Auf dem Gelände des ehemaligen Osram-Glaswerks in Spandau schreitet die Entwicklung weiter voran. Neben der Revitalisierung des historischen Bestands plant der Eigentümer nun ein Hochhaus für temporäres Wohnen. Im Fokus stehen dabei nicht Touristen, sondern Fachkräfte.

So könnte die Lobby im Projekt „Spektrum“ künftig aussehen: die Gestaltung orientiert sich an einer klaren, funktionalen Architektursprache mit Bezug zum historischen Kontext des Standorts. / © Visualisierung: Eike Becker_Architekten
© Titelbild: Eike Becker_Architekten
Zwischen Backsteinfassaden und Baugerüsten verändert sich das Areal des früheren Osram-Glaswerks in Berlin-Spandau sichtbar. Während die Sanierung des historischen Bestands voranschreitet, konkretisieren sich auch die Pläne für einen Neubau: Mit dem Projekt „Spektrum“ soll direkt an der Nonnendammallee ein rund 51,5 Meter hoher Turm entstehen. Vorgesehen sind 15 Geschosse in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Station Paulsternstraße.
Das geplante Gebäude zielt auf die temporäre Unterbringung von Fachkräften, Monteuren und Projektteams. Hintergrund ist ein wachsender Bedarf im Umfeld der Siemensstadt, wo sich Industrie- und Technologieunternehmen zunehmend ansiedeln oder erweitern.
Zur Unterbringung von Fachkräften: Hochhaus „Spektrum“ ergänzt Osram-Glaswerk in Berlin-Spandau
Nach Angaben der Projektentwickler wurde in Gesprächen mit ansässigen und neu zuziehenden Unternehmen wiederholt auf fehlende Unterbringungsmöglichkeiten hingewiesen. Insbesondere internationale Fachkräfte und temporär eingesetzte Teams fänden bislang kaum passende Angebote im direkten Umfeld.
Das Projekt „Spektrum“ soll diese Lücke schließen und damit die infrastrukturelle Entwicklung des Standorts unterstützen. Es ist als eigenständiger Baustein innerhalb der Gesamtentwicklung geplant und ergänzt die bereits laufenden Maßnahmen auf dem Gelände.
Technologiecampus „LUXWERK“ an der Nonnendammallee: Transformation des historischen Standorts
Das ehemalige Glaswerk bildet den Kern des heutigen „LUXWERK“-Areals. Seit dem Erwerb im Jahr 2021 wird das rund 90.000 Quadratmeter große Gelände schrittweise umgestaltet. Zunächst lag der Fokus auf dem denkmalgeschützten Bestand mit etwa 20.000 Quadratmetern Fläche. Dort haben im Herbst 2025 erste Sanierungsarbeiten begonnen, darunter die Erneuerung der Fenster entlang der Nordfassade.
Parallel dazu entstehen neue Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten. Die Kombination aus Bestandsentwicklung und Neubau soll Raum für Produktion, Forschung und kreative Nutzung schaffen. Hohe Decken, flexible Grundrisse und eine Trennung von Lieferverkehr und Fußwegen sind zentrale Elemente der Planung.
An der planerischen Umsetzung sind die Büros David Chipperfield Architects, die den Masterplan sowie den Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand verantworten, und Eike Becker_Architekten beteiligt, die den Neubau „Spektrum“ entwerfen.
Quellen: Luxwerk Aventos Group, ahgz / Immobilien Zeitung, BauNetz
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