Neben dem Rathaus Tempelhof soll ein neues Kultur- und Bildungshaus entstehen. Bibliothek, Volkshochschule und Musikschule ziehen dort künftig unter ein Dach. Der Baubeginn ist ab 2032 geplant.

Die Visualisierung von 2020 zeigt den städtebaulichen Entwurf für die „Neue Mitte Tempelhof“. Links ist das damals vorgesehene Kultur- und Bildungshaus zu sehen. Seine konkrete Architektur steht noch nicht fest und soll in einem eigenen Wettbewerb bestimmt werden. / © Visualisierung: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Neben dem Rathaus Tempelhof im Bezirk Tempelhof-Schöneberg soll ein neues Kultur- und Bildungshaus entstehen. Es bündelt künftig Bibliothek, Volkshochschule und Musikschule. Während der Wohnungsbau in der „Neuen Mitte Tempelhof“ bereits begonnen hat, soll der Bau des Kulturhauses ab 2032 starten.
Kulturhaus am Tempelhofer Damm: Bibliothek, Volkshochschule und Musikschule unter einem Dach
Das neue Kultur- und Bildungshaus entsteht am Tempelhofer Damm direkt neben dem Rathaus. Dort sollen die Bezirkszentralbibliothek, die Volkshochschule und die Musikschule künftig gemeinsam einziehen. Zusätzlich sind Räume für Kunst, Kultur und Museen vorgesehen. Damit erhält das Zentrum Tempelhofs einen neuen Ort für Bildung und Kultur.
Der Neubau ist Teil einer größeren Neuordnung. Viele öffentliche Gebäude rund um das Rathaus stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie gelten als sanierungsbedürftig und bieten zu wenig Platz. Deshalb setzt die Planung auf eine schrittweise Rochade. Die Einrichtungen ziehen zuerst in neue Gebäude um, danach folgt der Abriss der alten Bauten. So sollen die Angebote möglichst ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Planungen zur „Neuen Mitte Tempelhof“: Entwurf sieht Kulturhaus als Mittelpunkt vor
Grundlage ist ein städtebaulicher Entwurf der Büros Teleinternetcafe und Treibhaus Landschaftsarchitektur. Er setzte sich 2020 in einem Werkstattverfahren durch. Der Entwurf verbindet die vorhandenen Parks zu einer „Grünen Mitte“. Kulturhaus, Rathaus, Rathauserweiterung und ein neuer Stadtplatz sollen gemeinsam das Zentrum am Tempelhofer Damm bilden.

Viele öffentliche Gebäude rund um das Rathaus stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren und gelten als sanierungsbedürftig. Deshalb soll das Zentrum Tempelhofs im Rahmen der „Neuen Mitte Tempelhof“ neu geordnet werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Ursprünglich war das Kulturhaus als 56 Meter hoher Hochpunkt geplant. Im Bebauungsplanverfahren reduzierten die Planerinnen und Planer die Höhe jedoch. Wie das Gebäude genau aussieht, soll ein eigener Architekturwettbewerb klären.
Der Bebauungsplan 7-82a schafft inzwischen die planungsrechtliche Grundlage für die Neuordnung des Areals. Das Abgeordnetenhaus stimmte ihm im Juni 2025 zu, im Juli 2025 wurde er festgesetzt. Vorgesehen sind neben dem Kultur- und Bildungshaus mehr als 500 Wohnungen, ein Ersatzneubau für das Stadtbad, eine neue Polizeidienststelle sowie zusätzliche Grün- und Freiflächen.
Zeitplan in Tempelhof: Wohnungsbau hat begonnen, Kulturhaus folgt ab 2032
Mitte September fiel der Startschuss für die ersten Neubauten. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land errichtet an der Götzstraße 20 zunächst 70 geförderte Wohnungen. Sie sollen Ende 2028 fertig sein und an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein gehen. Bausenator Christian Gaebler (SPD) sagte beim Spatenstich, das Quartier habe eine besondere Bedeutung, weil dort tatsächlich Stadtumbau stattfinde.

Das Rathaus Tempelhof soll saniert und erweitert werden. Die Sanierung ist ab 2030 geplant, danach folgt ab 2032 der Bau des Kulturhauses. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Weitere Bausteine folgen schrittweise. Für 2028 sehen die Planungen den Neubau des Hauses der Jugendverbandsarbeit und der Polizeidienststelle vor. Ab 2030 soll die Sanierung des Rathauses beginnen, ab 2032 dann der Bau des Kulturhauses. Wann das Gebäude eröffnet, ist bislang offen.
Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt allerdings auch von der Finanzierung ab. In der Bereichsentwicklungsplanung des Bezirks vom Mai 2025 heißt es, dass das Kultur- und Bildungshaus erneut in die Berliner Investitionsplanung aufgenommen und die notwendige Finanzierung gesichert werden müsse.
Kultur- und Bildungshaus Neue Mitte Tempelhof
Quellen: Berliner Morgenpost, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Neue Mitte Tempelhof, TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus
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