Am Ostkreuz entsteht der neue Hauptsitz der BVG. Rund 2.000 Beschäftigte sollen künftig auf dem neu entwickelten RE(O Campus arbeiten. Dafür gibt der Verkehrsbetrieb mehrere bisherige Standorte auf.

Der Berlin RE(O Campus wird derzeit umfassend neu entwickelt. Künftig soll hier unter anderem der neue Hauptsitz der BVG mit rund 2.000 Beschäftigten entstehen. / © Visualisierung: IREIT Global / GLUT Berlin UG + Co. KG.
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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen ihre bislang über mehrere Standorte verteilten Arbeitsbereiche künftig stärker zusammenführen. Dafür ist in der Nähe des Ostkreuzes ein neuer Campus geplant. Nun ist auch klar, wo er entstehen soll: Die BVG wird rund 40.000 Quadratmeter im Berlin RE(O Campus beziehen. Rund 2.000 Beschäftigte sollen dort künftig arbeiten.
Der Mietvertrag mit dem Eigentümer des Areals hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Der Umzug soll ab 2028 schrittweise beginnen und sich bis 2030 hinziehen. So will die BVG sicherstellen, dass der laufende Betrieb durch den Standortwechsel möglichst wenig beeinträchtigt wird.
BVG-Campus: Arbeitsplätze von Betrieb bis Verwaltung an einem Standort
Auf dem neuen Campus sollen Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. Dazu gehören unter anderem Betrieb, Technik, Verwaltung und Sicherheit. Bisher sind diese Arbeitsplätze auf verschiedene Gebäude im Berliner Stadtgebiet verteilt.
Nach Vorstellung der BVG sollen die kürzeren Wege zwischen den Abteilungen vor allem die Zusammenarbeit bei komplexen Aufgaben erleichtern. Auch Abstimmungen zwischen technischen und betrieblichen Bereichen könnten dadurch einfacher organisiert werden. Der Verkehrsbetrieb verspricht sich davon effizientere Arbeitsabläufe und eine engere Vernetzung der verschiedenen Fachbereiche.
„Wir werden in Zukunft noch besser, fokussierter und vernetzter für unsere Fahrgäste und Berlin arbeiten können als bisher“, freut sich der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk. „Noch nie haben so viele BVG-Kolleg*innen aus vielen unterschiedlichen Bereichen an einem gemeinsamen Standort gemeinsam gearbeitet.“

Das Trias-Gebäude an der Jannowitzbrücke gehört zu den bisherigen BVG-Standorten. Rund 1.200 Mitarbeitende arbeiten derzeit in dem Gebäude. / © Foto: depositphotos.com
Bestehende BVG-Standorte werden langfristig aufgegeben
Hinter der Standortentscheidung stehen auch wirtschaftliche Gründe. Mehrere bestehende Mietverträge laufen in den kommenden Jahren aus. Dazu gehört das Trias-Gebäude nahe der Jannowitzbrücke, in dem derzeit rund 1.200 BVG-Beschäftigte arbeiten.
An anderen Standorten wären nach Angaben des Unternehmens in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungen notwendig. Die Bündelung der Arbeitsplätze am Ostkreuz soll deshalb nicht nur die Organisation verändern, sondern auch die laufenden Kosten reduzieren.
Über die gesamte Laufzeit des neuen Mietvertrags sollen die Kosten nach BVG-Angaben um deutlich mehr als zehn Prozent unter der bisherigen Planung liegen. Gemessen an der vermieteten Fläche ist der Vertrag zugleich die bislang größte Bürovermietung in Deutschland im Jahr 2026 und die größte in Berlin seit 2020.
Berlin RE(O Campus: BVG wird neuer Ankermieter
Mit dem Einzug der BVG nimmt auch die Neupositionierung des Berlin RE(O Campus deutlich an Fahrt auf. Das Areal in Lichtenberg wird seit 2025 umfassend umgebaut und soll zu einem gemischt genutzten Campus mit Büroflächen, Hotels, Gastronomie sowie weiteren Service- und Freizeitangeboten entwickelt werden.
Bereits zuvor hatte der Eigentümer Mietverträge mit Premier Inn und STAYERY abgeschlossen. Mit der BVG steigt die Belegungsquote des insgesamt rund 76.000 Quadratmeter Mietfläche umfassenden Areals voraussichtlich von etwa 25 auf rund 75 Prozent. Die noch verfügbaren Flächen werden nach Angaben des Eigentümers weiter vermarktet.
Der Standort an der Schreiberhauer Straße liegt unweit des Bahnhofs Ostkreuz und ist damit an das Berliner S- und Regionalbahnnetz sowie weitere öffentliche Verkehrsmittel angebunden.

Auf dem Berlin RE(O Campus in Lichtenberg sollen künftig Büroflächen, Hotels und weitere Nutzungen miteinander verbunden werden. Mit der BVG kommt nun ein neuer Hauptmieter hinzu. / © Visualisierung: PSP Weltner Louvieaux Architekten
Auch im Westend wird der BVG-Standort weiterentwickelt
Der neue Campus am Ostkreuz ist dabei nicht die einzige größere Standortentwicklung der BVG. Auch am traditionsreichen Betriebsgelände am Machandelweg in Westend wird in den kommenden Jahren weiter gebaut. Dort sollen ab 2027 zwei bestehende Hallen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Die Arbeiten sollen je nach Bauabschnitt bis 2028 beziehungsweise 2029 dauern.
Damit modernisiert die BVG parallel mehrere Teile ihrer Infrastruktur. Am Olympiastadion war 2023 bereits ein neues Ausbildungszentrum für bis zu 400 Auszubildende eröffnet worden. Nun sollen auch die Werkstatt- und Betriebsflächen auf dem Areal schrittweise erneuert werden.
Quellen: BVG, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 26 147, Schriftliche Anfrage, reo.berlin, Deal Magazin, IREIT Global
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Was dann wohl aus dem Gebäude an der jannowitzbrücke wird…?