An der Allee der Kosmonauten in Marzahn entstehen 657 Gewobag-Wohnungen. Die letzten Rohbauten sind weit fortgeschritten und sollen 2027 fertig sein.

Das Bauschild für das Wohnprojekt an der Allee der Kosmonauten zeigt die geplante Bebauung. Inzwischen steht das Schild nicht mehr fest, sondern lehnt nur noch am Bauzaun. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Allee der Kosmonauten in Marzahn verändert sich ein großes Areal inzwischen von Monat zu Monat. Wo im Frühjahr noch offene Rohbaugeschosse dominierten, haben mehrere Gebäude inzwischen ihre geplante Höhe weitgehend erreicht. Doch bis das gesamte Wohnquartier fertig ist, bleibt noch einiges zu tun.
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Allee der Kosmonauten 42 / Marzahner Chaussee 199, 201, 12681 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Wohnungen der Gewobag: 657
- Wohnungsgrößen: 1 bis 5 Zimmer
- Baubeginn: 2022
- Gesamtfertigstellung: 2027
Wer die Baustelle an der Marzahner Chaussee heute besucht, trifft auf ein deutlich anderes Bild als noch im Frühjahr. Damals waren die Rohbauarbeiten für die neuen Wohnungen an der Marzahner Chaussee erst über mehrere Etagen vorangekommen. Inzwischen ziehen sich die eingerüsteten Baukörper über einen großen Teil des Grundstücks. Die oberen Geschosse sind erreicht, zahlreiche Fensteröffnungen bereits geschlossen und erste Fenster eingebaut.

Die neuen Wohnungen an der Allee der Kosmonauten haben im August 2026 weitgehend ihre geplante Gebäudehöhe erreicht. Gerüste umschließen den Rohbau entlang der Marzahner Chaussee. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wohnungen an der Allee der Kosmonauten: 609 von 657 Einheiten mit WBS
Auch zwischen den Gebäuden wird weiter gearbeitet. Kräne stehen über dem Gelände, Baustoffe lagern in den künftigen Hofbereichen und Gerüste umschließen nahezu die gesamten Fassaden. Die Dimension des Vorhabens lässt sich inzwischen deutlich erkennen. Aus der früher weitgehend unbebauten Fläche zwischen Allee der Kosmonauten, Marzahner Chaussee und Merler Weg entsteht schrittweise ein dicht bebautes Wohnquartier.
Neue Angaben der Gewobag zeigen zugleich genauer, wie sich der Wohnungsbestand zusammensetzt. Das landeseigene Unternehmen errichtet insgesamt 657 Mietwohnungen, davon sind 609 Wohnungen mit einer Belegungsbindung verbunden. Damit entfällt der weitaus größte Teil des Gewobag-Projekts auf geförderten Wohnraum. Die Wohnungen reichen von Ein- bis Fünf-Zimmer-Einheiten und haben Wohnflächen zwischen 24,86 und 99,06 Quadratmetern.

Zwischen den einzelnen Neubauten bleiben die künftigen Wege und Hofbereiche noch Baustelle. Die Gebäude selbst haben inzwischen mehrere vollständige Wohngeschosse erreicht. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Marzahn: Haus A und Haus B sind bereits fertiggestellt
Die einzelnen Gebäude unterscheiden sich dabei deutlich. Für Haus C nennt die Gewobag 81 Wohnungen, für Haus D1 sind es 130. In Haus D2 entstehen 77 Wohnungen, Haus D3 umfasst mit 182 Einheiten den größten Teil der derzeitigen Bauphase. Weitere 34 Wohnungen sind für Haus D4 vorgesehen. Zusammen entstehen allein in diesen fünf Gebäuden 504 Wohnungen. Hinzu kommen die 153 Wohnungen des bereits fertiggestellten Hauses A.
Das Projekt ist Teil einer größeren Entwicklung. Auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Gesamtareal entstehen nach Angaben der Gewobag insgesamt etwa 1.000 Wohnungen verschiedener Projektbeteiligter. Nach Abschluss sollen rund 62.700 Quadratmeter neue Geschossfläche entstanden sein.

Das Gewobag-Bauschild hat seinen ursprünglichen Platz verloren und lehnt inzwischen schräg am Bauzaun. Dahinter laufen die Arbeiten an den neuen Wohnungen weiter. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neue Wohnungen in Marzahn erhalten Balkone, Terrassen und Fußbodenheizung
Haus A und Haus B sind inzwischen fertig. In Haus B befindet sich bereits ein Lidl-Markt, der den früheren eingeschossigen Supermarkt am Merler Weg ersetzt hat. Das bestehende „Haus der Kosmonauten“ bleibt ebenfalls erhalten und wird weiterhin gewerblich genutzt. Damit verbindet das Gesamtprojekt Neubauten mit vorhandenen Gebäuden und Nutzungen.
Bei den derzeit entstehenden Häusern geht es längst nicht mehr nur um den Rohbau. An mehreren Gebäudeteilen laufen Arbeiten an Fassaden und Fenstern. Die Gewobag sieht für sämtliche Wohnungen in den Häusern C sowie D1 bis D4 Balkone oder Terrassen vor. Hinzu kommen Fußbodenheizungen, bodengleiche Duschen und Abstellräume. Je nach Wohnung entstehen offene oder separate Küchen.

Die neuen Wohnungen an der Allee der Kosmonauten haben im August 2026 weitgehend ihre geplante Gebäudehöhe erreicht. Gerüste umschließen den Rohbau entlang der Marzahner Chaussee. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Kita und Grünflächen ergänzen das neue Wohnquartier in Marzahn
Neben Wohnungen entstehen rund 580 Quadratmeter Gewerbefläche. Zwei Gewerbeeinheiten gehören zum Gewobag-Projekt, darunter eine Kita in den Häusern D2 bis D4. Für die Freiflächen plant die Wohnungsbaugesellschaft Grünanlagen mit Spielplätzen und Ruhebereichen sowie Pkw-Stellplätze. Auch Maßnahmen für den Radverkehr gehören zum Konzept.
Die Lage nahe dem S-Bahnhof Springpfuhl verbindet das neue Quartier mit dem bestehenden Wohngebiet im Süden Marzahns. Zugleich entstehen im Umfeld weitere Projekte. Auch am nahen Helene-Weigel-Platz sind weitere Wohnungen auf dem Gelände des früheren Kino Sojus vorgesehen.
Für das Projekt an der Allee der Kosmonauten nennt die Gewobag auf dem Bauschild das zweite Quartal 2027 als geplanten Termin für die Gesamtfertigstellung. Bis dahin bleibt vor allem an den Häusern entlang der Marzahner Chaussee und des Merler Wegs noch Arbeit. Der Rohbau zeigt jedoch bereits heute, welche Dimension das neue Wohnquartier am Springpfuhl erreichen wird.

Das neue Wohnquartier an der Allee der Kosmonauten nimmt immer deutlicher Gestalt an. Die Gewobag errichtet hier insgesamt 657 Mietwohnungen, davon 609 mit WBS-Bindung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wohnquartier Allee der Kosmonauten
Quellen: Gewobag, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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