Im Neuen Gartenfeld ist ein weiteres großes Bauprojekt abgeschlossen. Das neue Parkhaus an der Gartenfelder Straße kann inzwischen genutzt werden. Rundherum bleibt die Insel jedoch eine Großbaustelle – und direkt nebenan wächst bereits das nächste markante Gebäude.

Im Mai 2026 war das neue Parkhaus an der Gartenfelder Straße noch eine Baustelle. Inzwischen ist der Mobility Hub im Neuen Gartenfeld fertiggestellt und geöffnet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf der Insel Gartenfeld nimmt das neue Stadtquartier zunehmend seinen Betrieb auf. Nachdem Anfang 2026 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner eingezogen sind, steht nun auch das große Parkhaus an der Gartenfelder Straße zur Verfügung. Damit wird ein Teil des Mobilitätskonzepts Realität, das für das gesamte Quartier eine zentrale Rolle spielt.
- Bezirk: Spandau
- Adresse: Gartenfelder Straße 14–28, 13599 Berlin
- Projekt: Mobility Hub / Parkhaus, Baufeld 30
- Projektstatus: fertiggestellt und geöffnet
- Stellplätze: rund 1.100
Noch vor wenigen Wochen gehörte das Parkhaus zu den sichtbarsten Baustellen im Neuen Gartenfeld. Das Gebäude auf Baufeld 30 liegt unmittelbar an der Gartenfelder Straße und östlich der denkmalgeschützten Belgienhalle.
Seit dem 1. September ist der sogenannte Mobility Hub I nun geöffnet. Rund 1.100 Pkw können dort untergebracht werden. Nach Angaben der Gewobag sind 600 Stellplätze in besonderen Bereichen für ihre Mieterinnen und Mieter vorgesehen. Die übrigen Plätze sollen vor allem Gewerbetreibenden sowie Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung stehen.
Parkhaus im Neuen Gartenfeld ist Teil des autoarmen Verkehrskonzepts
Das Gebäude ist in diesem Fall jedoch mehr als eine zusätzliche Parkmöglichkeit. Das Neue Gartenfeld wurde von Beginn an als autoarmes Stadtquartier geplant. Statt Autos vor den Wohnhäusern oder in zahlreichen Tiefgaragen abzustellen, soll der ruhende Verkehr weitgehend in Mobility Hubs am Rand des Quartiers gebündelt werden.
Die Fertigstellung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem immer mehr Wohnungen bezogen werden. Parallel entstehen Straßen, Grünflächen und weitere Gebäude. Der neue Stadtteil wächst auf einem rund 59 Hektar großen ehemaligen Siemens-Industriegelände; insgesamt sind rund 3.700 Wohnungen vorgesehen.

Auf den Baufeldern 30 und 31 von „Das neue Gartenfeld“ in Spandau entstehen ein 17-geschossiges Hotelhochhaus mit angeschlossenem Wohngebäude sowie ein Parkhaus mit rund 1.100 Stellplätzen. / © Foto: MBN GmbH
Neues Gartenfeld: Parkgebühren sorgen für Diskussionen
Mit der Öffnung stehen inzwischen auch die tatsächlichen Kosten fest. Gewobag-Mietende können einen Stellplatz nach Angaben der Wohnungsbaugesellschaft für 120 Euro pro Monat mieten. Das entspricht 1.440 Euro im Jahr. Ein Tagesticket kostet laut der am Parkhaus angebrachten Preistafel 20 Euro. Einen besonderen Sozialtarif für Haushalte in geförderten Wohnungen gibt es nicht.
Die Gewobag begründet dies damit, dass Stellplätze anders als geförderte Wohnungen keine vergleichbare öffentliche Förderung erhalten. Die Kosten für Bau, Finanzierung, Herrichtung und laufenden Betrieb müssten daher über die Stellplatzentgelte gedeckt werden. Zudem betreibt die Gewobag das Parkhaus nach eigenen Angaben nicht selbst, sondern hat die Immobilie verpachtet.

Im Westen Berlins, im Bezirk Spandau auf der Insel Gartenfeld, sind die Arbeiten an Wohngebäuden und Infrastrukturprojekten derzeit klar erkennbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neben dem Parkhaus wächst das nächste Großprojekt im Neuen Gartenfeld
Direkt gegenüber beziehungsweise westlich der Quartierszufahrt entsteht auf Baufeld 31 der nächste große Baustein. Dort baut MBN einen Komplex aus Wohnungen, Gewerbe und Hotel. Der 16-geschossigen Hotelkomplex soll 2027 erste Gäste aufnehmen.
Auch die Verkehrsinfrastruktur entwickelt sich weiter. Seit Ende 2025 fährt die Buslinie 339 auf die Insel. Im April 2026 begann außerdem der Bau der neuen Rhenaniabrücke für das Neue Gartenfeld. Sie soll vor allem Bus-, Rad- und Fußverkehr aufnehmen. Damit entstehen nach und nach jene Verbindungen, die das wachsende Quartier langfristig mit dem Berliner Verkehrsnetz verknüpfen sollen.
Mobility Hub im Neuen Gartenfeld
Quellen: Tagesspiegel, Gewobag, MBN GmbH, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, UTB Projektmanagement GmbH, GASAG-Gruppe
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