An der Kreuzung von Berliner Straße und Clayallee ist das neue Ärzte- und Geschäftshaus „Berclay“ inzwischen fertiggestellt. Während erste Praxen und Geschäfte bereits eingezogen sind, hat sich auch der öffentliche Raum rund um den Neubau verändert.

Ein giebelständiger Gebäudeteil markiert die Ecke zur Berliner Straße und gibt dem Neubau einen eigenen Abschluss. / © Foto: Markus Loeffelhardt
© Fotos: Markus Loeffelhardt
Wer heute an der Ecke Berliner Straße und Clayallee unterwegs ist, sieht einen deutlich veränderten Stadtraum. Wo noch vor wenigen Jahren ein älteres Geschäftshaus stand, befindet sich inzwischen das neue „Berclay“. Der Neubau ist seit November 2025 fertiggestellt und nimmt mittlerweile sichtbar seinen Platz im Alltag von Zehlendorf Mitte ein.
Das Gebäudeensemble umfasst rund 9.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Vorgesehen sind vor allem Arztpraxen, Einzelhandel und weitere gewerbliche Nutzungen. Architektonisch besteht der Bau aus mehreren miteinander verbundenen Gebäudeteilen. An der Ecke zur Berliner Straße setzt ein giebelständiger Kopfbau einen markanten Akzent, während sich der niedrigere Gebäudeteil an der Nachbarbebauung orientiert.

Im „Berclay“ sind inzwischen mehrere Arztpraxen eingezogen. Ergänzt wird das Ärztehaus durch weitere gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss. / © Foto: Markus Loeffelhardt
- Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
- Adresse: Berliner Straße 1-3 / Clayallee 356, 14169 Berlin
- Nutzung: Ärzte- und Geschäftshaus
- Fertigstellung: November 2025
Erste Praxen und Geschäfte sind bereits 2025 eingezogen
Im Erdgeschoss befinden sich Gewerbeflächen, darüber liegen die Räume für die medizinischen Nutzungen. Mehrere Praxen sind inzwischen in Betrieb, auch Geschäfte haben ihre Flächen bezogen. Damit hat das ursprünglich als reines Ärzte- und Geschäftshaus geplante Gebäude seine vorgesehenen Nutzungen aufgenommen.
Auch äußerlich ist der Neubau inzwischen fertig. Die Fassade besteht aus hellem Naturkalkstein, während das Erdgeschoss mit dunklerem Limes-Dolomit abgesetzt ist. Ein anthrazitfarbenes Walmdach bildet den oberen Abschluss. Zur Berliner Straße liegt zudem die Zufahrt zur unterirdischen Tiefgarage.

Heller Naturkalkstein prägt die Obergeschosse des Neubaus, während sich das Erdgeschoss mit dunklerem Naturstein absetzt. / © Foto: Markus Loeffelhardt
Vorplatz und Straßenraum wurden neu gestaltet
Verändert hat sich nicht nur das Gebäude selbst. Rund um den Neubau wurden Wege und Vorbereiche neu angelegt. Neue Bäume und Grünflächen strukturieren inzwischen den Straßenraum an der stark frequentierten Kreuzung. Teile der Dachflächen wurden zudem begrünt.
Damit ist die Entwicklung des Standorts inzwischen weitgehend abgeschlossen. Das „Berclay“ ersetzt den früheren Bau aus den 1960er-Jahren und fügt sich mit seiner kleinteilig gegliederten Fassade und den unterschiedlichen Gebäudehöhen in die bestehende Bebauung entlang von Berliner Straße und Clayallee ein.

Neue Bäume und Grünflächen ergänzen die Neugestaltung des Umfelds rund um das Ärzte- und Geschäftshaus. / © Foto: Markus Loeffelhardt
Berclay
Quellen: TCHOBAN VOSS Architekten
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5 Kommentare
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Die bescheidene, aber klare Berücksichtigung der traditionellen Architektursprache hebt dieses moderne Gebäude wohltuend ab von dem üblichen FlachdachkistenScheiß (mit öder Raster- und oder gar SchießschartenFassade), der in Berlin bei Neubauten so weit verbreitet ist und von einigen Kommentatoren hier zuletzt als alternativlose, moderne, zeitgenössische Baukunst gefeiert wurde (Bsp u.a.: hässliche Neubebauung an der St.Hedwigs-Kathedrale in Mitte)
Moderne geht auch anders. Ohne krampfhafte Variation der immer wieder gleichen, hässlichen Flachdachkisten-BauhausScheiße.
Konkret:Vgl obiges Ärztehaus an der Clayallee mit der Neubebauung an der Hedwigskathedrale in Mitte (Bernhard-Lichtenberg-Haus am Bebelplatz)…
Da werden jetzt einige aber pikiert und von oben herab das Näschen rümpfen…
Dieses Teil schießt alles WBM-und Konsortenzeugs sofort und umgehend aus deren Anzügen.
Da tanzt nichts infantil und gaga auf den Fassaden an wilden Fassadenöffnungen rum und kommt auch ohne die Kindergarten- und Kunterbunte-Knetefarbgebung von einschlägigen Büros aus.
Ist das erste Mal, dass ich einen zeitgenössischen Bau sehe, der eine Gründerzeitvilla in der Nachbarschaft neben sich verblassen läßt.