Das Park Inn am Alexanderplatz soll sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Neben dem geplanten Umbau des Sockels wird nun auch der Hotelbetrieb neu aufgestellt: Radisson übernimmt das Management und modernisiert zentrale digitale Systeme.

Visualisierung des begrünten Atriums im geplanten neuen Sockel des Park Inn am Alexanderplatz mit Bäumen, Pflanzen, Sitzflächen und offenen Geschossen.

Im Inneren des neuen Park-Inn-Sockels ist ein begrüntes Atrium vorgesehen. Pflanzen, Aufenthaltsflächen und offene Ebenen sollen einen neuen Übergang zwischen Hotel, Alexanderstraße und Alexanderplatz schaffen. / © Visualisierung: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten

© Titelbild: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten

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Beim Park Inn am Alexanderplatz kommen derzeit gleich mehrere Veränderungen zusammen. Gerade wurde bekannt, dass der Eigentümer Covivio einen tiefgreifenden Umbau rund um den bekannten Hotelturm plant. Jetzt kommt ein neues Management dazu. Für Gäste bleibt zunächst dennoch vieles vertraut. Hinter den Kulissen beginnt jedoch eine neue Phase.

  • Bezirk: Berlin-Mitte
  • Adresse: Alexanderplatz 7, 10178 Berlin
  • Eigentümer: Covivio
  • Zimmer:029
  • Management: Radisson Hotel Group seit 1. August 2026
  • Projektstatus Sockelumbau: Planung / Vorbereitung eines Qualifizierungsverfahrens

Das Park Inn gehört seit Jahrzehnten zu den markantesten Gebäuden am Alexanderplatz. Nun verändert sich nicht nur das Umfeld des Hochhauses. Seit dem 1. August 2026 verantwortet die Radisson Hotel Group direkt das Management. Zuvor trug das Hotel zwar bereits die Marke Park Inn by Radisson, wurde jedoch auf Grundlage eines Franchisevertrags geführt. Eigentümer Covivio hatte einen Auswahlprozess für die künftige Führung des Hauses gestartet, bei dem sich Radisson schließlich durchsetzte.

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Park Inn am Alexanderplatz: Radisson übernimmt mehr Verantwortung

Für Gäste bedeutet der Wechsel zunächst keinen neuen Namen und auch keinen Austausch der Hotelleitung. General Manager Jürgen Gangl bleibt im Amt. Der wesentliche Unterschied liegt hinter den Kulissen: Radisson bindet das Park Inn enger an seine internationalen Vertriebs-, Technologie- und Supportstrukturen an. Damit erhält die Hotelgruppe deutlich mehr direkten Einfluss auf den laufenden Betrieb als im bisherigen Franchise-Modell.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Technik. Radisson will das Hotel auf eine cloudbasierte Property-Management-Plattform umstellen. Solche Systeme steuern zentrale Abläufe eines Hotels, etwa Reservierungen und betriebliche Prozesse. Weitere Anwendungen sollen ebenfalls modernisiert und mit den zentralen digitalen Systemen der Hotelgruppe verbunden werden. Radisson verweist in diesem Zusammenhang auch auf seine übergeordnete Digitalstrategie mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Vertriebslösungen.

Visualisierung des geplanten Umbaus am Park Inn Alexanderplatz mit neuem Sockel, großen Fensterflächen, Einzelhandel im Erdgeschoss und dem bestehenden Hochhaus darüber.

Die Visualisierung zeigt den geplanten neuen Sockel des Park Inn am Alexanderplatz. Großzügige Fensterflächen, Einzelhandel im Erdgeschoss und eine neue Fassadengliederung sollen das Hochhaus stärker mit dem öffentlichen Raum verbinden. / © Visualisierung: Covivio / Planungsgemeinschaft AGL architekten

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1.029 Zimmer: Park Inn gehört zu Deutschlands größten Hotels

Die Dimension des Hauses macht den Managementwechsel besonders relevant. Das Park Inn verfügt nach aktuellen Angaben von Radisson über 1.029 Zimmer auf 37 Etagen. Damit ist es gemessen an der Zimmerzahl das zweitgrößte Hotel Deutschlands und eines der größten Häuser im Portfolio der Radisson Hotel Group. Hinzu kommen Restaurants und Bars, Veranstaltungs- und Tagungsflächen sowie die öffentlich zugängliche Dachterrasse.

Parallel zum organisatorischen Wechsel steht eine zweite, wesentlich sichtbarere Veränderung bevor. Covivio plant einen umfassenden Umbau des Sockels des Park Inn. Große Teile der heutigen Sockelbauten sollen nach dem bislang vorgestellten Konzept verschwinden. Geplant sind unter anderem ein neuer Haupteingang an der Alexanderstraße, ein begrüntes Atrium, eine Dachterrasse sowie neue Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Konferenzen. Das Restaurant Spagos soll in die neue Struktur integriert werden.

Alexanderplatz verändert sich rund um das Park Inn weiter

Fest steht dieser Entwurf allerdings noch nicht. Das Berliner Baukollegium empfahl Ende August Änderungen. Unter anderem sollen auf den Baufeldern D1 und D2 zwei eigenständige Baukörper statt eines gemeinsamen Sockels entstehen. Auch Höhe und Fassadengestaltung sollen nochmals geprüft werden. Deshalb ist ein konkurrierendes Qualifizierungsverfahren vorgesehen. Einen bestätigten Baubeginn oder Fertigstellungstermin gibt es derzeit nicht.

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Direkt neben dem Hotel wächst unterdessen bereits das ebenfalls von Covivio entwickelte Hochhaus „030BLN“. Zwischen Neubau und Park Inn ist langfristig eine begrünte Verbindung zwischen Alexanderplatz und Alexanderstraße vorgesehen. Damit laufen am Standort mehrere Veränderungen gleichzeitig: Radisson übernimmt den Hotelbetrieb unmittelbar, Covivio plant den Umbau des Bestands und direkt daneben entsteht ein neues Hochhaus. Der bekannte Hotelturm selbst soll langfristig erhalten bleiben.

Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz
Das Park Inn am Alexanderplatz wird seit August 2026 direkt von Radisson gemanagt. Gleichzeitig plant Eigentümer Covivio einen umfassenden Umbau des Gebäudesockels.

 

Quellen: Radisson Hotel Group, Covivio, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Baukollegium Berlin

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One Comment

  1. Löwe 11. September 2026 at 06:42 - Reply

    Zitat:“..ein begrüntes Atrium [..] Zwischen Neubau und Park Inn ist langfristig eine begrünte Verbindung zwischen Alexanderplatz und Alexanderstraße vorgesehen.“

    Solche zentralen Hauptpunkte müssen auch bewertet werden unter Szenarien wie wochenlange Sommerhitze, also Temperaturen um die 40C. Am gesamten Platz fehlt grünes Schatten spendendes Laubwerk. Der Alex ist ein sehr steiniger Ort, der in den Sommer Monaten wohl eher gemieden wird weil er sich besonders stark erhitzt.

    Positiv, auf dem Entwurf scheint es so als wäre der Sockelbau teilweise, in der obersten von 3 Etagen Luft durchlässig, und teilweise begrünt. Die Luftströmung am Platz wäre dadurch wohl nicht zu stark durch den Neubau behindert und jedes mehr an grün ist ein Gewinn. Hier kann noch nachgebessert werden in dem die gesamte Steinstruktur des Sockels mit rankenden Pflanzen bepflanzt wird.

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