloser Raster-Klotz. Welche Idee steckte eigentlich hinter solcher Ideenlosigkeit? Was soll der Bau ausdrücken in seiner Überhöhung der Monotonie?

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