Am Berliner Hauptbahnhof gibt es aktuell mehr als nur kaputte Rolltreppen und Debatten um den Europaplatz: Nach umfassender Modernisierung ist das neue Reisezentrum eröffnet worden und ein Sofortprogramm soll für mehr Sicherheit und Sauberkeit sorgen.

Berlin Hbf, Neues Reisezentrum

Die Deutsche Bahn hat im Berliner Hauptbahnhof das modernisierte DB Reisezentrum eröffnet, das auf Service, persönliche Beratung und bessere Orientierung setzen will. Auf 470 Quadratmetern bieten vier Empfangsschalter, ein neues Aufrufsystem und barrierefreie Maßnahmen Platz für rund 400.000 Kundinnen und Kunden pro Jahr. / © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

© Titelbild: depositphotos.com

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Am Berliner Hauptbahnhof ist das modernisierte Reisezentrum wiedereröffnet worden. Nach monatelanger Renovierung bietet die zentrale Anlaufstelle für Fahrgäste größere Serviceflächen, mehr digitale Informationsmöglichkeiten und barrierefreie Zugänge. Besonders Pendler und Reisende mit Mobilitätseinschränkungen sollen von den Verbesserungen profitieren.

Die Deutsche Bahn betont, dass das Projekt Teil eines umfassenden Modernisierungskonzepts für die Hauptstadtbahnhöfe ist. Ziel ist es, Servicequalität, Zugänglichkeit und Aufenthaltskomfort zu erhöhen – auch wenn diese Maßnahmen die aktuelle Kritik an Pannen und Ärgernissen am Hauptbahnhof wohl nur teilweise abmildern dürften.

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Berliner Bahnhöfe in der Kritik – Sofortprogramm soll für sichtbare Verbesserungen sorgen

Parallel zum neuen Reisezentrum läuft ein Sofortprogramm, das Berliner Bahnhöfe kurzfristig aufwerten soll. Unter anderem werden Sicherheitskräfte aufgestockt, Reinigungskräfte verstärkt und kleinere bauliche Maßnahmen umgesetzt.

Laut der Deutschen Bahn sollen die Maßnahmen direkt spürbar sein. Treppenhäuser, Bahnsteige und Wartebereiche werden sichtbarer gereinigt, Beleuchtung und Beschilderung überprüft, um Orientierung und Sicherheit zu erhöhen. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität auch kurzfristig messbar zu verbessern, während langfristige Bauprojekte parallel weiterlaufen.

Berlin Hbf

© Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

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Quellen: Deutsche Bahn

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2 Kommentare

  1. Dirk Sommerfeld 25. März 2026 at 20:04 - Reply

    Alles schön und gut. Aber die Deutsche Bahn soll auch dafür sorgen das man sich als Fußgänger im Berliner Hauptbahnhof sicher fühlt und und nicht von Radfahrern die den Hauptbahnhof mit einer Rennstrecke verwechseln über den Haufen gefahren wird. Ein weiteres Problem am Ausgang Europaplatz wird man immer wieder aggressiv angebettelt. Hier würde schon eine engere Zusammenarbeit zwischen DB Sicherheit, der Bundespolizei und der Berliner Polizei helfen.

  2. Böhme 29. März 2026 at 01:09 - Reply

    Der Hauptbahnhof ist durch die kleinbürgerlich-spießige Kaufmannsdenke von Leuten wie Mehdorn kaputt gemacht worden. Er hat die Bahnsteigsdächer in West-Ost-Achse nicht zu Ende bauen lassen, die dazu führen, dass die Erste-Klasse-Passagiere bei Regen im Regen stehen (gut, zunehmend linke Berliner Gesellschaft wird das mit „Klassenbewusstsein“ wohlwollend zur Kenntnis nehmen). Die Glasdächer sollten aber auch die umliegende Bebauung vor den Bahnhofgeräuschen schützen. Aber sch..ß drauf! Mehdorn (wo auch immer der Mann wirkte, gingen die Unternehmen anschließend den Bach runter) hat auch die Deckengestaltung der Untergeschosse verhindert. Der Mann verstand nichts von Betriebswirtschaft, schon gar nichts von Architektur. Und die Bundesregierung als faktischer „Dienstherr“ Mehdorns mäanderte durch ihre eigene Seichtigkeit!

    Inzwischen haben die Bahnkleinkrämer sogar die Beleuchtung der Stahlstelen abgeschaltet. Die gab dem Gebäude nächtens was. Abgesehen davon ist der gesamte Bereich Richtung Europaplatz völlig düster, es fehlt unter dem gigantisch auskragenden Vordach jede Beleuchtung. Man hat – wie in vielen Bereichen in Berlin – Milliarden versenkt, statt anspruchsvoller Architektur, statt anspruchsvoller Stadtplanung ist eine riesige Blähung herausgekommen.

    Und wenn ich sehe, wer in dieser Stadt für Stadtplanung und Bauen zuständig ist – einschließlich des Behördenapparates – und darüber hinaus sehe, wie immer dieselben Architekten Preise einheimsen, dann weiß ich, dass sich an den Verhältnissen nichts ändern wird.

    Berlin hatte so viele Chancen …!

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