Das „Neue Amt Altona“ gehört zu den ambitionierteren genossenschaftlichen Bauprojekten im Hamburger Westen. Ein Besuch vor Ort zeigt nun deutlich, wie weit die Umsetzung vorangeschritten ist und wie sich die Planungen zunehmend im Stadtbild ablesen lassen.

Visualisierungen Neues Amt Altona

Bis Frühjahr 2026 sollen im „Neuen Amt Altona“ moderne Büro- und Gemeinschaftsflächen entstehen, die vor allem für Selbstständige, kleinere Unternehmen und Kreativschaffende aus Altona und Umgebung vorgesehen sind. / © Visualisierung: Common Agency

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierungen: Common Agency

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Mit dem „Neuen Amt Altona“ entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Finanzamts an der Neuen Großen Bergstraße ein Neubau, der Arbeiten, Öffentlichkeit und gemeinschaftliche Nutzung miteinander verbinden soll. Das Projekt wird von einer Genossenschaft getragen und versteht sich als Modell für eine langfristig bezahlbare, gemeinschaftlich organisierte Stadtentwicklung. Geplant sind Büro- und Coworkingflächen, ergänzt durch öffentlich zugängliche Nutzungen im Erdgeschoss.

Der Neubau ergänzt den denkmalgeschützten Bestandsbau und ist als Holz-Hybrid-Gebäude konzipiert. Während der Altbau saniert und langfristig als Kreativstandort weitergenutzt wird, entsteht daneben ein Neubau, der in seiner Konstruktion und Organisation neue Akzente setzen soll. Insgesamt sollen künftig rund 1.600 Quadratmeter Fläche für unterschiedliche Arbeitsformen zur Verfügung stehen.

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„Neues Amt Altona“: Rohbau sichtbar fortgeschritten, Fenster eingesetzt

Neues Amt Altona Baustelle

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der aktuelle Bauzustand lässt das Projekt deutlich erkennen. Der Rohbau ist vollständig aufgerichtet und prägt mit seiner Kubatur bereits seit einiger Zeit das Umfeld – schon im Oktober 2025 wurde Richtfest gefeiert. Gerüste umgeben weiterhin große Teile des Gebäudes, gleichzeitig sind in mehreren Geschossen bereits Fenster eingesetzt. Der Baukran ist nach wie vor in Betrieb, was auf laufende Arbeiten am Ausbau und an der Fassade hinweist.

An der Neuen Großen Bergstraße: Holz-Hybridbau als konstruktives Prinzip

Ein zentrales Element des Neubaus ist die Holzbauweise in den oberen Geschossen, kombiniert mit einem massiven Sockel aus Stahlbeton. Dieses Konstruktionsprinzip soll sowohl statischen Anforderungen als auch ökologischen Zielsetzungen gerecht werden. Der Einsatz von Holz reduziert den Materialeinsatz von Beton und Stahl und trägt zu einer besseren CO₂-Bilanz bei.

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Bereits in früheren Bauphasen wurden große Holzbauteile per Kran aufgesetzt, ein Schritt, der den Baufortschritt sichtbar beschleunigte. Nun rücken Fassadenarbeiten, technische Installationen und der Innenausbau zunehmend in den Fokus der Baustelle.

In Altona entsteht ein Ort zwischen Arbeit, Nachbarschaft und Stadt

Visualisierung Büro von innen

© Visualisierung: Common Agency

Inhaltlich verfolgt das Projekt weiterhin das Ziel, mehr zu sein als ein klassisches Bürohaus. Die geplanten Nutzungen sollen sich an Selbstständige, kleine Unternehmen und Initiativen richten, die langfristig stabile Mietbedingungen suchen. Gleichzeitig ist vorgesehen, das Erdgeschoss für öffentlich zugängliche Angebote wie Gastronomie oder Veranstaltungen zu öffnen.

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Mit diesem Ansatz soll ein Ort entstehen, der sich in den Stadtteil einfügt und nicht ausschließlich nach innen funktioniert. Die genossenschaftliche Struktur bildet dabei die Grundlage für Mitsprache und langfristige Nutzungssicherheit.

Ehemaliges Finanzamt weicht Neubau: Geplante Fertigstellung im Frühling 2026

Auch wenn die Baustelle sichtbar gut voranschreitet, liegt noch ein erheblicher Teil der Arbeiten vor dem Projekt. Fassadenfertigstellung, Innenausbau und technische Ausstattung werden den Bau in den kommenden Monaten prägen. Die geplante Fertigstellung im Frühjahr 2026 bleibt dabei der zentrale zeitliche Bezugspunkt.

Schon jetzt zeigt sich jedoch, dass das „Neue Amt Altona“ seine Rolle als städtebauliches Projekt zunehmend einnimmt: als sichtbarer Neubau, der einen alternativen Weg zwischen Bestandserhalt, Neubau und gemeinschaftlicher Nutzung erprobt.

Neues Amt Altona Baustelle

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Visualisierung Neues Amt Altona

© Visualisierung: Common Agency

Quellen: Neues Amt Altona eG, Szene Hamburg, hamburg.de, Landschaftsarchitektur+, Felix Dechert Architekten

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