In Berlin-Mitte hat heute Vormittag der Spatenstich für das neue iQ spaces Forschungszentrum stattgefunden. Das Projekt soll biomedizinische Forschung, klinische Praxis und Industrie erstmals in einem Gebäude vereinen.

Am 16. September 2025 erfolgte der Spatenstich mit allen Projektbeteiligten. Das neue Forschungszentrum „iQ space Berlin-Mitte“ soll zehn Geschosse und rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche haben. / © Foto: Bayer AG& Charité, Norbert Ittermann
© Titelbild: HENN, iQ spaces
Berlin bekommt ein neues Forschungszentrum: Auf einem zentral gelegenen Grundstück nördlich des Berliner Hauptbahnhofs entsteht ein zehngeschossiges Gebäude. Das neue Zentrum soll insbesondere Gen- und Zelltherapien voranbringen und wird damit zu einem wichtigen Baustein für Berlins Position als Hub für Life-Science-Innovationen.
Träger des Projekts sind iQ spaces und UBS Asset Management. Als Partner wirken die Bayer AG, die Charité und das Berlin Institute of Health mit. Beim Spatenstich hob Vincent Wege, Managing Director von iQ spaces, hervor, dass das Zentrum Forschung, klinische Praxis und Industrie erstmals eng verzahnt zusammenbringen soll. Ziel sei es, neue Erkenntnisse schneller für Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen.
iQ spaces plant neues Forschungszentrum in Berlin-Wedding: Was soll hier konkret entstehen?
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bayer Open Innovation Campus entsteht im Ortsteil Wedding ein zehngeschossiges Forschungszentrum, das nach Fertigstellung rund 20.000 Quadratmeter hochmoderne Labor- und Büroflächen bieten soll. Das sogenannte iQ space Berlin-Mitte soll nach Fertigstellung ein Arbeitsumfeld für bis zu 900 Personen sein. Ähnlich wie beim benachbarten Projekt „Upbeat Berlin„auf der gegenüberliegenden Uferseite wird hier die Entwicklung der Europacity und des Nordhafens als Innovationsstandort deutlich vorangetrieben.
Mit einem Investitionsvolumen von etwa 200 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten Life-Science-Entwicklungen in Europa und soll Berlin als führenden Standort für biomedizinische Forschung weiter stärken. Die Baugenehmigung für das Zentrum konnte bereits nach nur fünf Monaten erteilt werden, was den recht zügigen Projektstart ermöglichte. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen, sodass die Bauarbeiten bereits in rund zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein könnten.
10-geschossiger Forschungsneubau: Mieter stehen bereits vor Baubeginn fest
Noch vor dem offiziellen Baustart konnte der Projektentwickler iQ spaces drei langfristige Mietverträge abschließen. Die Bayer AG wird dabei rund 4.400 Quadratmeter anmieten und auf dieser Fläche das Bayer Co.Lab realisieren. In den Räumen sollen künftig Biopharma-Startups wachsen und gefördert werden.
Darüber hinaus sicherte sich die Gene and Cell Therapies Incubator Berlin GmbH etwa 6.500 Quadratmeter Fläche. Weitere 4.600 Quadratmeter gehen an das Berlin Institute of Health, das diesen Gebäudeteil als Produktionsstätte für Gen- und Zelltherapien nutzen wird.
iQ spaces Forschungszentrum: Bedeutendes Projekt für die biomedizinische Forschung
Am heutigen Vormittag fiel der offizielle Startschuss für das iQ spaces Berlin-Mitte. Beim Spatenstich betonten die Beteiligten von iQ spaces, UBS Asset Management, der Bayer AG, der Charité und des Berlin Institute of Health die Bedeutung des Projekts für die biomedizinische Forschung in Deutschland.
Der architektonische Entwurf für das Forschungszentrum stammt vom Architekturbüro HENN. Mit einer transparenten Gestaltung soll der Neubau die Idee von einem „Science Schaufenster“ verkörpern. Die Projektsteuerung übernimmt SMV, während die rechtliche Begleitung durch Greenberg Traurig und DLA Piper erfolgt. Die Finanzierung des rund 200 Millionen Euro umfassenden Neubaus sichert die Hamburger Sparkasse.
Bauphase birgt Herausforderungen: Nur zweieinhalb Jahre für das iQ spaces Berlin-Mitte angesetzt
Trotz der erfolgreichen Vertragsabschlüsse und des Spatenstichs stehen der Projektentwickler iQ spaces und seine Partner nun vor den kommenden Herausforderungen der Bauphase. Die technisch anspruchsvolle Umsetzung eines zehnstöckigen Forschungsgebäudes mit modernster Labortechnik erfordert präzises Projektmanagement und eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Institutionen.
Mit dem iQ space Berlin-Mitte entsteht ein Leuchtturmprojekt für Life Sciences in Deutschland. Allerdings wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen, wie effektiv die enge Verzahnung von Forschung, klinischer Praxis und Industrie in der Praxis funktioniert.
Quellen: iQ spaces, HENN, Charité, Berlin Institute of Health, Gene and Cell Therapies Incubator Berlin GmbH, Hamburger Sparkasse, Greenberg Traurig, DLA Piper
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