Am Potsdamer Hauptbahnhof entsteht eine neue überdachte Fahrrad-Abstellanlage mit 186 Stellplätzen. Der sogenannte RadPark soll das Angebot für Pendler und Reisende erweitern und die Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr stärken.

Mit dem neuen RadPark entstehen südlich des Hauptbahnhofs 186 wettergeschützte Fahrradstellplätze, die das Angebot für Pendlerinnen und Pendler sowie den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erweitern sollen. / © Visualisierung: Planungsbüro Bahnstadt
© Titelbild: Wikimedia Commons, Roy Zuo, CC BY-SA 4.0
Wer mit dem Fahrrad zum Potsdamer Hauptbahnhof fährt, kennt die Situation: Die vorhandenen Stellplätze sind häufig ausgelastet. Nun reagiert die Landeshauptstadt auf die hohe Nachfrage. Ab dem 10. Juni beginnen die Bauarbeiten für eine neue Fahrrad-Abstellanlage südlich des Hauptbahnhofs. Bereits einen Tag zuvor wird die Baustellenfläche am Leipziger Dreieck abgesperrt.
Entstehen wird der „RadPark Potsdam Hauptbahnhof Süd“ an der Friedrich-Engels-Straße Ecke Heinrich-Mann-Allee. Die Anlage soll das Fahrradparken an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt deutlich verbessern und zusätzliche Kapazitäten für Pendlerinnen und Pendler schaffen.
„RadPark Potsdam Hauptbahnhof Süd“ bringt 186 neue Stellplätze mit Wetterschutz
Geplant sind insgesamt sieben Module mit 186 Fahrradstellplätzen. Davon werden 128 Stellplätze frei zugänglich sein. Weitere 58 Plätze entstehen in gesicherten Sammelschließanlagen, die gegen Gebühr genutzt werden können. Alle Bereiche erhalten eine Überdachung, Beleuchtung, Videoüberwachung sowie eine Reparaturstation.
Die abgeschlossenen Bereiche bieten darüber hinaus zusätzliche Sicherheitsmerkmale. Neben Zugangssicherungen sind dort Schließfächer sowie Stellplätze für Sonderfahrräder vorgesehen. Auch Lastenräder und Dreiräder sollen künftig besser untergebracht werden können.
Ausbau am Potsdamer Hauptbahnhof folgt steigendem Bedarf
Der Bedarf an zusätzlichen Fahrradabstellanlagen rund um den Hauptbahnhof gilt seit Jahren als hoch. Nach Angaben der Stadt sind die vorhandenen Stellplätze zeitweise nahezu vollständig belegt. Gleichzeitig wächst der Anteil des Radverkehrs in Potsdam kontinuierlich. Der Ausbau von Fahrradabstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und wichtigen Haltestellen ist deshalb bereits im bestehenden Radverkehrskonzept verankert und wird auch im Entwurf des neuen Konzepts weitergeführt.
Mit dem Projekt soll insbesondere der Umstieg zwischen Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr erleichtert werden. Die Stadt sieht darin einen wichtigen Baustein für eine stärkere Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Die Nachfrage nach Fahrradstellplätzen am Potsdamer Hauptbahnhof ist seit Jahren hoch, viele der bestehenden Abstellanlagen sind regelmäßig ausgelastet. / © Wikimedia Commons, Molgreen, CC BY-SA 4.0
Fertigstellung Ende 2026 vorgesehen
Für das Vorhaben sind Baukosten von rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Der größte Teil der Finanzierung stammt aus Fördermitteln des Bundes sowie der Länder Berlin und Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Die Landeshauptstadt Potsdam trägt einen Eigenanteil von rund 215.000 Euro.
Die Bauzeit wird auf etwa sieben Monate geschätzt. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Dezember 2026 vorgesehen. Während der Arbeiten entfallen Teile der bestehenden Fahrradabstellanlagen im Baustellenbereich. Die Fußwege entlang der Friedrich-Engels-Straße bleiben jedoch durchgängig nutzbar. Für den Kfz-Verkehr wurden bereits Ersatzflächen geschaffen, zudem stehen die Tiefgaragen des Hauptbahnhofs weiterhin als Parkmöglichkeit zur Verfügung.
RadPark
Quellen: Landeshauptstadt Potsdam
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