Zwischen Landsberger Allee und Franz-Jacob-Straße könnte sich das Bild des Fennpfuhls verändern. Auf einer heute vor allem von Stellplätzen geprägten Fläche ist neuer Geschosswohnungsbau geplant. Inzwischen hat das Bezirksamt eine wichtige planungsrechtliche Entscheidung getroffen.

Die heute von Stellplätzen geprägte Fläche nördlich der Landsberger Allee 154–162 soll nach den vorliegenden Planungen mit einem 18-geschossigen Hochhaus und einem elfgeschossigen Riegel bebaut werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf einer bislang weitgehend als Parkplatz genutzten Fläche im Berliner Fennpfuhl könnte ein neues Wohnhochhaus entstehen. Vorgesehen sind zwei miteinander verbundene Baukörper. Das größere Gebäude soll 18 Geschosse erreichen. Für das Vorhaben liegt inzwischen ein Bauvorbescheid vor.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: nördlich Landsberger Allee 154–162, 10369 Berlin
- Projektstatus: Bauvorbescheid im August 2026 erteilt
- Hochhaus: 18 Geschosse
Im März 2026 ging beim Bezirksamt Lichtenberg der Antrag auf einen Vorbescheid ein. Die amtliche Bezeichnung lässt wenig Zweifel an der Dimension: Geplant ist die „Errichtung eines 18-geschossigen Hochhauses und eines 11-geschossigen angebauten Riegels als Geschosswohnungsbau“. Weitere Angaben zu Wohnungszahl, Gebäudehöhe in Metern, Bauherr oder Architekt veröffentlichte der Bezirk zunächst nicht.
Inzwischen ist das Verfahren einen Schritt weiter. In seiner Übersicht für August 2026 führt das Bezirksamt das Vorhaben als erteilten Bauvorbescheid nach § 75 der Berliner Bauordnung. Damit wurden bestimmte im Antrag gestellte planungsrechtliche Fragen vorab verbindlich geklärt. Eine Baugenehmigung ist damit jedoch noch nicht verbunden. Ein konkreter Baubeginn lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten.
Landsberger Allee 154–162: Parkplatzfläche rückt in den Fokus
Die Fläche liegt nördlich der Wohnbebauung an der Landsberger Allee. Vor Ort prägen heute zahlreiche Stellplätze und Bäume das Grundstück. Unmittelbar südlich steht die bestehende Wohnbebauung. Der Neubau würde sich damit in eine Umgebung einfügen, die bereits von größeren Wohnblöcken und einzelnen Hochhäusern geprägt ist.
Interessant ist ein Blick in das bezirkliche Soziale Infrastruktur-Konzept 2023/24. Darin erscheint eine Fläche mit der Bezeichnung „Nördlich Parkplatz Landsberger Allee 154–162“. Ihre Größe gibt der Bezirk mit rund 8.600 Quadratmetern an. Als bestehende Nutzung nennt das Konzept unter anderem Parkplatz und Verkehrsfläche; als künftige Nutzung werden öffentliche Sportanlagen aufgeführt.
Ob diese im Konzept erfasste Fläche vollständig mit dem Grundstück des nun beschiedenen Wohnprojekts übereinstimmt, geht aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen allerdings nicht eindeutig hervor.

Die Wohnblöcke an der Landsberger Allee prägen das direkte Umfeld der geplanten Neubauten. Der größere der beiden neuen Baukörper soll 18 Geschosse erhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Fennpfuhl: Weitere Hochhäuser und Wohnungen in der Umgebung geplant
Das Vorhaben steht zudem nicht allein. Im Fennpfuhl und rund um die Storkower Straße laufen mehrere größere Planungen. Beim Hochhausquartier „Fennpfuhler Tor“ an der Storkower Straße sollen ebenfalls neue Wohnungen entstehen. Im August 2026 gingen für die Storkower Straße 175 sogar zwei neue Vorbescheide für Wohnungsbauprojekte ein.
Auch an der Hohenschönhauser Straße soll sich das Stadtbild verändern. Auf einem früheren Busparkplatz plant die HOWOGE ein Quartier mit rund 580 Wohnungen und einem bis zu 16-geschossigen Hochpunkt. Das Projekt gehört zu mehreren Hochhausvorhaben im Berliner Osten, bei denen bislang anders genutzte oder bereits versiegelte Flächen für neuen Wohnungsbau vorgesehen sind.
Für das Projekt nördlich der Landsberger Allee 154–162 bleibt dagegen noch vieles offen. Öffentlich bekannt sind derzeit vor allem die beiden Baukörper und der erteilte Bauvorbescheid. Eine Zahl der geplanten Wohnungen, ein Projektentwickler oder einen Zeitraum der Realisierung sind bisher nicht öffentlich bekannt.
Wohnhochhaus nördlich Landsberger Allee 154–162
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg
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7 Kommentare
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Warum müssen immer grün Flächen verschwinden, es stehen soviele Wohnungen leer, die sollen erst mal vermieten werden, statt ständig Neubau.
Wenn so weiter gemacht wird ist Berlin bald nur noch eine Beton Oase und sonst nichts mehr.
Die angrenzenden Anwohner werden sich wohl freuen, so einen Wohnblock direkt vor die eigenen Fenster gesetzt zu bekommen.
Es ist schon erstaunlich, wo überall solche Bauvorhaben den Wohnungsmangel lösen sollen. Ob man da dann auch wohnen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Die ehemalige DDR hat da vieles besser gemacht. Heute kennt man nur noch dichtes bis es quietscht.
Ich glaube nicht,das wir hier in der Gegend noch mehr Hochhäuser brauchen und noch mehr Grünflächen weichen müssen. Es gibt jetzt schon kaum Parkplätze.
Es sieht hier bald aus wie in NewYork. Wie furchtbar.
Ich finde auch es gibt Orte, wo mehr Platz für noch mehr Wohnungen sind. Parkplätze sind überall schon rar. Aber man kann ja sein Auto vielleicht mit in die Wohnung nehmen
Das Tempelhofer Feld steht leer weil 25% der Bevölkerung das wollen und in Hohenschönhausen wird den Menschen, wie am Alex die letzte Sonne genommen.
Wer so etwas plant kriegt irgendwann komische Wahlergebnisse.
Si etwas kommt dabei raus, wenn Ideologie über Vernunft siegt.
Die sollen lieber die Ruine in der Gerenseestr bauen oder sanieren.
In den neuen Wohnungen kann man sich die miete nicht bezahlen.
Berlin brauch keine Wohnungen mehr sondern grüne Oasen wie zu DDR-Zeiten.
Zu DDR-Zeiten wurden Häuser gebaut mit viel Grüne Höfe und Spielplatz. Der Westen denkt nur ans Geld 💰.
Da errichtet die Howoge Wohnungen/Schule etc.