In Hamburg ist das Grundstück für eine neue Arena am „Neuen Huckepackbahnhof“ ausgeschrieben. Geplant sind bis zu 10.000 Sitzplätze, eine Quartiersgarage und weitere Gewerbenutzungen.

Luftbild des Quartiers „Neuer Huckepackbahnhof“ in Hamburg-Rothenburgsort mit Billhorner Brückenstraße, Bahnanlagen und Entwicklungsflächen für den geplanten Arena-Neubau. / © Foto: Frizz
© Titelbild / Visualisierung: Moka Studio / Karres en Brands / blrm
In Hamburg nimmt die Entwicklung des Quartiers „Neuer Huckepackbahnhof“ den nächsten Schritt. Die städtische Billebogen Entwicklungsgesellschaft hat die Grundstücke NHB 01–04 an der Billhorner Brückenstraße ausgeschrieben. Dort soll ein privat finanzierter Neubau für eine Sport- und Eventarena entstehen. Vorgesehen sind mindestens 8.000 und höchstens 10.000 Sitzplätze. Damit richtet sich das Verfahren an Bauherren, Investoren oder Konsortien, die Arena, Quartiersgarage und ergänzende Nutzungen entwickeln und betreiben.
- Bezirk: Hamburg-Mitte
- Adresse: Billhorner Brückenstraße
- Projekt: Sport- und Eventarena im Quartier „Neuer Huckepackbahnhof“
- Sitzplätze Arena: 8.000 – 10.000
- Bebaubarkeit: voraussichtlich 2029
Das rund elf Hektar große Quartier „Neuer Huckepackbahnhof“ liegt zwischen Billhorner Brückenstraße und Billstraße. Früher diente das Areal als Güterbahnhof. Heute plant Hamburg dort ein gemischt genutztes Quartier mit Schwerpunkt auf Sport, Kultur, Innovation und Gewerbe. Die Lage gilt als besonders sichtbar: Mehr als 100.000 Fahrzeuge passieren den Bereich täglich. Zudem sehen auch Fahrgäste der S- und Fernbahn das Areal aus Richtung Süden und Osten.
Arena-Neubau am „Neuen Huckepackbahnhof“ in Hamburg
Der Standort ist verkehrlich stark angebunden. Der S-Bahnhof Rothenburgsort liegt am östlichen Rand des Quartiers. Die Stationen Elbbrücken und Hammerbrook befinden sich in rund 800 Metern Entfernung. Die Metrobuslinie 3 hält direkt am Standort. Die Elbbrücken und die Autobahnanbindung Richtung Süden liegen etwa 500 Meter entfernt. Das Hamburger Rathaus ist rund 2,5 Kilometer entfernt.
Ein zentraler Bestandteil der Ausschreibung für das Grundstück ist die Quartiersgarage. Sie soll rund 1.000 Stellplätze aufnehmen und den motorisierten Verkehr im Quartier bündeln. Tagsüber können Beschäftigte umliegender Gewerbenutzungen die Garage nutzen. Abends und am Wochenende soll sie Besucherinnen und Besuchern von Sport- und Kulturveranstaltungen dienen.

Die Visualisierung zeigt das künftige Quartier „Neuer Huckepackbahnhof“ in Hamburg mit Arena, Hochhaus, Grünflächen und angrenzender Bebauung. / © Visualisierung Moka Studio / Karres en Brands / blrm
Quartiersgarage, Profisport und ergänzende Nutzungen
Die künftige Arena soll an etwa 25 Tagen im Jahr einem Hamburger Profisportverein für Liga- und Pokalspiele zur Verfügung stehen. Die Ausschreibung nennt ausdrücklich die Möglichkeit, dass ein Team wie die Basketballer von Veolia Towers Hamburg dort eine größere Heimspielstätte erhält. Ergänzende Nutzungen können je nach Konzept in der Mantelbebauung und auf angrenzenden Baufeldern entstehen. Denkbar sind Büro- und Praxisflächen, Gastronomie, Hotelnutzung, Kulturangebote oder sportbezogene Angebote.
Die Billebogen Entwicklungsgesellschaft setzt für den „Neuen Huckepackbahnhof“ auf Nachhaltigkeitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Der Arena-Neubau muss die DGNB-Sonderauszeichnung Umweltzeichen erfüllen. Dabei geht es unter anderem um weniger CO₂-Emissionen bei Bau und Betrieb, erneuerbare Energien und barrierefreie Gebäudenutzung. Zusätzlich soll das Quartier als Ganzes zertifiziert werden.
Bebauungsplan für den „Neuen Huckepackbahnhof“
Das Entwicklungskonzept für den „Neuen Huckepackbahnhof“ wird derzeit überarbeitet. Danach soll das Bezirksamt Hamburg-Mitte das ruhende Bebauungsplanverfahren Rothenburgsort 17 wieder aufnehmen. Die noch freien Flächen nutzt Hamburg aktuell teilweise für die Unterbringung Geflüchteter und für Baustelleneinrichtungen.
Die Billebogen Entwicklungsgesellschaft will Ende 2026 mit der Anhandgabe starten. Dieser Schritt gibt dem ausgewählten Bewerber exklusiv Zeit, das Grundstück zu planen, die Finanzierung zu sichern und den Erbbaurechtsvertrag zu verhandeln. Der Baubeginn für die Arena ist ab Ende der 2020er-Jahre möglich. Den Betriebsstart nennt die BBEG für Anfang der 2030er-Jahre.
„Neuer Huckepackbahnhof“
Quellen: Billebogen Entwicklungsgesellschaft, DEAL Magazin
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