Mit einem Schulfest hat die Bouché-Schule in Berlin-Treptow ihren neuen modularen Ergänzungsbau aus Holz offiziell eröffnet. Der dreigeschossige Neubau schafft 360 zusätzliche Schulplätze und steht exemplarisch für schnellen, nachhaltigen Schulbau in einer wachsenden Stadt.

Modulare Ergänzungsbauten in Holzbauweise entstehen in kurzer Zeit, entlasten den Schulbetrieb und schaffen moderne, helle Lernräume. Gleichzeitig fördert der Einsatz des nachwachsenden Baustoffs Holz eine klimafreundliche und nachhaltige Bauweise. / © Foto: Bezirksamt Treptow-Köpenick
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In Berlin-Treptow ist der neue Ergänzungsbau der „Bouché-Schule“ offiziell eröffnet worden. Der dreigeschossige Holzbau bietet Platz für 16 Klassenräume, acht Teilungsräume und eine Mensa mit 100 Sitzplätzen. Insgesamt entstehen dadurch 360 zusätzliche Schulplätze. Die Grundschule kann künftig bis zu 720 Kinder aufnehmen, wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick in einer Pressemitteilung verkündet.
Die Schule feierte die Eröffnung gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Oliver Igel, Stadtrat Marco Brauchmann sowie Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Der Bau wurde im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive realisiert und bereits im September 2024 an die Schule übergeben.
Nachhaltig, flexibel und zukunftsfähig: Holzmodulbau als Antwort auf wachsende Schülerzahlen
Der Neubau folgt dem Prinzip der modularen Ergänzungsbauten (MEB) in Holzbauweise. Diese ermöglichen eine schnelle Bauzeit und verursachen geringe Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebs. Zudem unterstützt die klimafreundliche Bauweise aus nachwachsenden Rohstoffen das Ziel einer CO₂-neutralen Stadt.
Auch pädagogisch entspricht das Gebäude modernen Anforderungen. Die Ausstattung orientiert sich am Konzept der Compartmentschulen: Helle Flure mit Sitznischen fördern informelle Begegnung und Gruppenarbeit. Die Räume sind barrierefrei und auf Ganztagsbetrieb sowie inklusive Bildung ausgelegt.
Lernräume mit Konzept: Architektur im Einklang mit dem Schulprofil der „Bouché-Schule“
Das bauliche Konzept passt zur pädagogischen Ausrichtung der „Bouché-Schule“. In ihrem Schulprogramm betont die Einrichtung die Förderung von Selbstständigkeit, Umweltbewusstsein und sozialem Lernen. Traditionen wie Projektwochen und gemeinsame Feste sind fest verankert – so auch das nun gefeierte Einweihungsfest des neuen Gebäudes.
Staatssekretär für Schulbau, Dr. Torsten Kühne, unterstrich die Bedeutung moderner Lernräume: Berlin baue nachhaltig, schnell und kindgerecht. Die neuen Räume an der „Bouché-Schule“ würden die Schulqualität im Bezirk Treptow-Köpenick deutlich verbessern.
Flexible Lösungen für wachsende Bezirke: Der MEB als Modell für künftige Schulprojekte
Der Holzmodulbau in Treptow zeigt, wie nachhaltiger Schulbau in kurzer Zeit umgesetzt werden kann. Die Erfahrungen aus dem Projekt fließen in weitere Vorhaben der Schulbauoffensive ein. Gleichzeitig verdeutlicht der Neubau den Druck, unter dem Berliner Bezirke stehen: Die wachsende Stadt benötigt flexible, zukunftsfähige Bildungsinfrastruktur.
Mit der Fertigstellung des MEB wurde auch die Gestaltung der Außenanlagen abgeschlossen. Der Bezirk will damit langfristig dem steigenden Bedarf an Schulplätzen gerecht werden – ohne dabei auf Qualität und Nachhaltigkeit zu verzichten.
Quellen: Bouché-Schule, Bezirksamt Treptow-Köpenick
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