Seit der Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 gehört die Elsenbrücke zu den größten Verkehrsnadelöhren Berlins. Nun kündigt die Senatsverwaltung einen neuen Zeitplan an. Bis spätestens Ende März sollen erstmals wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung über die Spree führen.

Stau an der Elsenbrücke

Seit der Eröffnung der A100 ist die Elsenbrücke von Staus und Verkehrschaos geprägt. Nun zeichnet sich jedoch eine Entlastung ab: Bis Ende März soll die Verkehrsführung erweitert und zusätzliche Fahrstreifen freigegeben werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Die Verkehrssituation rund um die Elsenbrücke zwischen Alt-Treptow und Friedrichshain könnte sich in den kommenden Wochen leicht entspannen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf eine Tagesspiegel-Anfrage, soll die Verkehrsführung auf der Brücke bis spätestens Ende März 2026 erweitert werden. Dann sollen erstmals wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung über die Spree führen.

Seit der Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 im August 2025 gilt die Strecke als besonders belastet. Der Verkehr von der Autobahn trifft dort auf eine Baustelle, die den Fluss der Fahrzeuge stark einschränkt. Aktuell steht auf der provisorischen Brücke weiterhin nur ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung.

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Baustelle an der Elsenbrücke: Bauarbeiten nach Winterpause wieder gestartet

In den vergangenen Monaten verzögerten sich die Bauarbeiten mehrfach. Laut Senatsverwaltung lag das unter anderem am Winterwetter. Frost und Schnee hätten größere Asphaltarbeiten verhindert und damit den Zeitplan durcheinandergebracht.

Inzwischen laufen die Arbeiten jedoch wieder. Seit Anfang März sei die Baustelle vollständig reaktiviert worden, erklärte eine Sprecherin der Senatsverwaltung dem Tagesspiegel. Demnach habe der Einbau von Asphalt in den Vorlandbereichen bereits begonnen. Auch weitere Bauleistungen wie Pflasterarbeiten an Gehwegen würden wieder durchgeführt.

Asphaltarbeiten bereiten zweispurige Verkehrsführung an der Elsenbrücke vor

In den kommenden Tagen sollen zentrale Arbeiten auf der Brückenfläche folgen. Dazu zählt insbesondere der Einbau der Asphaltdeckschicht über die gesamte Fahrbahn. Erst danach können Markierungen aufgebracht werden, die für die neue Verkehrsführung erforderlich sind.

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Wenn diese Arbeiten planmäßig verlaufen, könnten Autofahrerinnen und Autofahrer noch im März eine spürbare Veränderung bemerken. Nach Angaben der Verkehrsverwaltung soll die Umstellung auf zwei Fahrstreifen pro Richtung spätestens bis Ende des Monats abgeschlossen sein.

Bauarbeiten an der Elsenbrücke halten planmäßig noch bis Sommer 2026 an

Mit der zweistreifigen Verkehrsführung ist das Bauprojekt allerdings noch nicht abgeschlossen. Weitere Arbeiten unterhalb der Brücke sowie die Räumung der Baustelleneinrichtungen sollen noch bis etwa Ende Juni 2026 andauern.

Langfristig ist geplant, die Kapazität weiter zu erhöhen. Sobald zusätzliche statische Maßnahmen an den Rampenbereichen abgeschlossen sind, soll die Verkehrsführung wieder auf drei Fahrstreifen pro Richtung erweitert werden. Wann dies endgültig umgesetzt wird, hängt jedoch auch von den Planungen für den nächsten Bauabschnitt der A100 ab, der die Spree ebenfalls queren soll.

Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Autobahn GmbH, Landesverband Berlin e.V. 

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